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Aus der Stadt Von der Robotik-AG zum Abiturkurs Informatik
Hannover Aus der Stadt Von der Robotik-AG zum Abiturkurs Informatik
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00:15 28.11.2016
Von Saskia Döhner
Der Roboter macht, was man ihm sagt: Robert und Monique freut’s. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Das Kurt-Schwitters-Gymnasium in Misburg hat von der Stiftung Niedersachsen Metall am Donnerstag für 3500 Euro eine Lego-Mindstorm-Robotik-Grundausstattung bekommen. Zudem gehört die Schule jetzt zum Roboter-Labor. Diesem Netzwerk gehören landesweit rund 20 Schulen an, in der Region auch die Goetheschule, das Gymnasium Langenhagen und das Georg-Büchner-Gymnasium in Seelze.

„In der Robotik-AG lernen die Kinder vertieft und eigenständig“, sagt Schulleiterin Kathrin Becker. Im Sommer 2018 soll die Ganztagsschule an den Start gehen. Dann ist auch die große Mensa fertig. „Für viele berufstätige Eltern ist es eine große Erleichterung zu wissen, dass ihr Kind auch im Nachmittagsbereich sinnvoll betreut ist.“ Das Gymnasium, das bislang nach seinem Namensgeber einen besonderen Schwerpunkt im künstlerisch-kreativen Bereich hat, setzt nach Auskunft von Informatiklehrer Dirk Stellfeldt jetzt auch verstärkt auf Technik und Naturwissenschaften. „In der AG werden Theorie und Praxis in der Informatik erfahrbar, die Schüler haben sichtlich Spaß am Unterricht.“ Vor zwei Jahren ist der Pädagoge, damals noch an der Goetheschule tätig, schon von der Stiftung NiedersachsenMetall als besonders engagierter Naturwissenschaftslehrer ausgezeichnet worden. Sein Faible für Technik hat er nun an seinen neuen Arbeitsplatz mitgenommen.

Den 13-jährigen Leo muss Stellfeldt nicht mehr überzeugen. Der Sechsklässler programmiert auch zu Hause gern, hat einen eigenen Youtube-Kanal, auf dem er zeigt, wie man einen Computer schneller machen kann oder wie ein Kühlschrank-Kompressor funktioniert. „Ich mag auch Elektromotoren und andere technische Dinge“, sagt Leo. Die elfjährige Monique, die früher nach eigenem Bekunden auch schon gerne Sachen aus Playmobil zusammengebaut hat, findet es „echt spannend, wenn der Lego-Roboter das tut, was wir ihm sagen.“ Mitschüler Robert nickt zustimmend.

Für Elke Peters von der Stiftung NiedersachsenMetall, die das Roboter-Labor-Netzwerk betreut, ist das nicht einfach ein bisschen Spielerei von Kindern, sondern ganz konkrete Nachwuchswerbung für den Arbeitsmarkt. „Uns fehlen 40 000 Ingenieure, wir brauchen dringend Schüler, die sich für naturwissenschaftliche und technische Berufe interessieren.“ Alljährlich richtet das Netzwerk auch den Robo-Cup-Junior aus, bei dem Schüler ihre selbst gebauten Roboter gegeneinander antreten lassen. Die Qualifikationsrunde in Hannover ist im kommenden Februar. Da gibt es Roboter, die sich zur Musik bewegen, einen Parcours bewältigen oder Opfer retten müssen.

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