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Aus der Stadt Labor findet keine Giftpflanzen
Hannover Aus der Stadt Labor findet keine Giftpflanzen
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21:03 10.08.2009
Von Nicola Zellmer
Die eingeleitete Überprüfung von 35 Supermärkten ergab nur eine verdächtige Probe, die jedoch als unbedenklich eingestuft wurde. Quelle: Juergen Schwarz/ddp

„Das verdächtige Pflanzenteilchen stammte von Rucola“, erklärte Regionssprecher Nils Meyer gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Zuvor hatte eine Bürgerin eine verdächtige Rucola-Mischung aus einem Langenhagener Supermarkt auf Eigeninitiative an ein Bonner Labor gesandt. Der dortige Pharmazeut Helmut Wiedenfeld fand darin mehr als 2600 Mikrogramm eines Pflanzenalkaloids, das in dieser Dosis für Menschen gesundheitsgefährdend ist.

Das Gift sei vermutlich mit den Blättern des Gemeinen Greiskrauts in die Salatmischung gelangt – einer Pflanze, die dem Rucola nicht nur ähnlich sieht, sondern auch die gleichen Standorte bevorzugt. Die von der Region Hannover eingeleitete Überprüfung von 35 Supermärkten ergab dagegen nur eine verdächtige Probe. Diese hat das Laves jedoch nun für unbedenklich erklärt. „Wir gehen davon aus, dass es sich in Langenhagen um einen Einzelfall handelt“, sagte Meyer.

Die Region habe diese Probe allerdings nicht selbst überprüfen können. Auch eine Inspektion des in Süddeutschland ansässigen Herstellers der Salatmischung ergab keine Anhaltspunkte für Giftpflanzen. Um künftig auszuschließen, dass Salatmischungen für den Verbraucher nicht erkennbare Fremdkräuter enthalten, plant die Region in Kooperation mit weiteren Kommunen eine regelmäßige Beprobung der im Handel erhältlichen Produkte.

Wann die Initiative startet, ist laut Meyer aber noch nicht beschlossen. „Wir sind erst am Anfang der Überlegungen“, sagt er. Das Gemeine Greiskraut (oder Kreuzkraut) ist ein typischer Erstbesiedler von Äckern, Wegen, Baustellen und anderen Brachflächen. Ursprünglich war die zehn bis 30 Zentimeter hohe Pflanze vor allem in den gemäßigten Klimazonen Europas heimisch. Inzwischen ist sie aber weltweit verbreitet und wegen ihrer Giftigkeit für Menschen und Weidetiere wie Pferde und Rinder auch in Deutschland zum Problem geworden. Das Greiskraut zeichnet sich durch seine gelben, strahlenförmigen Korbblüten aus. Wie beim Rucola-Salat sind die Blätter in tiefe Lappen unterteilt.

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