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Aus der Stadt Kritik an Arbeitslosengeld aus Supermarktkassen
Hannover Aus der Stadt Kritik an Arbeitslosengeld aus Supermarktkassen
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00:16 16.11.2017
Wer kein Konto hat und Arbeitslosengeld bezieht, kann nur noch bis Ende 2018 Bargeld in Jobcentern und Arbeitsagenturen bekommen.  Quelle: dpa
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Hannover

Arbeitslosengeld im Supermarkt? Die Meinungen über die neue Regelung gehen in Hannover weit auseinander. Die Gefahr sei groß, dass Hartz-IV-Empfänger sich unfreiwillig outen müssten, kritisierte Bianka Titze vom Paritätischen Hannover gestern. Im Supermarkt stünden Kunden oft dicht an dicht. Wer nichts einkaufe und dennoch Geld ausbezahlt bekomme, falle automatisch auf.

Bis Ende 2018 sollen die Bargeldautomaten in Jobcentern und Arbeitsagenturen laut Bundesarbeitsagentur abgeschafft werden. Stattdessen soll, wer kein eigenes Konto hat, Bargeld im Supermarkt ausbezahlt bekommen. Mit der diskreten Abwicklung stehe und falle die Regelung, sagt Jens Peschel von der Arbeits- und Sozial­beratungsgesellschaft Hannover. Er empfehle den Menschen in seiner Beratung deshalb auch, Verzehrgutscheine aus dem Jobcenter nicht im vertrauten Supermarkt, sondern lieber ein paar Straßen weiter einzulösen. Erwerbslose würden auch heute noch stigmatisiert.

Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes dagegen betont, die Regelung betreffe nur einen sehr kleinen Personenkreis. Die meisten Arbeitslosen hätten ein Konto. Natürlich bestehe die Gefahr, dass man sich oute. Allerdings gehöre es heute auch ein Stück weit zur Normalität, Hartz-IV-Leistungen zu beziehen.

jr

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