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Hannover Aus der Stadt Übersicht

Stundenlanges Chaos

Kurzschlüsse legen Hauptbahnhof Hannover lahm

Zum zweiten Mal binnen sechs Monaten war der Hauptbahnhof Hannover am Mittwoch zeitweilig für Züge nicht passierbar. Das führte zu einem Chaos im Schienenverkehr rings um die Landeshauptstadt. Tausende Reisende strandeten auf Vorortbahnhöfen, mussten Verspätungen und lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

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Viele Fahrgäste haben sich über die mangelnden Auskünfte der Bahn beschwert – zumindest im Hauptbahnhof war mehr Bahnpersonal im Einsatz.

Viele Fahrgäste haben sich über die mangelnden Auskünfte der Bahn beschwert – zumindest im Hauptbahnhof war mehr Bahnpersonal im Einsatz.

© Rainer Surrey

Hatte im Dezember ein Stellwerksausfall den Verkehr lahmgelegt, waren es gestern Kurzschlüsse in der Stromversorgung der Oberleitungen.

Nach Angaben der Bahn trat der erste Kurzschluss gegen 6.30 Uhr auf und blockierte Gleis 9. „Weil zwei weitere folgten, schalteten die Techniker um 7.10 Uhr das gesamte Netz vorsorglich für 80 Minuten ab“, teilte ein Bahnsprecher mit. Die Ursache blieb vorerst unklar. Nach Informationen der HAZ soll ein kaputter Stromabnehmer einer Bahn den ersten Kurzschluss verursacht haben.

In der Folgezeit leitete die Bahn 30 Fernzüge um den Hauptbahnhof herum; als Ersatzhaltestelle für sie diente der Messebahnhof Laatzen. Betroffen waren auch 50 S-Bahnen und Regionalzüge, die entweder ausfielen oder an Vorort- und Umlandstationen wie Wunstorf und Lehrte halten mussten. Reisende waren gezwungen, bis zu zwei Stunden auszuharren. Von 8.30 Uhr an wurde die Stromversorgung nach und nach wieder aufgebaut. Als Erstes konnten die S-Bahnen, die allein täglich mehr als 70.000 Fahrgäste transportieren, auf den Gleisen 1 und 2 wieder fahren, später auch Regional- und Fernzüge. Das letzte Gleis war erst gegen 12.45 Uhr wieder passierbar. Verspätungen im Zugverkehr als Folge der Blockade schleppte die Bahn bis zum Nachmittag mit sich herum.

Reisende ärgerten sich zum wiederholten Mal darüber, dass die Bahn defensiv informierte. Zwar hatte sie ihr Personal im Hauptbahnhof verstärkt, aber beispielsweise keine Mitarbeiter nach Laatzen geschickt. Um das Maß voll zu machen, fiel vormittags auch noch die automatische Ansage aus, mit der nicht nur die Lautsprecherdurchsagen im Hauptbahnhof, sondern auch diejenigen auf allen Umlandbahnhöfen gesteuert werden. „Das lag nicht am Stromausfall, sondern an einem parallel auftretenden Computerfehler“, erklärte der Bahnsprecher. Immerhin: Nach Auskunft der Bahn greifen die Fahrgastrechte, die bei Verspätungen Rückerstattungen von Teilen des Fahrpreises garantieren. Nähere Auskünfte und die nötigen Formulare gibt es an den Informationsschaltern in Bahnhöfen und unter der Adresse www.fahrgastrechte.info im Internet.

Probleme auch bei der Üstra: Eine Geduldsprobe mussten gestern nicht nur Bahnreisende über sich ergehen lassen, sondern zeitweilig auch Fahrgäste der Stadtbahnen. Gegen 11.18 Uhr stellte die automatische Zugsicherunganlage sämtliche Signale zwischen den Haltestellen Döhrener Turm und Aegi für die Linien 1, 2 und 8 auf Rot. „Als Folge mussten die Fahrer eine halbe Stunde lang im Schritttempo auf Sicht fahren“, erklärt Unternehmenssprecher Udo Iwannek. Dadurch sei es zu Verzögerungen auch auf anderen Strecken gekommen. Die Ursache für die Störung habe man noch nicht klären können. Vermutet werde, dass ein Defekt an einem Fahrzeug die Signale umspringen ließ. Zusätzliche Verwirrung stifteten die elektronischen Tafeln für die Fahrgastinformation in allen Üstra-Stationen. Sie zeigten für einen längeren Zeitraum erhebliche Verspätungen von bis zu einer Stunde an – was allerdings nicht der Realität entsprach. „Die Ursache dafür war ein Computerfehler“, sagte Iwannek

[Bernd Haase]

  • Endlich.... Dieter – 03.06.10
    Endlich weiß ich, warum Merklin pleite ging - da hat es schon vorher mehrere Kurzschlüße gegeben. Wer will schon mit Dingen spielen, die in der Realität nur noch vorhanden sind, weil es
    1. keine besser funktionierende Alternative dazu gibt.
    2. Weil immer mehr Menschen kein Einkommen mehr haben und auf dieses Verkehrsmittel (manchmal leider auch per Schwarzfahrt) angewiesen sind...

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  • @techno Hartmut Mehdorn – 03.06.10
    Bei den Chinesen nicht, viel schlimmer: das Geraffel stammt vermutlich von Siemens. Und dann ist es kein Wunder, dass es nicht funktioniert.

    Jedenfalls ist die Deutsche Bahn mal wieder ihrem Ruf der Unfähigkeit in jeder Hinsicht gerecht geworden. Hat eigentlich mal jemand den volkswirtschaftlichen Schaden berechnet, der durch die ewigen Verspätungen, pardon: "Verzögerungen im Betriebsablauf", und Zugausfälle entsteht? Für Staus gibt es sowas doch auch als Berechnung.

    Unsicher, unfreundlich, unpünktlich: das ist die Deutsche Bahn. Und ob sich da je was dran ändert, na, allzu große Beträge tät ich da nicht drauf verwetten.
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  • Ursachen? Icke – 03.06.10
    o 3 Kurzschlüsse - pünktlich zum Berufsverkehr?</br>
    o Kompletter Ausfall des Hannover Hbf - wie im Dezember (was war damals eigentlich die Ursache?)</br>
    o Ausfall der Lautsprecherdurchsagen auf allen Bahnhöfen - also auch in den Vororten - wie Laatzen!?</br>
    o Linie 1, 2 und 8 - Signale auf Dauerrot (auf dieser Linie wurden die Fahrgäste umgeleitet)</br>
    o Üstra Anzeige-Tafeln zeigen fälschlich Verspätungen an</br></br>
    <b>Ich bin eigentlich kein Leichtgläubigermensch, und um das alles für einen dummen Zufall zu halten, müßte man leichtgläubig sein... denn soviel Pech kann auch die Bahn und ÜSTRA nicht an einem Tag haben... Um es beim Namen zu nennen: für mich sieht das nach Sabotage aus... </b>
    Ich hoffe, das uns die Ursachen für die Ausfälle und Störungen bald genau erklärt werden...
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  • Wo sollte..... Öffifahrer – 03.06.10
    ....man sonst sparen, wenn nicht am fálschen Ende? *g* Natürlich nur bei den lästigen Kostenverursachern! Personal wird nich gebraucht, wir haben doch Technik die entgeistert ;) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Verspätung Gizmoz – 03.06.10
    Vielen Dank für den Beitrag. Ihr Artikel von gestern 11.08 Uhr lies alles andere vermuten, als ein stundenlanges Chaos und brachte mir einen Rüffel wegen zu spät kommen ein, nach dem Motto, aber die HAZ hat doch geschrieben ... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • technik die begeistert Jan – 03.06.10
    Ja denke auch das techno gar nicht so unrecht hat.
    Man muss aber auch sagen das beide Unternehmen "sparen" wollen/müssen und ich mir vorstellen kann das man da am falschen ENDE spart.
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  • Feuchtigkeit Onkel Bert – 03.06.10
    Vor vielen Jahren war mal in der List der Strom ausgefallen, weil ein Umspannwerk einen Kurzschluss hatte. Da lag auch jede Menge Feuchtigkeit in der Luft. An der Theorie von techno ist sicherlich was dran. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Sprühregen techno – 03.06.10
    Wir hatten ja vor kurzem Sprühregen und Feuchtigkeit kann die Sensorik ganz hübsch irritieren. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Bahn und Üstra zur gleichen Zeit betroffen sind. Vermutlich ist die Technik nicht wasserdicht. Deutsche Technik war schon mal besser oder wurde etwa bei den Chinesen eingekauft? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Sander Komorane – 03.06.10
    Wenn schon jetzt alle auf unseren Minister Sander gehört hätten, wäre das alles nicht passiert. Er hätte die Komorane längst abgeschossen und die Züge würden rollen für unseren freien Markt Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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