Stadteventmanager Klaus Timaeus begrüßte die Initiative ebenfalls: „Hannover ist eine Stadt, in der Frohsinn gemacht wird.“ Die Stadt befinde sich auf gutem Weg, Lärmgegner und Festbesucher zusammenzubringen. Zuletzt sei die Zahl der Lärmbeschwerden zurückgegangen. 2009 habe die Stadt nur rund 20 Beschwerden registriert.
Wie berichtet, wollen sich die Kulturritter für das kulturelle Leben in Hannover einsetzen und verhindern, dass wegen Lärmbeschwerden Veranstaltungen abgesagt oder stark eingeschränkt werden. Aus Rücksicht auf Anwohner soll das Maschseefest zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte ohne Feuerwerk auskommen. Beim Kleinen Fest im Großen Garten werden derzeit leise Böller und Raketen getestet. Auch in Herrenhausen hatten Anwohner gegen die Anzahl der Feuerwerke geklagt und eine außergerichtliche Einigung erzielt. „Was wir machen, ist doch nur, das zu fordern, was rechtlich verbindlich ist“, sagte Michael Zeitvogel vom Forum Lärmschutz am Dienstag als Reaktion auf die Gründung der Kulturritter. „Ich schätze das Ziel, sich für Kultur einzusetzen, sehr. Aber alles muss in einem bestimmten Rahmen bewegen.“
Rechtsanwalt Hanns-Christian Fricke, der Anwohner in mehreren Stadtteilen in Lärmfragen vertritt, kritisierte die lückenhafte Gesetzgebung. „Die Ziele der Gruppe sind legitim. Eine Ausweitung des Freizeitlärmerlasses ist aber nicht zu begrüßen“, sagte er. Das niedersächsische Regelwerk, das 1995 auf Grundlage des Länderausschusses für Immissionswerte erstellt wurde, gilt bundesweit als sehr locker. Anders als im Musterwerk der Länder empfohlen, werden darin 18 seltene Lärmereignisse wie etwa Feuerwerke oder Schützenumzüge plus Ausnahmen anstelle von sonst zehn Ereignissen innerhalb eines Jahres zugelassen. Fricke kündigte an, dass das Oberverwaltungsgericht in einem aktuellen Fall über diesen Punkt bescheiden könnte.
Hannoversche Wirte begrüßten die Ziele der Initiative dagegen. Wie berichtet, will die Gruppe mit 70 000 Unterschriften eine Petition erreichen, damit das Gaststättengesetz überarbeitet wird. Für Außengastronomie soll dann mit Rücksicht auf den späten Feierabend in manchen Berufen 23 Uhr statt 22 Uhr als Schlusszeit gelten. „Das ist toll“, sagte Michael Solms, Inhaber des „Gigs“ am Lindener Markt am Dienstag: „Das ist das, was wir Wirte seit Jahren diskutieren und wäre zudem ein Kompromiss, mit dem wir alle leben könnten.“
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Kommentare
Arnie Neumann grautvornix – 07.08.10
Wenn Bauwerke die ‟Stabilität“ Ihrer Argumente aufweisen würden, dann wären Kartenhäuser ja Konstruktionen für die Ewigkeit. Ihre Kompetenzen erscheinen etwas zweifelhaft und die versch. postings bewegen sich eher unterhalb vom Stammtisch-Level. Eine andere Meinung in allen Ehren, aber man sollte diese schon ein bißchen seriöser begründen können.Wie definiert sich denn der von Ihnen herbei zitierte Maschsee-"Bewohner" aus Ihrem Elaborat ‟Flatrate-Junki's“ (mit dem Englischen ist es ja auch nicht so doll) ? Sind das Populationen von Enten oder Schwänen, Gras- oder Spiegelkarpfen oder doch einer der vereinzelten Hechte ? Und bitte – wie belästigt man die konkret ? Wäre sicher unter Tierschutzaspekten ein interessantes Thema. Etwas Vuvuzuela-Sound wäre den Unterwasser-Bewohnern wohl ziemlich schnuppe (oder besser: Schuppe). Die gefiederten Anrainer könnten möglicherweise irritiert reagieren – allerdings gibt es die bekannten Singschwäne, deren ‟Gesang“ sich durch mehr oder minder melodisches Tröten auszeichnet. Die würden vermutlich sogar mitmachen. Blieben evtl. die Enten – mit denen müßte man dann mal reden. Gute Anwälte kriegen da bestimmt für die Dauer der Vuvuzuela-Beschallung – im Schulterschluss mit den Singschwänen – einen temporären Vergleich locker über die Bühne.
Die gemeine Ente ist käuflich, wie Sie das in jedem Supermarkt überprüfen können.
Wo ist also Ihr Problem ? Finden Sie keine andere Bleibe ? Oder sind die Finanzen klamm ?
Für eine unserer freidhofsnah ruhig gelegenen Immobilien suchen wir noch einen patenten Hausmeister. Logis wäre frei – die Miete könnte abgearbeitet werden. Wäre das was ?
@arnulf neumann kat – 07.08.10
Niemand ist gezwungen, an der Karmarschstrasse zu hausen.Aus Ihrer merkwürdigen Erwiderung spricht wohl eher der Flatrat-Junkie, als aus meinem sachlichen Hinweis auf grundsätzliche, rechtliche Defizite.
Na denn - Prost!
festlichkeiten in Hannover mickymaus – 30.07.10
also ich findde wir sollten froh sein wenn wir eine stadt haben die auch was kulturelles zu bieten hat. wer regt sich denn auf wenn die B6 überwiegend so laut ist das man kein wort versteht wenn man 50 m weit weg ist? oder wer regt sich auf das die rettungsfahrzeuge mitten in der nacht bei freier fahrbahn ihre signale von sich geben das man im anwohnen aus dem schlaf gerissen wird. wisst ihr was? ihr ,die alles kaputt machen wollen habt doch echt ne klatsche.veranstaltungen sind ein mal im jahr ,anderer lärm wie die autos u s w. die sind ständig da. man gewöhnt sich halt an alles.oder wir hängen dem nächt grosse schilder über die strasse mit der aufschrift:" achtung stadt der rentner und ruhe bedürftigen.bitte ruhig verhalten".verstösse werden mit stadt verbot geahndet.@ 42 Arnulf Neumann – 29.07.10
du wachst plötzlich auf und stellst fest, Du bist nicht allein in dieser Stadt. Es gib auch noch andere, welche eine ganz andere Meinung haben!Flatrate Junki's Arnulf Neumann – 28.07.10
@ kat(Kämpfer für eine bessere Welt)
ein paar Flatrate Junki's meinen das geltende Recht nach Gutdünken für ihre Zwecke verbiegen zu können und obendrein noch zur zusätzlichen Belästigung der Maschsee-
Bewohner aufrufen zu dürfen.
Wahrscheinlich gucken diese selbst ernannten Rechtsauffasser sich täglich mehrfach in den Spiegel, um danach festzustellen, daß sie aus logischen Gründen immerhin schon zu zweit sind!
Lärm vs. Anwohner Tine – 27.07.10
Meines Erachtens wäre zunächst zu klären, ob der Verursachte Lärm sich schon über die Jahre im gleichen Dezibelbereich bewegte oder ob der Lärm gerade beim Machseefest zugenommen hat. Hier kann ich aus eigener Aushilfstätigkeit berichten, je später und angetrunkener der DJ je lauter die Musik. Einschreiten vom Betreiber? Fehlanzeige!Ich denke, dass viele Anwohner auch die zunehmende Rücksichtslosigkeit der Besucher ein Dorn im Auge ist. Muss es sein, dass angetrunkene Festbesucher um zwei oder drei Uhr Nachts in Wohnstraßen lauthals singend verkünden eine Zwiebel auf dem Kopf zu haben oder gegen Mülltonnen und Straßenlaternen treten und in Streitereien ausbrechen? Vor 10 bis 15 Jahren war das noch nicht so schlimm. Der Egoismus „ich komme von einem Fest und es ist mir doch scheißegal ob Ihr schon schlaft“ hat für meine Begriffe extrem zugenommen.
Zweifellos muss man sich aber gerade als Anwohner von Herrenhausen auch die Frage gefallen lassen, warum man in ein Wohngebiet zieht von dem nun wirklich jeder Hannoveraner weiß das Feste und Feuerwerke in den Gärten stattfinden und sich hinterher gestört fühlt.
Bei manch einem drängt sich mir der Verdacht auf, das da nach dem Motto gedacht wird: Solange ich jung und ohne Kinder bin find Ichs geil hier, aber wenn wir Kinder bekommen und älter werden muss der Rest doch bitte Rücksicht nehmen weil wir nicht umziehen wollen. Die Wohnung ist doch so schön!
Und bitte schickt die Querulanten nicht aufs Land, wir haben schon genug von denen hier! Wundert mich, dass die Bauern in der Erntezeit noch sonntags mit dem Mähdrescher fahren dürfen, bei so vielen Bürgerinitiativen (gegen Hähne, Ställe, Mastanlagen, Biogasanlagen, Schützenfeste, Schießstände,…).
@arnulf neumann grautvornix – 26.07.10
Wer es "gerade in der Großstadt nachts ganz gern etwas ruhiger haben möchte", ist irgendwie falsch. Natürlich gibt es in Hannover genug ruhige Wohnecken, aber sensible Naturen sollten doch besser sehr ruhige Dörfer im Landkreis als Wohnort ins Auge fassen.Einerseits mittendrin wohnen wollen und Ruhe wie in der Gruft verlangen, ist wie "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass". Soll man das ernst nehmen oder ist das (Real-)Satire?
@H91 Umländer – 22.07.10
Den größten Vorteil Hannovers hast Du vergessen: Nur eine Stunde bis Hamburg.@ Umländer H91 – 22.07.10
Ich weiß gar nicht was Ihr immer habt. Schließlich ist Hannover eine Stadt der Superlative: Das größte Messegelände der Welt, das größte Schützenfest der Welt, das größte Provinzkaff der Welt.Was ist mit meiner Stadt passiert? 42 – 22.07.10
Lothar Schlieckau (Grüne) sagt hingegen, in Hannover befänden sich die Ansprüche auf Ruhe und fröhliche Feste in Einklang. „Hier herrscht kein Spaßverderberklima."Kommt mir das nur so vor oder haben einige Leute den Draht zur Realität verloren?
Auf dem Maschseefest sind seid Jahren Musikevents teilsweise verboten - dadurch kommt man sich vor, als ob man alle Vorurteile bestätigt sieh i.S.v "Wenn Deutsche feiern, dann sind sie nur am essen und saufen".
Was soll man noch erwähnen? Altstadtfest? Weihnachtsmarkt? Treffen der Kulturen?
In den letzten Jahren wurde diese Feste andauernd torpediert. Kein wunder, dass Hannover nur als ein langweiliges Dorf erachtet wird.
Ich will meine Stadt wieder - denn Hannover ist einfach die schönste Stadt der Welt!!!!
@arnulf neumann kat – 22.07.10
Das von Ihnen zitierte ‟geltende Recht“ ist leider eines der größten Probleme in diesem Land.Es ist Ursache und Auslöser der mittlerweile in vielen Lebensbereichen vorherrschenden
Minderheiten-Diktatur. In keinem europäischen Land gibt es eine solche Anzahl von fragwürdigen ‟Rechtssprechungen“ zu unterschiedlichsten Problemstellungen des täglichen Lebens. Eine BI wird dieses Problem nicht lösen, aber als Zeichen für den Unmut der Mehrheit ist dieses aktive Eintreten unbedingt sinnvoll.
Wem es in einer Großstadt – meist als recht ‟spontane“ Entscheidung bekundet – nicht mehr paßt, der darf in einem freien Land seinen Wohnsitz frei wählen. Einerseits den offenbar melodischen Klängen von Schnellwegen, Güterbahnen, Üstra-Fahrzeugen oder Hauptverkehrsstraßen lauschen und dann bei Einzel-Events rumjammern, ist einfach nur "Laternenpfahl ganz unten".
Bei einigen Neurotikern gewinnt man da mehr und mehr den Eindruck, dass es denen eher um pubertäre Machtspielchen und Komplex-Bewältigung geht. In einem anderen Forum hat jemand den genialen Vorschlag gemacht, z.B. nach dem Kleinen Fest einen gemütlichen Vuvuzuela-Umzug zu veranstalten. Dem sollte man sich nicht nur zu diesem Anlass unbedingt anschließen und Querulanten und Spießern den Marsch blasen.
Zeiten ändern sich H-DT 3176 – 22.07.10
Zeiten ändern sich, Menschen & Meinungen auch. Was vor 15,10,5 Jahren gut war, ist es heute u. U. eben nicht mehr. Früher war Asbest ein toller Werkstoff, heute nicht mehr. Ist das jetzt richtig oder falsch? Würde man sich hier der Argumentation der ewig gestrigen anschliessen müsste wieder mehr Asbest verbaut werden...Hannover ist die schönste Stadt der Welt ? Umländer – 22.07.10
Internationale CeBIT-Besucher zu Hannover:Schland:
"Beamtenfriedhof"
USA:
"Yesterday, we had a walk around the Nazi Lake. Was it really done without machines? Nice piece of work."
Indien:
"How old are that trains?"
China:
"This is Eastern Germany, isn't it?"
"Hannover ist die schönste Stadt der Welt" ein Hannoveraner – 22.07.10
Ich gehe sowieso davon aus, dass die Meisten "nörgeler" hier sowieso nur nörgeln, weil es halt so kultig ist, nicht weil es laut ist!!!Hannover hat keine Skyline, keine ganz besonderen Bauwerke und leider auch keinen besonderes guten Ruf (völlig unberechtigt).
Um auf uns aufmerksam zu machen, müssen wir schöne Feste feiern, die bekannt sind und werden. Und der laute Knall gehört einfach zu bestimmten Veranstaltungen dazu! Das sind einfach die Dinge des Lebens in dieser Stadt!
Ich beobachte das Treiben hier schon länger und gleichgetitelter Kommentar - unten gehört auch zu mir:
Bitte - warum stört es euch jetzt?
Warum nicht schon vor 5, 10 oder 15 Jahren?
Kann mir das bitte einer erklären?!?!?! Ich kann es einfach nicht verstehen. Da hat sich doch nichts verändert seit Jahren.
Vielen Dank!
Kulturritter ? – 21.07.10
Die Kulturritter Lobbyisten vertreten einzig und allein die Veranstalter-, Gastronomen- und Getränkelieferanteninteressen.Weil sie mit denen gemeinsame Sache machen.
Den Machern des Jazzclub und deren Freunde geht doch das Wohlergehen des feiernden Bürgers am Arsch vorbei.
Es wird bei jedem Fest im Voraus ein Pro Kopf Umsatz der Gäste in einer bestimmten Zeit errechnet und wenn das bei Auflagen mit Zeitobergrenzen nicht mehr erreicht werden kann ist es nicht lukrativ genug und dann sind die Lärmgegner schuld.
Es heißt dann nicht, schade dass wir nicht noch mehr verdient haben, sondern, wir wurden unseres Umsatzes beraubt.
Wenn wie bei der EU die Bauern (für Rinder) auch die Gastwirte (für jeden Gast der nicht säuft) gefördert würde, wäre die Argumentation genau anders herum.
Na denn man Prost wie bei den alten Rittern, da waren Saufgelage an der Tagesordnung.
Laermritter auf Malle – 21.07.10
Mich wuerde sehr interessieren, was die Verantwortlichen des Forums Hannover2020+ dazu sagen. Bislang konnte ich von Herrn Bodemann, Prof. Wernstedt keine Kommentare lesen.Liebe HAZ Red.: koennt Ihr da mal nachfragen?
Lärm vs Lärm Stadtbürger – 21.07.10
Ich möchte nicht wissen, wieviele der hier aktiven 'Lärmgegner' vor ein paar Wochen mit derselben Leidenschaft gegen die Lärmminderungspläne der Stadt im Straßenverkehr gewettert haben.Es ist doch immer das gleiche in dieser tollen modernen Gesellschaft: jedem das seine und mir das meiste. Wenn ich nicht feiere, soll's auch kein anderer tun. Und Politik und Gesellschaft sind ohnehin nur dazu da, um mir ein schönes Leben zu bereiten. Basta!
@yy Carsten – 21.07.10
Wie wahr...Aber hier wird offenbar mit zweierlei Maß gemessen. Feiernde Menschen verbreiten demnach einen unerträglichen Lärm, während röhrende LKW geradezu engelsgleich klingen.
@ ein Hannoveraner Arnulf Neumann – 21.07.10
das ist doch wirklich schön für dich, daß Du Dich in Hannover erst bei Lärm so richtig pudelwohl fühlst.Aber muß es denn sein, daß Du das Gleiche auch anderen Zeitgenossen zumutest? Kann man Lärm erst so richtig genießen, wenn man nicht so alleine ist?
Mission der selbst ernannten Ritter? Arnulf Neumann – 21.07.10
'Mission' ist wohl die zutreffende Bezeichnung für jene selbst ernannten 'Ritter für das Lärmen.-Solche 'Missionare' folgen ihrem Sendungsauftrag, den sie tief in ihrem Inneren verspüren. Sie interessieren sich dabei weniger für geltendes Recht als vielmehr für das ihnen inne wohnende Verständnis von Kultur. Auch ist ihnen der Gedanke fremd, daß Lärm in bestimmten Dosen, ähnlich wie beim Rauchen, köperliche Schäden bei den Betroffenen hinterläßt. Sie dulden keinen Widerspruch, vor allem nicht von jenen, welche es gerade in der Großstadt nachts ganz gern etwas ruhiger haben.
Lärm ist nicht gleich Lärm cw – 21.07.10
Beim Lesen der Kommentare habe ich den Eindruck, dass mancheiner allzu schnell Äpfer mit Birnen vergleicht. Meines Erachtens ist Lärm nicht gleich Lärm: 2 Wochen allabendliche Beschallung durch eine Vielzahl von Gastronomieständen und Musikbühnen während des Maschseefestes stellt sicherlich eine andere Belastung für eine Mehrzahl von Anwohnern dar als mal mehr, mal weniger starkes Stimmengewirr vor einer Eckkneipe oder eine einmalige Open-Air-Veranstaltung.Ich bin wahrlich keine generelle Gegenerin von Feuerwerk, aber die Vorliebe Hannovers für lautstarke Schlusspunkte bei allen möglichen publikumsträchtigen Ereignissen ist mir über die Jahre auch schon durchaus negativ aufgefallen. Wie sagte jemand hier so passend? "Ein lauter Knall macht noch keine beeindruckende Veranstaltung" (sinngemäß). Daher begrüße ich es sehr, dass das Maschseefest dieses Jahr offenbar auf die Böllerei verzichten will.
Letztendlich kann es doch nur darum gehen, einen Weg zu finden, der die Interessen von Freunden und Gegnern "lautstarker" Veranstaltungen gleichermaßen berücksichtigt. Und nicht, die einen als "Spießbürger" zu bezeichnen und den anderen Rücksichtslosigkeit vor zu werfen.
"Hannover ist die schönste Stadt der Welt" ein Hannoveraner – 21.07.10
Ich lebe in Hannover und schätze die Stadt übrigens unheimlich!!Für mich scheint die ganze Diskussion um die Feuerwerke, das Schützenfest, das Maschseefest, die Stadtbahn,... völlig überflüssig! Es hat viele Jahre niemanden gestört und jetzt kommen ein paar Spinner, die meinen die Stadt wäre zu laut und man müsse sofort auf sie Rücksicht nehmen.
Ich stehe jeden Morgen gegen 4:30 Uhr auf und gegenüber ist eine Kneipe mit Außensitzgelegenheiten, wo oft bis in die Nacht Leute sitzen und sich unterhalten!! Die Stadtbahn brettert um 0:54 Uhr das letzte mal und um 3:58 das erste mal vorbei und die alte Straße lässt jedes Auto wie einen schweren LKW klingen. Feuerwerke sind auch zu hören und die Schützen holen Ihre Könige auch 1x im Jahr ab - 2 Häuser weiter. Das war schon immer so - und wenn es nicht so ist, dann fehlt mir etwas, nämlich die Großstadt, die einfach Ihre Geräusche von sich gibt und der Grund ist, weshalb ich hier gerne lebe! Warum ziehen die Großstadtgegner nicht einfach nach Mellendorf, Neustadt, Wunstorf oder andere Kleinstädte mit ihrer Ruhe??
Wenn noch Helfer für die Unterschriftenaktion gesucht werden und ich bekomme es mit, dann bin ich sofort dabei!
Hannover muss so bleiben, wie es ist!!!
Hilfe Hannoveraner – 21.07.10
Ich lebe in Hannover und schätze die Stadt übrigens unheimlich!!Für mich scheint die ganze Diskussion um die Feuerwerke, das Schützenfest, das Maschseefest, die Stadtbahn,... völlig überflüssig! Es hat viele Jahre niemanden gestört und jetzt kommen ein paar Spinner, die meinen die Stadt wäre zu laut und man müsse sofort auf sie Rücksicht nehmen.
Ich stehe jeden Morgen gegen 4:30 Uhr auf und gegenüber ist eine Kneipe mit Außensitzgelegenheiten, wo oft bis in die Nacht Leute sitzen und sich unterhalten!! Die Stadtbahn brettert um 0:54 Uhr das letzte mal und um 3:58 das erste mal vorbei und die alte Straße lässt jedes Auto wie einen schweren LKW klingen. Feuerwerke sind auch zu hören und die Schützen holen Ihre Könige auch 1x im Jahr ab - 2 Häuser weiter. Das war schon immer so - und wenn es nicht so ist, dann fehlt mir etwas, nämlich die Großstadt, die einfach Ihre Geräusche von sich gibt und der Grund ist, weshalb ich hier gerne lebe! Warum ziehen die Großstadtgegner nicht einfach nach Mellendorf, Neustadt, Wunstorf oder andere Kleinstädte mit ihrer Ruhe??
Wenn noch Helfer für die Unterschriftenaktion gesucht werden und ich bekomme es mit, dann bin ich sofort dabei!
Hannover muss so bleiben, wie es ist!!!
Lärmer A Lärm – 21.07.10
Für mehr Lärm kann nur sein, wer ihn verursacht und nicht unter ihm leiden muss - denn nur dann wird Lärm nicht als solcher wahrgenommen. So kann also nicht von Intoleranz auf Seiten der unter Lärm leidenden die Rede sein, sondern vielmehr von Intoleranz derer, die sich anmassen andere mit ihrem Lärm zu belästigen.noch eine Lobbygruppe warum? – 21.07.10
nochmal:Da der Gründer dieser selbsternannten KulturRitter Manager des Jazzclubs Hannover ist, aber gleichzeitig immer wieder behauptet sein Verein sei KEINE Lobbygruppe für Gastwirte, Veranstalter etc. ,dann wirkt das auf mich mehr als unglaubwürdig.
Soll er doch eine Interessengemeinschaft gründen, aber bitte nicht als "Ritter der armen, unterdrückten, unmündigen Bürger, sondern als das was es wohl wirklich ist: eine Lobbygruppe!
Die ganz konkreten Ziele wären dann auch mal interessant, denn im Moment scheint es irgendwie nur ums Polarisieren und Spalten zu gehen...
noch eine Lobbygruppe... warum? – 21.07.10
Da der Gründer dieser selbsternannten KulturRitter Manager des Jazzclubs Hannover ist, aber gleichzeitig immer wieder behauptet sein Verein sei KEINE Lobbygruppe für Gastwirte, Veranstalter etc. ,dann wirkt das auf mich mehr als unglaubwürdig.Soll er doch eine Interessengemeinschaft gründen, aber bitte nicht als "Ritter der armen, unterdrückten, unmündigen Bürger, sondern als das was es wirklich ist: eine Lobbygruppe!
XtraDry ? – 21.07.10
So, so, Sie als "Kultur Gourmet" sind also für exzessive Saufveranstaltungen mit lauter Musik und das am besten noch vor Arbeitstagen bis in die frühen Morgenstunden, wo die Leute die unausgeschlafen zur Arbeit gehen, noch von denen angepöbelt werden die gerade vollstramm vom feiern kommen.Das ist für sie also hohe Stadtkultur die niemand zu kritisieren hat.
Wie geistig arm muss man eigentlich sein um so etwas zu verbreiten.
xx yy – 21.07.10
Prinzipiell nähern wir uns zu folgendem:- Grundsätzlich ist alles verboten
- wer etwas machen will, der hat sich zuvor eine Genehmigung einzuholen.
Mich persönlich verstimmt es sehr, dass beim kl. Fest wohl zukünftig ganz auf ein Feuerwerk verzichtet werden soll, es wird einfach ein guter Abschluß des Abends fehlen.
Und das, weil ein paar wenige Anwohner für 10-15Minuten nicht auf ihre Abendruhe oder ein geöffnetes Fenster verzichten möchten.
Die Verhältnissmäßigkeit stimmt nicht. Als Anwohner einer Fernverkehrsstr. würde ich liebend gern den Strassenverkehr auf 10-15min. am Tag reduziert sehen. Aber wenn es mich nervt, schliesse ich die Fenster. Oder bekomme jetzt alle Anwohner von Hauptverkehrswegen auch eine Reduzierung der Lärmtage zugestanden? Nur 20 Tage im Jahr sind Autos mit Verbrennungsmotor erlaubt, ansonsten nur Elektrovehikel?
Es lebe die Toleranz!
@ Carsten(deus?) Rakete – 21.07.10
Viel Spaß beim Umzug nach Emden!@ Kulturbanause XtraDry – 21.07.10
Es ist mithin weder Ihre Aufgabe noch Ihre Kompetenz (auch die keines anderen), zu beurteilen und festzulegen, was "Kultur" ist und was nicht. Letztlich ist je nach Definition auch eine Sauferei mit Musik eine kulturelle Veranstaltung. Eine gesellschaftliche ist es in jedem Fall, Profit hin oder her...Tsts SJ – 21.07.10
Die Leute die in die Stadt ziehen und sich dann wegen dem Lärm beschweren ziehen auch des günstigen Preise wegen ans Ende einer Landebahn und verklagen dann den Flughafen.Das ist echtes Spießbürgertum a la Carte. Typisch Hannover
@ Kulturbanause der Commander – 21.07.10
Bei gutem Wetter hat der überwiegende Teil der Gastronomie Hannovers dann eher Umsatzeinbußen, da sich die Gäste auf dem Maschseefest befinden. Und nicht jeder hat dort einen Stand, bei den Mieten! Wer da wohl noch mitverdient? Fortsetzung folgt... der CommanderIST PROFITGIER ALLES? Kulturbanause – 21.07.10
Bei einigen Kommentatoren hier habe ich den Eindruck, dass sie eine Gastronomie betreiben. Sämtliche Veranstaltungen in Hannover haben mit Kultur nur noch wenig im Sinn. Meistens sind es nur noch Fress -und Sauffeste, bei denen zu laute Musik zu noch mehr Alkoholkonsum verlocken soll. Der einzige der hier Profitiert ist der Bierstandbetreiber. Sehn wir uns doch mal das Altstadtfest an. Nachdem die Stadt das Zepter an die Gastronomie abgegeben hat, ist es ebenso wie der Maschsee zum BALLERMANN verkommen. Prost!Schlimm... Carsten – 21.07.10
weil deprimierend, finde ich vor allem den Blick über den Tellerrand... soll heißen, in andere Städte.In kaum einer deutschen Großstadt werden kontroverse Themen so verbissen ausgefochten wie in Hannover. Anderswo ist offenbar ein Dialog unter ziviliserten Menschen möglich, hier nicht.
Wenn ich schon von Bremen lese, dass dort eine Open-Air-Veranstaltung 'aus Rücksicht auf die Anwohner' bis 1 Uhr begrenzt wird, während hier beim Maschseefest um zehn Feierabend ist, dann muss man doch an der angeblichen Weltoffenheit Hannovers zweifeln.
Ich war auch schon in Käffern wie Emden auf Freiluftveranstaltungen, die bis morgens um drei gingen. Mitten in der Stadt und ohne Anwohnerbeschwerden.
Schade dass Berlin nicht mit in der Aufstellung ist. Aus meiner Erfahrung die einzige Stadt, deren Einwohner in Sachen Verbohrtheit mit Hannover mithalten können. Aber da gibt es ja nun mittlerweile genug Zugereiste, die die Atmosphäre auflockern.
Btw: Copy & Paste liegt Herrn Neumann sehr, wie ich sehe. ;-)
Gute Sache kat – 21.07.10
Typische Polemisierung. Es geht nicht darum "Lärm" zu fördern, einen grundsätzlich sehr subjektiven Begriff, sondern um den Erhalt und die Durchführung von vielleicht geräuschintensiven Veranstaltungen, die aber das Stadtleben bereichern und von einer breiten Mehrheit gewollt sind.Leider bevorzugt unsere Rechtssprechung Minderheiten mit tw obskuren Ansprüchen. Das Problem wird auch eine Bürgerinitiative nicht regeln können. Aber ein richtiger Schritt und ein Zeichen gegen die "Sesselpuper-Denke" ist die Initiative allemal.
Mission der selbst ernannten Ritter? Arnulf Neumann – 21.07.10
'Mission' ist wohl die zutreffende Bezeichnung für jene 'Ritter pro Lärm'.-Solche selbst ernannten 'Missionare' interessieren sich nicht für geltendes Recht. Auch ist ihnen der Gedanke fremd, daß Lärm in bestimmten Dosen ähnlich wie beim Rauchen köperliche Schäden bei den Betroffenen hinterläßt. Sie dulden keinen Widerspruch, vor allem nicht von jenen, welche gerade in der Großstadt es nachts ganz gern etwas ruhiger haben.
Vorschlag: ich bin für das freiwillige Umsiedeln solcher Lärm- Missionare in großem Stil: z.B. nach Langenhagen, in die Nähe des Flughafens.
Kulturritter pro Laerm Auf Malle – 21.07.10
Armes Hannover.Was fuer eine Provinzposse im Sommerloch. In Hannover gibt es die erste Buergerinitiative fuer Stadtlaerm. Das wird Hannover noch lange haengenbleiben. Mal sehen, wann die ersten Satiriker davon Wind kriegen.
Was fuer ein Imageschaden!
cities and villages Frischmann – 21.07.10
Städtisches Leben unterscheidet sich vom dörflichen Leben durch eine geringe soziale Kontrolle, "Stadtluft macht frei", sagt man.Die Lärmgegner versuchen mit ihren Klagen, dörfliche Sitten in Hannover einzuführen. Es wäre einfacher, sie ziehen aufs Land (gibts in Niedersachsen ausreichend), dort ist es akzeptiert und gewünscht, den Nachbarn mit seinen Verhaltensvorstellungen und -forderungen auf den Keks zu gehen.
Feuerwerke ich – 21.07.10
mal ne Frage am Rande:Wie passen eigentlich Umweltzone und diese unzähligen Feuerwerke in Hannover zusammen? Lernt man nicht schon in der Schule, dass die so schlechte Luft machen?
@ ProFeuerwerk Der Commander – 21.07.10
Deshalb sollten das ja auch Spezialisten machen und keine kleinen Kinder! Tradition war auch das Rauchen in Gaststätten und die Lüttje Lage auf dem Schützenfest. Sei nicht sauer... der Commander@Der Commander ProFeuerwerk – 21.07.10
Und dann fliegt ganz unglücklich ein Flugzeug da lang und ein Pilot wird geblendet und stürzt ab.Sowas muss auch bedacht werden.
Wenn schon die kleinen Handlaser so gefährlich sind und kleine Kinder aus einer riesen Entfernung die Piloten mitten in die Augen treffen kann...dann kann das bei die großen auch mal zufällig passieren.
Feuerwerk ist nun mal schon eine Tradition in Hannover.
Feuerwerk Der Commander – 21.07.10
Eine Veranstaltung wird nicht unbedingt besser, wenn sie mit einem Knall beginnt oder endet. Die Vielzahl der Feuerwerke in den vergangenen Jahren halte ich für übertrieben und nicht mehr zeitgemäß, sind sie doch auch jedesmal mit einer starken Emission von gesundheitsschädlichen Stoffen verbunden, wo wir doch gerade dabei sind die Feinstäube in der Luft zu reduzieren. Wie wär's denn mal mit einer tollen Outdoor Lasershow als Alternative beim Maschseefest? Ist auch nicht so laut! Es gibt bestimmt ein paar Spezialisten die das hinbekommen würden. ...Euer Commandermalne frage am rande fragender – 21.07.10
mich würde mal interessieren wielangedie menschen dort leben, diesich beschweren und wie lange es dort die jeweilige veranstaltubg gibt!?ich bin mir fast sicher, dass es die veranstaltung länger gibt!!! ist doch meist so hinziehen und los meckern *kopfschüttel*
Änderung? Frank – 20.07.10
Huch, das ging ja schnell - nun steht da nur nochFür mehr Lärm in der Stadt
... aber das kann's auch noch nciht ganz sein, oder? :-)
Bürgerinitiative Frank – 20.07.10
Ähm, im Titel steht:Bürgerinitiative für mehr Lärm in der Stadt
... Bürgerinitiative für "mehr" Lärm?
Echt? ... was es nicht alles gibt in Hannover :-)
Gruß, Frank