Da ging es noch hoch hinaus: Ein Höhenfeuerwerk wie in den vergangenen Jahren wird es beim Kleinen Fest wohl nicht mehr geben.
Andere Gäste wünschten sich dagegen weiterhin ein Höhenfeuerwerk mit vielen Knalleffekten.
„Das war wunderschön und passte perfekt in den Barockgarten“, meinte etwa Marianne Müller aus dem Heideviertel zu dem am Sonntag gezündeten leiseren Feuerwerk. „Ich hätte gar nicht bemerkt, dass etwas verändert wurde, wenn ich nicht vorher davon in der Zeitung gelesen hätte“, sagte Andrea Hitzemann aus Stadthagen. Thomas Brase aus der List aber merkte den Unterschied deutlich: „Das war mit einem echten Höhenfeuerwerk nicht zu vergleichen“, befand der Familienvater, der mit Frau und drei Töchtern gekommen war. Die befragten Besucher machten deutlich, dass sie kein Verständnis für die Anlieger haben, die gegen das Feuerwerk mobil machen. Wie berichtet, hatten sich einige Anwohner über die Lautstärke beschwert und rechtliche Konsequenzen angedroht. Darum hatten sich die Beschwerdeführer mit Festorganisator Harald Böhlmann und der Stadt darauf geeinigt, in dieser Saison zwei leisere Feuerwerke einzuschieben. Böhlmann erklärte gestern, dass beim ersten lärmreduzierten Feuerwerk noch einige Raketen in die Luft gegangen seien, die die angepeilte akustische Grenze überschritten hätten. „Das war nicht beabsichtigt. Es ist passiert, weil wir ganz neue Elemente testen müssen, die nicht zu den gewohnten Höhenfeuerwerken gehören.“
Beim zweiten leiseren Feuerwerk am 25. Juli sollen die Knalleffekte weiter reduziert werden. Ob es 2011 überhaupt noch Feuerwerke beim Kleinen Fest geben wird, ließ Böhlmann offen. Fest steht: Laut Kompromissvereinbarung dürften nur an fünf von 15 Abenden des Kleinkunstspektakels lautstarke Raketen abgeschossen werden.
Juliane Kaune
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