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Gewöhnungsbedürftig, klamaukig, altbacken

Kritik an Imagefilm der Region Gewöhnungsbedürftig, klamaukig, altbacken

Der neue Imagefilm der Region Hannover schlägt hohe Wellen. Nicht nur zahlreichen Bewohnern der Region, auch vielen Regionspolitikern gefällt das Machwerk nicht. Zu den Produktionskosten des Films schweigt sich die Verwaltung aus.

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Wirkt wie „im vergangenen Jahrtausend gedreht“: Der Imagefilm der Region trifft vor allem durch seine Rahmenhandlung, ein albernes Quiz, auf Kritik.

Quelle: Region Hannover

Hannover. Einen Tag nach der öffentlichen Präsentation des neuen Imagefilms der Region fallen die Reaktionen in der Regionspolitik fast einhellig negativ aus. „Ich hätte eine niveauvollere Darstellung der Region erwartet“, sagt Nesrin Obadasi von der CDU. Vor allem das Quiz, das die Rahmenhandlung des Filmes bildet, sei ihr zu platt. In diesem Quiz lässt ein Moderator im grellen Anzug ahnunglose Kandidaten Fragen zur Region beantworten.

Die Fraktionschefin der Grünen, Brigitte Nieße, spricht in Bezug auf das Quiz von einer „gewöhnungsbedürftigen“ Darstellung. Immerhin bewirke der 13-minütige Film aber, dass über ihn diskutiert werde. Außerdem wolle die Region auch für junge Leute attraktiv sein - und das bewirke dieser Film möglicherweise. „Junge Leute haben einen anderen Blick“, sagt Nieße.

Das berichtet auch CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek. Ihm selbst gefällt der Film zwar nicht. Doch Schlossarek, der Lehrer an einem Gymnasium ist, hat den Film in einer Pause Schülern der 8. Klasse gezeigt. „Die fanden ihn cool“, berichtet er. Für das breite Publikum allerdings sei er durch „die reißerische Aufmachung und die als dumm dargestellten Quiz-Kandidaten“ nicht geeignet, sagt Gerhard Kier (FDP).

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Bunte Kostüme, ein Quiz-Publikum in Ekstase und eine blauhaarige Schönheit mit Superkräften: Die Region Hannover wirbt mit einem neuen Imagefilm. Gefällt Ihnen der Clip?

Aus Sicht von CDU-Mann Jan Dingeldey wirkt das Quiz, als sei er „im vergangenen Jahrtausend gedreht“ worden. Er wirke „altbacken“. Er bemängelt zudem, dass zwar die Attraktionen Hannovers gezeigt werden, aber die Umlandkommunen fast gar nicht im Film vorkommen. Auch SPD-Fraktionschefin Silke Gardlo spart nicht mit Kritik. „Er ist sehr klamaukig“, sagt sie. Zwar dürfe ein solcher Film auch ruhig mal witzig sein. „Aber voranbringen wird er uns nicht.“

Regionssprecherin Christina Kreutz verteidigt das Werk dagegen. „Der Film richtet sich an ein Publikum, das noch nichts über die Region Hannover weiß, und dafür ist er sehr gut geeignet“, meint sie. Der Streifen soll vor allem Besuchergruppen gezeigt werden. Zu den Kosten des umstrittenen Films wollte Kreutz nichts sagen. Die Region gebe dazu keine Auskunft, weil davon die Interessen Dritter berührt seien, sagt sie.

Das ist der alte Imagefilm der Region Hannover

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