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Aus der Stadt Kröpcke-Uhr wird Minigalerie zum Mitmachen
Hannover Aus der Stadt Kröpcke-Uhr wird Minigalerie zum Mitmachen
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00:15 06.09.2015
Von Bärbel Hilbig
Zeitzeichen und Kunstraum: Erst stellt Line Hübotter ihr Weltenwesen in der Kröpcke-Uhr auf, dann singt Robby Ballhause. Quelle: Kutter
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Hannover

Die kleinen Ausstellungen in der Uhr sollen sich künftig über Crowdfunding finanzieren - und auch organisieren. „Unser neues kulturelles Konzept besteht darin, öffentliche Kunst ohne Geld zu realisieren“, beschreibt es Kurator Lohmann. Nun ist es bereits gängig, dass Filmemacher und andere ihre Projekte im Internet beschreiben und dafür finanzielle Unterstützer suchen. Wenn sich massenhaft Kleinspender finden, kann das weit tragen.

„Das Neue bei uns: Auch wer kein Geld hat, kann mitmachen und Sekt ausschenken oder die Scheiben der Uhr putzen“, erläutert Lohmann. Denn mit der regionalen Crowdfunding-Plattform Public-Art-Machine, kurz PAM, sucht der Verein Unterstützer jeglicher Art. „Daraus kann eine gemeinsame Arbeit entstehen. Wir sind ja in Hannover, die Stadt ist schnell durchfahren“, sagt Annika Bogan vom Verein. PAM, die gestern in Gestalt einer Schaufensterpuppe mit Basecap und Hippiekleid anwesend war, forderte Passanten mit einem Schild auf: „Erzähl mir Deinen Traum.“ Ihre Ideen für die Kröpcke-Uhr können Künstler aber besser auf www.kroepcke.de loswerden. Die Auswahl für neue Objekte in der Uhr könnte also in Zukunft über die Diskussion mit den Unterstützern laufen.

Für das „Weltenwesen“, das seit Mittwoch in der Uhr zu sehen ist, kam bereits etwas Geld über Crowdfunding zusammen. Die Stabpuppe mit vier Gesichtern steht für Menschen aus allen Weltregionen und stammt von Figurenbauerin Line Hübotter, die zur Vernissage mit ihrem Lebensgefährten, Folkmusiker Robby Ballhause, auftrat.

Und auch ganz ohne Crowdfunding fand sich Mittwoch gleich ein verlässlicher Spender für den Rummel rund um die Uhr ein. Die Betreibergesellschaft des Cafés am Kröpcke überreichte 1000 Euro für die Aktivitäten des Vereins. „Die Uhr ist ein Treffpunkt, dem wir uns verbunden fühlen. Deshalb legen wir Wert darauf, dass es dort einladend aussieht. Ob die jeweilige Ausstellung dann jedermann gefällt, ist eine andere Sache“, sagt Geschäftsführerin Elke Wefelmeier.

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