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Aus der Stadt Prominente wollen Kurdenfest in Hannover retten
Hannover Aus der Stadt Prominente wollen Kurdenfest in Hannover retten
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17:11 11.03.2018
Liedermacher Konstantin Wecker hat gemeinsam mit dem Schauspieler Dieter Hallervorden und einer Reihe von Politikern der Partei die Linke eine Kundgebung für die Kurden am 17. 3. in Hannover angemeldet. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

 In ihren Bemühungen, in gut einer Woche doch noch den zentralen Feiertag für das Newroz-Fest in Hannover abhalten zu können, bekommen die Kurden jetzt prominente Unterstützung. Der Schauspieler Dieter Hallervorden und der Liedermacher Konstantin Wecker haben gemeinsam mit zahlreichen Abgeordneten der Partei Die Linke für den 17. März eine Kundgebung für die Kurden in Hannover angezeigt. Diether Dehm, der Songschreiber und derzeitige Bundestagsabgeordneter für die Linke, hatte die Gruppe kurzfristig zusammengebracht.

Noch ist unklar, ob Wecker und Hallervorden am 17. März auch nach Hannover reisen werden. „Die Aktion ist am Donnerstag sehr spontan ins Leben gerufen worden, wir arbeiten derzeit noch daran“, teilte ein Mitarbeiter von Dieter Dehm mit. Dehm hatte bereits unmittelbar nach der Absage des traditionellen Neujahrsfestes der Kurden, zu dem auch in diesem Jahr 15 000 Teilnehmer erwartet wurden, einen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil und Innenminister Boris Pistorius (beide SPD) verfasst. In dem Schreiben wies er darauf hin, dass er vor zwei Jahren selbst am Newroz-Fest in Hannover teilgenommen habe. „Die Polizei und der Veranstalter kooperierten dankenswerterweise weitgehend deeskalierend“, schreibt Dehm. In einem freien Land müsse ein Newroz-Fest der Kurden frei stattfinden können, so der Abgeordnete weiter.

Ursprünglich hatte der kurdische Dachverband in Deutschland, der Verein NAV-DEM, der bereits vor zwei Jahren als Anmelder in Hannover fungierte, die Feier auf dem Schützenplatz und zwei Demonstrationen angemeldet. Die Polizeidirektion Hannover hatte dem Verein signalisiert, die Veranstaltung verbieten zu wollen. Der Verein NAV-DEM sei vollständig von der PKK gesteuert und kontrolliert, hieß es als Begründung. Die PKK ist in Deutschland verboten. Die Polizei sieht in den Feierlichkeiten zum kurdischen Neujahrsfest einen Verstoß gegen das Vereinsrecht.

Der Verein hatte daraufhin die Feierlichkeiten zunächst abgesagt. In einer Erklärung am Donnerstag gaben sich die Mitglieder von NAV-DEM wieder kämpferisch: „Wir werden in jedem Fall Newroz auf den Straßen feiern. Weder in Deutschland noch an einem anderen Ort der Welt lassen wir uns das Newroz-Fest verbieten“, teilte Vereinssprecherin Ayten Kaplan mit.

Von Tobias Morchner

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