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Kritik am Konzept fürs Schlossmuseum

Zweifel an Personalplanung Kritik am Konzept fürs Schlossmuseum

Das Museum im künftigen Schloss Herrenhausen öffnet im Frühjahr 2013 seine Türen. Noch gibt es Zweifel, ob die von der Stadt geplanten Personalstellen für einen sinnvollen Betrieb des Museums überhaupt ausreichen.

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So soll das fertige Schloss aussehen.

Quelle: Virtual Pix (Handout)

Hannover. Thomas Schwark, Direktor des Historischen Museums, erinnert daran, dass im Schloss bisher keine Stelle für Museumspädagogik vorgesehen ist. „Die Ausstellungen dürften auch für Kinder und Jugendliche äußerst spannend sein“, sagt er. Zwar beschäftigt Schwark einen Pädagogen in seinem Haus am Hohen Ufer, der könne aber nicht noch für das Schlossmuseum herangezogen werden. Schwark wird künftig auch Chef des Schlossmuseums sein. Viele historische Schätze sollen vom Hohen Ufer in die Herrenhäuser Gärten verlegt werden. Das hat, wie berichtet, seinen Preis: Ab 2013 steigen die Eintrittspreise für Schlossmuseum und Gärten auf 8 Euro im Sommer und 6 Euro im Winter.

Der Kostenplan der Stadt sieht bisher sieben Stellen für Aufsicht, Museumskasse und Eingangskontrolle vor. Eine davon soll aus dem „Aufsichtspool“ des Historischen Museums und des Kestnermuseums gestellt werden. Frei verfügbare Kräfte habe man aber nicht, heißt es vonseiten des Historischen Museums. Unklar bleibt auch, wer sich um den Shop im Schlossmuseum kümmert, der immerhin Einnahmen von 20.000 Euro pro Jahr erzielen soll. In der Stadtverwaltung überlegt man jetzt, den Fachbereich Herrenhäuser Gärten mit der Aufgabe zu betrauen. Der betreibt bereits erfolgreich einen Souvenirshop neben dem Eingang zum Großen Garten.

An diesem Montag ist der Grundstein für Schloss Herrenhausen in Hannover gelegt worden. Eine Tochterfirma der Volkswagenstiftung baut das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Schloss im Zentrum der Herrenhäuser Gärten bis Ende 2012 für 20 Millionen Euro wieder auf.

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Auch der Gesamtpersonalrat der Stadtverwaltung sieht die Pläne kritisch. „Das ist alles sehr knapp bemessen und sollte noch einmal diskutiert werden“, heißt es. In den bisherigen Kostentabellen werden keine technischen Dienste berücksichtigt, Monteure etwa, die sich um die elektrischen Anlagen im Museum kümmern. „Sollen die von der Stadtentwässerung gestellt werden?“, fragt man sich im Personalrat.

Tunnelbau geplant: Der unterirdische Verbindungsgang zwischen Schloss und dem benachbarten Restaurant „Schlossküche“ wird nun doch gebaut. Das geht aus vertraulichen Papieren der Stadt hervor, über die kommende Woche der Verwaltungsausschuss entscheiden muss. Die Zustimmung der Ratspolitiker gilt als sicher. Geplant ist auch eine neue öffentliche Toilette im Großen Garten.

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