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Künstler will keine Stolpersteine mehr in Hannover verlegen

Streit mit Stadt Künstler will keine Stolpersteine mehr in Hannover verlegen

Bis auf weiteres wird es in Hannover keine neuen Stolperstein geben. Der Künstler Gunter Demnig wollte eigentlich einen Stein zur Erinnerung an einen emigrierten jüdischen Arzt verlegen - die Stadt lehnte jedoch ab: Die Ehrung sei allein Todesopfern vorbehalten.

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Gunter Demnig will um Hannover künftig einen Bogen machen.

Quelle: Martin Steiner

Im Streit um die Verlegung eines sogenannten Stolpersteins für einen 1936 emigrierten jüdischen Arzt hat der Künstler Gunter Demnig die Stadt massiv kritisiert. Aus Protest gegen die Haltung der Verwaltung werde er die in Hannover bis auf weiteres keine Stolpersteine mehr verlegen, sagt Demnig.

Die Stadt lehnt es ab, mit einem der beschrifteten Steine, die Demnig im Gehweg zur Erinnerung an NS-Opfer verlegt, an den Arzt zu erinnern. Dieser hatte im Exil den Holocaust überlebt und war 1950 verstorben. Die Ehrung durch einen Stolperstein sei aber allein Todesopfern vorbehalten, heißt es im Rathaus. Demnig jedoch betont, dass auch Emigranten als Opfer zu gelten hätten: Die Stadt habe sich eigenmächtig und ohne Absprache in sein Konzept eingemischt, kritisiert der Künstler.

Mehr über den Streit lesen Sie in der Freitagsausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung oder im E-Paper.

Simon Benne

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Gedenken

64 Stolpersteine erinnern künftig an der Wißmannstraße in der Südstadt an das Leid, dass Nationalsozialisten über die Menschen gebracht haben. Die Zahl der Steine entspricht der der jüdischen Männer, Frauen und Kinder, die bis in die vierziger Jahre in den Häusern mit der Nummer 11 und 13 gelebt haben und ermordet wurden.

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