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Das war die ganz große Oper!

"La Bohème" im Maschpark Das war die ganz große Oper!

Drei Sommerabende - drei Opernabende: Mit der Aufführung von Puccinis „La Bohème“ hatte am Samstag die Klassik-Open-Air-Reihe des NDR ihren fulminanten Höhepunkt. Tausende Hannoveraner lauschten der Oper im Maschpark.

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"La Bohéme" im Maschpark - die italienische Oper vor traumhafter Kulisse.

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Das Ende ist traurig, aber der Jubel danach ist groß: Kaum hat Mimì ihren letzten Atemzug auf der imposanten Freiluftbühne hinter dem Neuen Rathaus getan, hält es das Publikum auch schon nicht mehr auf den Sitzen. Tausende Zuhörer auf den offiziellen Plätzen und den umliegenden Wiesen im Maschpark feiern eine brillante Aufführung von Giacomo Puccinis Oper „La Bohéme“. Nicht nur das Wetter hat dabei alle Anforderungen an einen perfekten Open-Air-Opernabend erfüllt – auch Sänger und Orchester liefen zu Hochform auf.

Drei Konzerte an drei Abend: Mit einem fulminanten Konzert begeisterte die Oper „La Bohème“ im Maschpark.

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Der NDR hat derzeit weltweit hochgehandelte Solisten nach Hannover geholt, die noch nicht alle den ganz großen Namen haben, aber Kenner des internationalen Operngeschäfts bereits zuverlässig in Verzückung versetzen. Michael Fabiano etwa ist ein Tenor, dem die haarsträubenden Schwierigkeiten in der Partie des Rodolfo offenkundig nur wenig Mühe bereiten: Sein kraftvoll metallischer Tenor ist wie gemacht für die großen Gänsehaut-Momente dieses großen Opernabends. Wunderbar kontrastreich passt dazu Carmen Giannattasios weicher, leuchtender Sopran, der ihre Mimì zur Traumfrau (nicht nur) für Rodolfo macht.

NDR-Multimedia-Reportage zu „La Bohème“

Der NDR hat eine große Multimedia-Reportage zur Oper „La Bohème“ im Maschpark erstellt. Schauen Sie mal rein.

Wie schon bei der Operngala am Vorabend präsentierte sich Angel Joy Blue als Musetta mit charaktervoller Stimme, perfekter Technik und viel, viel Temperament als ein Superstar von morgen. Und auch der Kreis der Künstlerfreunde, vital angeführt von dem in der Generalprobe noch erkrankt ausgefallenen Mariusz Kwiecien, machte den Abend zu einem echten Sängerfest.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Radiophilharmonie zurückstecken musste. Unter Leitung von Keri-Lynn Wilson, die die gewaltigen organisatorischen Anforderungen souverän bewältigte und sich so sogar noch Spielraum für einen sehnig-markanten Gesamtklang eröffnete, erwiesen sich die Radiophilharmoniker als versiertes Opernorchester. Und den Mädchenchor Hannover nur einen Kinderchor zu nennen, erscheint fast ungerecht: Hier erfüllte er diese Rolle an der Seite vom Johannes-Brahms-Chor aber in bewundernswerter Perfektion.

So ist der ganze Abend perfekte Werbung für die mancherorts vielleicht schon etwas in Vergessenheit geratene Kunstform der Oper: Man will unbedingt mehr davon hören. Eine Fortsetzung im kommenden Jahr ist also dringend erwünscht!

Die Geschichte um „La Bohème“

Wussten Sie, dass die Geschichte um die armen Künstler und ihre Freundinnen einen wahren Hintergrund hat? HAZ-Kulturkritiker Stefan Arndt hat fünf Fakten, die Sie garantiert noch nicht über „La Bohème“ wussten.

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Oper-Zusammenfassung
Künstlerleben auf der NDR-Bühne: Die Künstlerfreunde bei der Generalprobe.

Das Problem am Gesang: Man versteht den Text oft nicht richtig. Das zusätzliche Problem bei einer italienischen Oper: Es wird italienisch gesungen. HAZ-Kulturredakteur Stefan Arndt erklärt, worum es bei Open-Air-Aufführung von Puccinis „La Bohème“ überhaupt geht.

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