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Wasserschaden: L’Osteria schließt für Monate

Thielenplatz Wasserschaden: L’Osteria schließt für Monate

Für vier Monate muss das italienische Restaurant L'Osteria am Thielenplatz schließen. Damit ist das Lokal nicht nur die Gastronomie mit der wohl größten Pizza der Stadt - sondern auch die mit dem schlimmsten Wasserschaden: Das gesamte Untergeschoss muss nach einem Starkregen totalsaniert werden.

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Kühlräume, Gästetoiletten, Personalräume: Alles muss raus, um die Flächen unter dem Fußboden trocknen zu können.

Quelle: Archiv

Hannover. Mitte nächster Woche, am 4. Oktober, ist erstmal Feierabend – für vier Monate. So lange muss die Pizza- und Pastagaststätte L´Osteria am Thielenplatz schließen. Schuld ist der Starkregen von Ende Juni: Die Verschlussklappen zu den Regenwasserkanälen unter der Straße hatten dem Druck nicht standgehalten, das Wasser ergoss sich ins Kellergeschoss mit Kühlanlagen, Toiletten und Personalräumen. Alles muss ausgeräumt und saniert werden.

Die L´Osteria gilt als Restaurant mit den größten Pizzen der Stadt – und jetzt auch dem größten Wasserschaden. „Das schlimme ist, dass wir so etwas jetzt zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten hatten“, sagt Betreiber Jan Hausen. 2016 war ein Wasserrohr im darüberliegenden Hotel geborsten, das Restaurant musste kurzzeitig schließen. Diesmal kam das Wasser nicht von oben, sondern von der Seite.

Nach einer aufwendigen Sanierung hatte die L'Osteria am Thielenplatz im August 2016 wieder geöffnet. Grund der Bauarbeiten war ein Wasserschaden.

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Während des laufenden Betriebs sei die Sanierung nicht zu bewältigen, sagt Hausen. „Wir bereiten unsere Speisen zu 95 Prozent aus frischen Zutaten zu, wir können nicht wie irgendeine Burgerbräterei auf die Kühlanlagen verzichten und einen Kühlschrank in den Hof stellen.“ Alles müsse raus, damit der Estrich und die darunterliegenden Schichten aufgebrochen und das Wasser getrocknet werden könne.

Nach der Filiale am Thielenplatz eröffnete L’Osteria-Gründer Friedemann Findeis noch eine Fliale an der Vahrenwalder Straße. Er freute sich über eine gelungene Eröffnungsparty mit 850 Gästen – darunter Sänger Marc Terenzi und der ehemalige 96-Trainer Mirko Slomka.

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40 Mitarbeiter sind festangestellt, sie bekommen auch während der Schließung weiter ihr Geld. Hansen will Fortbildungen anbieten, zum Teil werden sie in anderen Restaurants der Kette eingesetzt, Urlaub muss abgebummelt werden. „Das ist für alle Betroffenen nicht schön, aber es kostet auch richtig Geld – die Versicherung zahlt nicht alles“, sagt Hansen. Dabei hätten Untersuchungen ergeben, dass die Dichtschichten im Tiefgeschoss in Ordnung waren und auch die Klappen normalerweise funktioniert hätten – es war einfach zuviel Wasserdruck.

Kühlräume, Gästetoiletten, Personalräume: Alles muss raus, um die Flächen unter dem Fußboden trocknen zu können. Betreiber Jan Hausen und Architektin Isabell Fiedler im Untergeschoss.

Quelle: Schaarschmidt

Derzeit wird überlegt, am zweiten L´Osteria-Standort neben dem Vahrenwalder Wasserturm ein Zelt aufzubauen, um dort Gästen weitere Sitzplätze anzubieten. Personal zum Bedienen gibt es von Oktober bis Januar ja genug.

Nur essen reicht nicht mehr: Viele Restaurantbesucher fotografieren ihr Essen und posten die Bilder im Internet. Eine Bildergalerie mit leckeren Speisen.

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Den finanziellen Schaden Schätzen Hansen und seine Architektin Isabell Fiedler auf rund 900 000 Euro. „Nach der Wiedereröffnung dauert es aber meist Monate, bis die Besucherzahlen wieder normal sind“, sagt Hansen. Immerhin: Bei der Gelegenheit soll die 2012 eröffnete L´Osteria-Filiale auch gleich modernisiert werden. L´Osteria ist eine Franchise-Kette der Gründer Friedemann Findeis und Klaus Rader, in Europa gibt es 81 Restaurants.

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