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„Endgame-Demonstration“ bleibt friedlich

Kundgebung am ZOB „Endgame-Demonstration“ bleibt friedlich

Etwa 250 Teilnehmer haben am Sonnabend friedlich an der sogenannten Endgame-Demonstration am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) teilgenommen. Die Organisatoren hatten 800 Teilnehmer erwartet. Einziger Zwischenfall: Vor dem Umzug zum Emmichplatz beleidigte ein Redner Politiker aufs Derbste.

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Nur 120 statt der erwarteten 800 Teilnehmer: Die Demonstration gegen die angebliche Amerikanisierung Europas am ZOB.

Quelle: Christian Behrens

Hannover. „Endgame“ steht für „Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas“. Die Demonstranten gingen gegen die angebliche Amerikanisierung des Abendlandes und für einen Austritt aus der Nato auf die Straße. Ähnliche Demonstrationen gab es bereits in Halle und Erfurt. Sie zogen neben Friedensaktivisten auch Verschwörungstheoretiker, Rechtsradikale und Hooligans an.

Und so klang es auch am Sonnabend am weiträumig abgesperrten ZOB: Der Redner Christoph Hörstel, früher einmal Journalist für die ARD in Afghanistan, Pakistan und Kaschmir und heute eher in verschwörungstheoretischen Gruppen unterwegs, beleidigte Politiker aufs Derbste. Die Faschisten säßen im Kanzleramt in Berlin, sagte er auf der Bühne. Obama sei ein „gottloser Schurke“ fuhr er fort. Und den Bundespräsidenten Joachim Gauck bezeichnete er als „Gaukler“.

Zur Kundgebung Endgame gegen die angebliche Amerikanisierung Europas sind etwa 120 Demonstranten zum ZOB gekommen.

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800 Anhänger hatten die Organisatoren erwartet, zunächst kamen etwa 120 Teilnehmer. Laut Polizei wuchs die Zahl dann auf 250 an. Die Polizei registrierte während der gesamten Veranstaltung keine Zwischenfälle.

Kurz nach Beginn der Veranstaltung hatten sich auch 200 Gegendemonstranten aus dem linken Spektrum eingefunden. Die Polizei verhinderte ein Aufeinandertreffen beider Gruppen mit einer Absperrkette. Allerdings war die Gegendemonstration nicht angemeldet. Die Beamten forderten die Gegendemonstranten deshalb auf, einen Sprecher zu benennen. Später drängte die Polizei die Gegendemonstranten etwas zurück. Sie standen dann 100 Meter von der Bühne entfernt. Die Lage blieb ruhig.

Nach den Redebeiträgen setzte sich der Demonstrationszug von Endgame in Bewegung: Über die Berliner Allee, den Schiffgraben, den Emmichplatz und die Königstraße zurück zum ZOB. Dort angekommen, ergriffen noch weitere Redner das Wort. Erst sollte die Versammlung um 18 Uhr enden, dann hatte die Polizei eine Verlängerung bis 19 Uhr genehmigt.

In der Vergangenheit hatte in Hannover hauptsächlich der Pegida-Ableger Hagida demonstriert – gegen die angebliche Islamisierung Europas.

tm/sbü

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