Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
70 Kunsthandwerker zeigen Ateliers in Hannover

Europäische Tage des Kunsthandwerks 70 Kunsthandwerker zeigen Ateliers in Hannover

Handtaschen aus Gummistiefeln, bunt bedruckte Papierlampen, indigoblaue Tücher - an den europäischen Tagen des Kunsthandwerks öffnen auch in Hannover Ateliers und Werkstätten ihre Türen. 70 Kunsthandwerker geben an 40 Standorten Einblick in ihre Arbeit. Am Sonnabend und Sonntag haben die Werkstätten geöffnet.

Voriger Artikel
Die Misstände in Mühlenberg sind peinlich für die SPD
Nächster Artikel
Kammer verlässt das Ärztehaus nur temporär
Quelle: Kutter

Hannover. Wie die Grenzen zwischen Kunst und Handwerk verschwimmen, zeigen exemplarisch die Arbeiten von Martina Finkenstein. Die gelernte Damenschneiderin fertigt für Modenschauen extravagante Accessoires, etwa bunte Kindergummistiefel mit Henkel und eingenähtem Futter, die von den Models als Handtasche getragen werden. "Die Modenschau hatte das Thema Wasser und fand passenderweise in einem Schwimmbad statt", erzählt sie. Seit 29 Jahren ist Finkenstein selbstständig, ihre Werkstatt in der Lister Wörthstraße ist zugleich ihr Ausstellungsraum. Dort finden sich viele skulpturale Objekte, die bei näherem Hinsehen aus profanen Teilen bestehen. Eine rote Tasche war ursprünglich eine Spülbeckeneinlage, der Henkel ein ehemaliger Gartenschlauch. Eine andere Tasche sieht aus wie bemalt, doch die Pop-Art Motive stammen alle aus zerschnittenen Plastiktüten. "Der Alltag inspiriert mich", sagt Finkenstein.

70 Kunsthandwerker geben an 40 Standorten in Hannover Einblick in ihre Arbeit. 

Zur Bildergalerie

Auch Orike Muth lässt sich in ihrer Kreativität nicht einengen. "Ich bedrucke alles, was ich unter mein Sieb bekomme", sagt die Textildesignerin. Holz, Papier, Leder, Leinwände und Stoffe verziert sie mit Mustern und Motiven aus dem asiatischen Kulturkreis. Einen "Klassiker" nennt die 53-Jährige ihre bunten, gepolsterten Topflappen. Wie ein Handschuh lässt sich der Lappen überstreifen, nur ohne Ausstülpungen für die Finger. So sehen die angezogenen Topflappen ein bisschen aus wie sprechende Handpuppen.

In Muths Atelier in der Lindener Weberstraße zeigt an diesem Wochenende auch Petra Hassan ihre Arbeiten. Sie hat sich auf Indigofärberei spezialisiert. Sie färbt Kissenbezüge und Tücher sowie Stoffbahnen aller Art. Gern verwendet Hassan die Shibori-Technik aus Japan. Dabei werden Teile des Stoffes vor dem Färben abgebunden. Die eingeknoteten Flächen bleiben hell. "Das sieht aus wie Batik, ist es aber nicht", sagt Hassan. Vorbild für die himmelblauen Stoffe sind unter anderem Turbane und Kleidungsstil der Tuareg.

Auch am Sonntag öffnen die Ateliers. Eine Übersicht gibt es auf der Internetseite www.kunsthandwerkunddesign-hannover.de.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Unfall mit drei Lkw auf der A2 bei Bothfeld

Auf der A2 ist es in Nähe der Anschlussstelle Bothfeld zu einem Unfall mit drei beteiligten Lkw gekommen.