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Aus der Stadt Labor beim Klinikbau einfach vergessen?
Hannover Aus der Stadt Labor beim Klinikbau einfach vergessen?
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00:16 20.10.2015
Von Mathias Klein
Marianne Knust analysiert Proben im provisorischen Labor. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Jetzt ist das Laboratorium zum Beispiel für Blutanalysen beengt auf 70 Quadratmeter in einem ehemaligem Bettenlager untergebracht. „Das ist winzig für so ein großes Krankenhaus“, sagt eine Mitarbeiterin. In dem Labor ist so wenig Platz, dass die Blutbank für das Siloah vom Nordstadtkrankenhaus bedient wird.

Klinikumssprecher Bernhard Koch wies die Vorwürfe zurück. Das Labor sei nicht vergessen worden. Es habe im Verlauf der Planungen für den Bau immer wieder Änderungen für das Labor gegeben. Eine zuletzt vorgesehene Unterbringung zusammen mit der Apotheke habe nicht realisiert werden können. Daraufhin sei das Labor zunächst im Altbau eingerichtet worden.

Nach Ansicht der Mitarbeiter haben ursprüngliche Pläne des Klinikums, die Laborleistungen auch niedergelassenen Ärzten und anderen Krankenhäusern anzubieten, nicht funktioniert. Die Schuld werde dem privaten Partnerunternehmen gegeben, das mit 49 Prozent am Labor des Regionsklinikums beteiligt ist. Die Mitarbeiter beklagen zudem, dass die derzeitige Situation für einen massiven Stellenabbau bei den Laborarbeitskräften genutzt werde.

Die Geschäftsführerin des Klinikums, Barbara Schulte, sagte, im Rahmen der sogenannten Medizinstrategie müssten auch die Arbeitsabläufe in den Laboren neu organisiert werden. „Ziel ist es, Laborleistungen auf höchstem Qualitätsniveau wirtschaftlich effizient zu erbringen.“ Durch Automatisierungen sei es möglich, ohne Qualitätseinbußen mit weniger Personal auszukommen. Insgesamt sei der Abbau von 20 der insgesamt 80 Stellen im Labor geplant. Betroffenen Mitarbeitern würden der Wechsel in andere Abteilungen, Altersteilzeit oder eine Abfindung angeboten.

Im Siloah gibt es seit der Eröffnung vor rund einem Jahr immer wieder Probleme. Zwei Operationssäle und eine Station blieben geschlossen, weil Patienten fehlen. Der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Gebäudes durfte monatelang wegen mangelnden Brandschutzes nicht angeflogen werden. Im Klinikum heißt es, dass das Haus in diesem Jahr einen Verlust von mehr als 6 Millionen Euro machen werde.

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