Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Das müssen Sie zum Newroz-Fest in Hannover wissen
Hannover Aus der Stadt Das müssen Sie zum Newroz-Fest in Hannover wissen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:28 17.03.2018
Kurden demonstrieren in Hannover. Quelle: HAZ

Bis zu 20.000 Kurden wollen am Sonnabend in Hannover demonstrieren. Anlass ist das Neujahrsfest Newroz. Mit einem Großaufgebot will die Polizei mögliche Ausschreitungen bei der verhindern.

Wo wird demonstriert?

Anders als zunächst geplant wird es nur eine zentrale Kundgebung am Opernplatz geben. Das Straßenfest auf der Expo-Plaza wurde abgesagt. Auch die Kundgebung am Waterloo-Platz findet nicht statt. Angemeldet und genehmigt ist das Fest in der Innenstadt bis 18 Uhr. Die Veranstaltung beginnt um 12.30 Uhr.

Vorher starten um 11 Uhr zwei Demonstrationszüge in Richtung Oper. Ein Marsch beginnt am Küchengarten und führt über die Königsworther sowie Celler Straße, Goseriede und Georgstraße zum Opernplatz. Der zweite Tross geht am Schützenplatz los und erreicht die Oper über Lavesallee, Friedrichswall, Aegi und Georgstraße. Die Demonstranten treffen sich ab 9.30 Uhr an den beiden Startpunkten.

Gibt es besondere Auflagen für die Demonstranten?

Ja. Es ist etwa verboten, Symbole, Flaggen und Zeichen der PKK zu zeigen. Andere Fahnen sind nur dann erlaubt, wenn sie nicht in Verbindung mit bestimmten Parolen präsentiert werden, wie Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer bestätigte. Die genauen Auflagen müssten die Versammlungsleiter am Morgen vor der Demonstration öffentlich machen und für deren Einhaltung sorgen.

Wer ist bei dem Fest dabei? 

Neben Vetretern der Linken und des kurdischen Dachverbands NAV-DEM  wird auch der ehemalige hannoversche Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg am Opernplatz eine Rede halten. „Dann spreche ich nicht nur als Ex-OB und Bürger dieser Stadt, sondern auch als Sprecher des Beirats der kurdischen Gemeinde in Deutschland“, sagte Schmalstieg, der sich seit Jahren für Kurden in der Türkei, dem Irak und Syrien einsetzt.

Unklar ist noch, ob Musiker Konstantin Wecker und Komiker Dieter Hallervorden am Opernplatz auftreten werden, beide setzen sich für die Initiative „Kultuschaffende für den Frieden“ ein. „In jedem Fall sind sie per Übertragung zu hören“, sagte Dehm. Wecker versuche noch, ein Konzert um eine Stunde zu verschieben, Hallervorden habe einen Arzttermin bei einem Herzspezialisten.

Ist der Verkehr beeinträchtigt? 

Entlang der Strecke wird es am Sonnabend zu Straßensperrungen kommen. Die Polizei warnte am Vormittag vor erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt.

Die Üstra teilte am Vormittag mit, dass die Busse der Linien 100 und 200 den Bereich Kröpcke nicht anfahren können. Die Haltestellen "Kröpcke" und "Kröpcke/Theaterstraße" entfallen daher.

Durch die Demo-Routen beeinträchtigt sind außerdem die Regiobus-Linien 300, 500 und 700. „Darauf reagieren wir flexibel“, sagte Regiobus-Sprecher Tolga Otkun. Sollte eine Busstrecke blockiert sein, werden die Busse der Linie 300 und 500 an der Haltestelle Wallensteinstraße halten, wo die Fahrgäste in die Stadtbahn umsteigen können. Die Linie 700 hält in diesem Fall an der Haltestelle Ahlem. Zu welchen Zeiten diese Änderungen nötig werden, wird spontan am Sonnabend entschieden.

Was macht die Polizei?

Nach Angaben der Polizeigewerkschaften kommt auf die Beamten beim Newroz-Fest in Hannover ein „schwerer und kritischer Einsatz“ zu. Tausende Beamte werden auf der Großkundgebung eine starke Präsenz zeigen. Mit einem Großaufgebot will die Polizei mögliche Ausschreitungen bei der Kurden-Demonstration an diesem Samstag in Hannover verhindern. Für die Polizei gehe es darum, kurdische Versammlungsteilnehmer möglichst von türkisch-national denkenden Personen zu trennen, sagte Polizeipräsident Volker Kluwe am Freitag in Hannover

Sollte die Demonstration nicht verboten werden? 

Die Polizei als Versammlungsbehörde der Stadt hatte die Kundgebungen untersagt, weil sie darin eine „direkte Unterstützung der kurdischen Arbeiterpartei PKK“ sah. Das Verwaltungsgericht Hannover sah das anders und kippte das Verbot der geplanten Veranstaltungen am Mittwoch. Ein vollständiges Verbot sei „angesichts der hohen Bedeutung der Versammlungsfreiheit für die freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung unverhältnismäßig“.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wegen Glätte hat die Polizei die Hochstraße am Raschplatz in Hannover am Freitagabend gesperrt.

16.03.2018

Nach Angaben der Polizeigewerkschaften kommt auf die Beamten beim Newroz-Fest in Hannover ein „schwerer und kritischer Einsatz“ zu. Tausende Beamte werden auf der Großkundgebung eine starke Präsenz zeigen. Die City-Gemeinschaft fürchtet, dass wenige zum Shopping in die Innenstadt kommen.

19.03.2018

36 Jahre lang hat Wilhelm Sandmann das Unternehmen Madsack geprägt: Als Chef – und als Mensch. Dabei war er stets ein Mann der leisen Töne. Eine Würdigung.

19.03.2018