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Künstler bieten Freibier für Nicht-AfD-Wähler

Kontroverse Diskussion Künstler bieten Freibier für Nicht-AfD-Wähler

Zum Wahllokal gehen, Kreuzchen machen – und ein Bier genießen. Mit einer ungewöhnlichen Kunstaktion will die Künstlervereinigung "Schuppen 68" bei der Kommunalwahl in Hannover am Sonntag Wähler davon abhalten, für die AfD zu stimmen. Wer nicht für die Partei stimmt, darf sich eine kostenlose Flasche nehmen.

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Quelle: dpa/Schuppen68 (Collage)

Hannover. Freibier zur Kommunalwahl: Mit einer Intervention will die Künstlervereinigung "Schuppen 68" bei der Kommunalwahl in Hannover am Sonntag Wähler davon abhalten, für die AfD zu stimmen. Vor dem Wahlbüro Humboldtschule, Ricklinger Straße 95, im Stadtteil Linden-Süd soll eine Kiste Bier aufgestellt werden. Jeder, der nicht die AfD wählt, kann sich ein Bier nehmen, so die Künstlervereinigung in einer Mitteilung. Zudem sollen an dem Kasten Fünf-Euro-Schein mit "Gedanken" zur AfD kleben, die Kunstliebhaber ebenfalls mitnehmen könnten. 

"Die Intervention „Freibier zur Kommunalwahl“ ist ein kreativer Versuch, mit Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung eine kleine Erzählung zu inszenieren", erklärt der Kurator der Intervention, Klaus-Dieter Gleitze. Mit Aufklärung und Argumenten, mit reiner Ratio allein sei dieser Partei aber nicht beizukommen. "Ein flüchtiges Bild für einen Tag in der Stadtöffentlichkeit sagt vielleicht mehr als zehn dauererigierte moralische Mittelfinger."

Kontroverse Debatte entbrannt

Ein erstes Ziel dürfte das Projekt bereits erreicht haben: In sozialen Netzwerken ist eine Diskussion über die Freibier-Aktion entbrannt. Mehrere Medien haben den Vorfall aufgegriffen. Auch die AfD Paderborn scheint bereits auf die Erklärung aufmerksam geworden zu sein. "Das dürfte strafbar sein", schreibt die Partei bei Twitter. Manche Nutzer bezeichnen die Aktion schlicht als undemokratisch oder reden gar von "Stimmenkauf". Andere nehmen das Freibier einfach mit Humor. 

Ob die Strategie gegen die AfD auch in anderen Bundesländern bereits Schule macht, ist bisher nicht bekannt. 

ewo

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