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Regionsfilm zu teuer für "mageres Ergebnis"

CDU-Kritik Regionsfilm zu teuer für "mageres Ergebnis"

Der umstrittene neue Imagefilm der Region hat etwa 70.000 Euro gekostet. Das geht aus der Antwort der Regionsverwaltung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion zurück. Damit war der neue Film rund 20.000 Euro teurer als sein Vorgänger, in dem eine Schnecke durch die Region fährt.

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Mit Testbildanzug und Superwomen: Auszug aus dem Regionsfilm.

Quelle: Repro: Region

Hannover. Der neue Streifen inszeniert ein kauziges bis albernes Quiz zur Region. Er war auf Kritik gestoßen. CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek sagt angesichts der Kosten, er wünsche sich fürs nächste Mal einen Ideenwettbewerb mit den Berufsschulen der Region: „Das wäre der bessere, der kreativere und der preiswertere Weg.“

Der Film, der im Januar erstmals öffentlich gezeigt wurde, richtet sich laut Antwort der Verwaltung an Besuchergruppen, die noch keinen Kontakt zur Region Hannover hatten, und deshalb auch nicht deren „vielfältigen Aufgaben und Zuständigkeiten“ kennen. Der erste, 2001 vorgestellte Imagefilm sei in einigen Bereichen „veraltet und überholt“ gewesen, heißt es in der Stellungsnahme. Da er nach Auskunft der seinerzeit beauftragten Produktionsfirma nicht aktualisierbar sei, habe ein neuer Film gedreht werden müssen. Die Verwaltung legt Wert auf die Feststellung, dass es sich nicht um einen „Imagefilm“ handele. Der Film verfolge das Ziel, Inhalte zu vermitteln.

Die Filmemacher schufen ein poppig-spaciges Quiz als Rahmenhandlung. Der Moderator trägt einen Testbildanzug, ihm an die Seite stellten die Filmemacher eine Jurorin mit blauer Perücke und einem Erscheinungsbild wie Superwoman. Immer wieder fährt die Kamera Luftbildaufnahmen über die Landschaften der Region - das sind die wesentlichen Inhalte des knapp 13-minütigen Films. Dazu gibt es Erklärungen über die Aufgaben der Region wie Müllabfuhr, Nahverkehr und Krankenhäuser.

Regionspräsident Hauke Jagau hatte sich selbst bei der Vorstellung des Films während des Neujahrsempfangs der Region nicht besonders euphorisch über den Streifen geäußert. Es sei eine „mutige Lösung“ entstanden, meinte er vorsichtig, und dass er sicher sei, dass der Film „kontrovers diskutiert“ werde. Womit er recht behielt.

Der CDU-Regionsfraktionsvorsitzende Schlossarek bezeichnet den Film als anspruchslos. Es sei ein „mageres Ergebnis für viel Geld“ dabei herausgekommen. Seiner Ansicht nach handele sich um „Realsatire mit Potential zum Fremdschämen“, betont er. Es sei völlig unverständlich, dass „Menschen ohne Wissen und Berührungspunkte zur Region diesen Film verarbeiten“ müssten.

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