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Aus der Stadt Kulturhauptstadt 2025: Schüler aus Hannover reden mit
Hannover Aus der Stadt Kulturhauptstadt 2025: Schüler aus Hannover reden mit
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00:36 23.04.2018
Wer ist dafür? Beim Planspiel Pimp Your Town lernen rund 100 Schüler aus Hannover, wie der Rat der Stadt arbeitet. Ratsherr Wilfried Engelke (zweiter von rechts) zählt während der Abstimmung durch. Quelle: Villegas
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Hannover

 Hilft ein gläserner Tunnel durch den Maschsee dabei, dass Hannover 2025 zur Kulturhauptstadt wird? Mit dieser Frage befassten sich am Freitag rund 100 Schüler aus vier Schulen beim Planspiel Pimp Your Town im Neuen Rathaus. Am Ende setzte sich der Vorschlag nicht durch. Stattdessen entschieden die Mädchen und Jungen in einer fiktiven Ratssitzung, dass 14 andere Ideen weiter verfolgt werden sollten. Diese haben nun die Chance, tatsächlich auf der Tagesordnung einer echten Ratssitzung zu landen. 

Wir haben die Schüler gefragt: Wie wird Hannover zur Kulturhauptstadt?

Bereits zum zehnten Mal standen den Schülern die Säle des Neuen Rathauses für das Planspiel offen. „Das ist die erste große Jugendbeteiligung zur Kulturhauptstadt“, sagt Monika Dehmel vom Verein Politik zum Anfassen, der Pimp Your Town organisiert. Rund 300 Ideen hatten die Schulen vor den Diskussionen gesammelt, 45 davon wurden dann auch in Anträgen niedergeschrieben. Diese lösten bei den Jungen und Mädchen der Gerhart-Hauptmann-Realschule, der IGS Roderbruch und des Gymnasiums Goetschule teils lebhaft geführte Diskussionen aus. Die älteren Teilnehmer der VHS Hannover übernahmen währenddessen die Pressearbeit. 

„Ich möchte gerne die Stadtbahnen verbessern“, sagt Yasmin Siala von der Gerhart-Hauptmann-Realschule. So könnten die Waggons mit Steckdosen ausgestattet und mehr behindertengerechte Bahnsteige gebaut werden, sagt die 14-Jährige. Abdul Baki Kirli von der VHS ist der Zustand öffentlicher Parks und Gründflächen wichtig. „Ich gehe gerne in der Eilenriede spazieren“, sagt der 21-Jährige. „Man muss die Plätze aber auch so sauber halten, wie sie jetzt sind.“ Mit einer bunten Laufveranstaltung will Carlotta Richter-Rethwisch nicht nur Sport und Spaß verbinden, sondern auch Geld für wohltätige Zwecke sammeln. „Für jeden gelaufenen Kilometer könnte ein Euro gespendet werden“, sagt sie. Und ganz nebenbei können sich die Läufer mit bunten Farbbeuteln bewerfen, wie beim indischen Holy-Festival.

Am Ende stellten die Schüler eine ganze Reihe von Forderungen, die dabei helfen sollen, dass Hannover im Jahr 2025 Kulturhauptstadt wird. Diese reicht von einer öffentlichen Bühne für jedermann, einem internationalen Boxturnier, mehr legalen Flächen für Straßenkust bis zu einer überdachten Aufenthaltsmöglichkeit für Obdachlose. So bietet sich den Ratsmitgliedern, die das Planspiel begleiteten, vielleicht der ein oder andere neue Ansatz, den sie in ihre nächste Sitzung aufnehmen können.

Von Nils Oehlschläger

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