Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Von der Robotik-AG zum Abiturkurs Informatik

Kurt-Schwitters-Gymnasium in Misburg Von der Robotik-AG zum Abiturkurs Informatik

Was jetzt mit einer Robotik-Arbeitsgemeinschaft für zunächst 21 Schüler startet, könnte in zwei Jahren in ein reguläres Ganztagsangebot und dann auch in einen Oberstufenkurs Informatik münden.

Voriger Artikel
Wohin am Wochenende in Hannover?
Nächster Artikel
Nachtverkehr der S-Bahn wird ausgeweitet

Der Roboter macht, was man ihm sagt: Robert und Monique freut’s.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Das Kurt-Schwitters-Gymnasium in Misburg hat von der Stiftung Niedersachsen Metall am Donnerstag für 3500 Euro eine Lego-Mindstorm-Robotik-Grundausstattung bekommen. Zudem gehört die Schule jetzt zum Roboter-Labor. Diesem Netzwerk gehören landesweit rund 20 Schulen an, in der Region auch die Goetheschule, das Gymnasium Langenhagen und das Georg-Büchner-Gymnasium in Seelze.

„In der Robotik-AG lernen die Kinder vertieft und eigenständig“, sagt Schulleiterin Kathrin Becker. Im Sommer 2018 soll die Ganztagsschule an den Start gehen. Dann ist auch die große Mensa fertig. „Für viele berufstätige Eltern ist es eine große Erleichterung zu wissen, dass ihr Kind auch im Nachmittagsbereich sinnvoll betreut ist.“ Das Gymnasium, das bislang nach seinem Namensgeber einen besonderen Schwerpunkt im künstlerisch-kreativen Bereich hat, setzt nach Auskunft von Informatiklehrer Dirk Stellfeldt jetzt auch verstärkt auf Technik und Naturwissenschaften. „In der AG werden Theorie und Praxis in der Informatik erfahrbar, die Schüler haben sichtlich Spaß am Unterricht.“ Vor zwei Jahren ist der Pädagoge, damals noch an der Goetheschule tätig, schon von der Stiftung NiedersachsenMetall als besonders engagierter Naturwissenschaftslehrer ausgezeichnet worden. Sein Faible für Technik hat er nun an seinen neuen Arbeitsplatz mitgenommen.

Den 13-jährigen Leo muss Stellfeldt nicht mehr überzeugen. Der Sechsklässler programmiert auch zu Hause gern, hat einen eigenen Youtube-Kanal, auf dem er zeigt, wie man einen Computer schneller machen kann oder wie ein Kühlschrank-Kompressor funktioniert. „Ich mag auch Elektromotoren und andere technische Dinge“, sagt Leo. Die elfjährige Monique, die früher nach eigenem Bekunden auch schon gerne Sachen aus Playmobil zusammengebaut hat, findet es „echt spannend, wenn der Lego-Roboter das tut, was wir ihm sagen.“ Mitschüler Robert nickt zustimmend.

Für Elke Peters von der Stiftung NiedersachsenMetall, die das Roboter-Labor-Netzwerk betreut, ist das nicht einfach ein bisschen Spielerei von Kindern, sondern ganz konkrete Nachwuchswerbung für den Arbeitsmarkt. „Uns fehlen 40 000 Ingenieure, wir brauchen dringend Schüler, die sich für naturwissenschaftliche und technische Berufe interessieren.“ Alljährlich richtet das Netzwerk auch den Robo-Cup-Junior aus, bei dem Schüler ihre selbst gebauten Roboter gegeneinander antreten lassen. Die Qualifikationsrunde in Hannover ist im kommenden Februar. Da gibt es Roboter, die sich zur Musik bewegen, einen Parcours bewältigen oder Opfer retten müssen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

So sah der Wintermorgen in Hannover aus

Der Maschsee vereist, Bäume und Sträucher wie mit Zuckerguss überzogen - bei frostigen Temperaturen wurden Frühaufsteher heute Morgen mit einer malerischen Winterlandschaft belohnt.