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Kündigung des Zoo-Chefs ist rechtswidrig

Landgericht Hannover Kündigung des Zoo-Chefs ist rechtswidrig

Die fristlose Kündigung des hannoverschen Zoo-Direktors Klaus-Michael Machens ist rechtswidrig. Der ehemalige Zoo-Chef hat am Dienstag mit seiner Klage vor Gericht Erfolg gehabt.

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Zoo-Chef Klaus-Michael Machens (vorn) im Landgericht Hannover.

Quelle: Frank Wilde (Archivbild)

Hannover . Das Landgericht Hannover entschied, dass Machens eine Abfindung in Höhe von zwölf Monatsgehältern - rund 126.000 Euro - erhält. Die weitere Klage auf Schadenersatz wegen Altersdiskriminierung wies die 6. Kammer für Handelssachen jedoch ab. Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür lägen nicht vor, hieß es in der Begründung.

Machens sollte nach Auslaufen seines Geschäftsführervertrags im November 2011 abberufen werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde er 65 Jahre alt. Machens wollte jedoch noch nicht in Rente gehen. Damit hatte der Streit begonnen. Bereits im März 2011 erhielt der Zoochef überraschend die fristlose Kündigung. Hintergrund war eine Rechtsschutzversicherung, die Klagen von Machens gegen seinen Arbeitgeber abdeckt und seit Jahren vom Zoo bezahlt wird. Nachdem sich Machens geweigert hatte, auf die Versicherung zu verzichten, wurde er fristlos entlassen.

Eine Wiedereinstellung habe Machens nicht erreichen können, sagte Gerichtssprecher Patrick Gerberding. Die Gesellschafterversammlung des Zoos kann ihre Geschäftsführer ohne Angabe von Gründen jederzeit absetzen. Die fristlose Kündigung sei jedoch nicht rechtens gewesen.

Machens stand seit 1994 an der Spitze des Zoos. Unter seiner Leitung wurde der Zoo umfangreich ausgebaut. Es entstanden mehrere er Themenwelten, die sich schnell als Publikumsmagneten entwickelten. Im Januar hatte Machens eine Erfolgsbilanz für 2010 vorgelegt. Nach Eröffnung der Kanada-Landschaft Yukon Bay hatte waren die Besucherzahlen um 50 Prozent auf rund 1,6 Millionen gestiegen.

dpa

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