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LKA nimmt fahrendes Labor in Betrieb

Polizei LKA nimmt fahrendes Labor in Betrieb

Der Fuhrpark des Landeskriminalamts (LKA) Niedersachsen ist am Mittwoch um ein einzigartiges Fahrzeug erweitert worden. LKA-Chef Uwe Kolmey nahm von Innenminister Boris Pistorius (SPD) ein mobiles Labor für die Kriminaltechniker der Behörde in Empfang.

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„Dieses Fahrzeug ist ein echter Gewinn“: Die Chemisch-Technische Assistentin Claudia Holsten zeigt den Innenraum des mobilen Labors. Foto: Dröse

Quelle: Rainer_Droese

Hannover. „Dieses Fahrzeug ist ein echter Gewinn für die Arbeit der niedersächsischen Sicherheitsbehörden“, sagte Pistorius bei der Vorstellung des Wagens.

Rund 41 000 Proben und Spuren von Tatorten analysieren die Kriminaltechniker der Behörde durchschnittlich pro Jahr in ihren Labors in Hannover. An Bord des neuen Fahrzeugs können künftig direkt an einem Tatort Faserspuren oder Blutspritzmuster analysiert, Betäubungsmittel, Sprengstoffe und andere Gefahrstoffe untersucht werden. „Je schneller die ersten Ergebnisse vorliegen, um so besser ist das für die Ermittlungen in einem Fall“, sagt der LKA-Chemiker Christian Vidal. Die zeitintensive und aufwendige Verpackung von Proben und der Transport ins Labor nach Hannover fallen künftig weg.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat das bundesweit einzige mobile Labor in Betrieb genommen. In diesem können künftig direkt am Tatort Faserspuren oder Blutspritzmuster analysiert werden.

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Das bundesweit einmalige Fahrzeug hätte beispielsweise beim Fund eines Briefumschlags mit weißem Pulver am 10. April vor dem türkischen Generalkonsulat in der Nordstadt eingesetzt werden können oder als vor etwa einem Monat mehrere schwarz eingewickelte Pakete mit ungeklärtem Inhalt am Strand von Borkum angeschwemmt worden waren. „Das Fahrzeug kann jederzeit über unser Lagezentrum angefordert werden“, sagt Behördenleiter Kolmey.

Fünf Monate haben Tüftler der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen nach Vorgaben der Kriminaltechniker am Umbau des Mercedes Sprinter gearbeitet. 150 000 Euro hat es gekostet, das Fahrzeug nach den Vorstellungen der LKA-Wissenschaftler umzugestalten. Anschließend stattete die Behörde den Sprinter mit bereits vorhandener Technik wie Mikroskopen, einem Gerät zur Analyse von Bio-Gefahrstoffen und Akkus aus, mit denen das Labor drei Stunden lang autark betrieben werden kann, aus. Jetzt wartet das fahrende Labor in Hannover auf seinen ersten Einsatz.

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