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Kritik von DHL-Kunden in Hannover wächst

Paketdienst der Post Kritik von DHL-Kunden in Hannover wächst

In Hannover wächst der Ärger von DHL-Kunden. Anwohner in Bothfeld, Misburg und der List beschweren sich über den Paketdienst der Post, weil sie nicht mehr beliefert werden und stattdessen Päckchen in der City abholen müssen. Die Post beharrt darauf, dass es sich um Einzelfälle handelt.

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Kein Zustellversuch? "DHL-Kunden sind verärgert.

Quelle: dpa (Archiv)

Hannover. Etliche Hannoveraner sind in diesen Tagen unzufrieden mit dem Paketdienst der Post, DHL. Ein HAZ-Leser aus Misburg berichtet, dass ein komplettes Neubaugebiet mindestens zwei Wochen nicht beliefert worden sei. Die Anwohner fanden lediglich Benachrichtigungszettel in ihren Briefkästen mit dem Hinweis, dass die Pakete in der Zentralstelle am Weidendamm abgeholt werden könnten. „Ich musste in diesen zwei Wochen dreimal von Misburg zum Weidendamm fahren, was mich etwa zweieinhalb Stunden reine Fahrzeit und rund 70 Kilometer gekostet hat“, berichtet der Leser. Moniert wird von den Kunden auch das Service-Telefon des Dienstleisters. Konkrete Hilfe sei von den freundlichen Mitarbeitern am anderen Ende der Leitung meist nicht zu bekommen, heißt es. Ähnliches gelte für die Informationen, die DHL im Internet anbiete.

Die Post beharrt darauf, dass es sich lediglich um Einzelfälle handele. „Die Möglichkeit, Päckchen am Weidendamm abzuholen, haben wir nur für ein paar Tage angeboten“, betont Postsprecher Jens-Uwe Hogardt. Keinesfalls handele es sich um eine Methodik, der Flut von Päckchen vor Weihnachten Herr zu werden. Hogardt dementiert auch die Beobachtung von HAZ-Lesern, dass Briefzusteller die Paketscheine in die Kästen geworfen hätten. Das würde bedeuten, dass DHL-Mitarbeiter gar nicht den Versuch unternommen hätten, die Lieferung zuzustellen. „Das ist Quatsch“, sagt der Postsprecher.

Hunderte neue Zusteller im Einsatz

Kunden, die in der Paketzentrale am Weidendamm ihre Lieferung abgeholt haben, berichten anderes. „Die Mitarbeiter dort haben uns gesagt, dass zum Beispiel am Freitag, 4. Dezember, alle Pakete für den Zustellbezirk rund um den Lister Platz gleich vom Verteilzentrum in Anderten zur Sammelstelle am Weidendamm gebracht wurden, ohne dass es einen einzigen Zustellversuch gegeben habe“, sagt ein Bewohner der List. Ähnliches hört ein HAZ-Leser aus Bothfeld in den Postfilialen seines Viertels. Dort schiebe man die Schuld auf die vielen neuen Mitarbeiter, die die Routen nicht genau kennten und daher Probleme hätten.

Tatsächlich bestätigt die Post, dass mehrere Hundert neue Zusteller in der Region Hannover im Einsatz seien. Die Menge der Lieferungen wachse an manchen Tagen auf das Doppelte an. „Wir stellen aber in vollem Umfang zu“, wiederholt Postsprecher Jens-Uwe Hogardt die Position seines Unternehmens.

Bei der Gewerkschaft Verdi weiß man weder etwas von einem Heer neuer, offenbar überforderter Mitarbeiter, noch von einer veränderten Auslieferung. Gebetsmühlenhaft verweist Gewerkschaftssekretär Christoph Feldmann auf die Mühen der Logistikbeschäftigten, die an der Belastungsgrenze arbeiteten. „Das gilt auch für andere Paketdienste wie UPS und DPD“, sagt Feldmann.

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