Hannover. Damit werden 90 Prozent der 13 100 Kinder im Kindergarten in Zukunft sechs oder acht Stunden betreut. Die Nachfrage nach Halbtagsplätzen war in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. „Es gibt aber noch Eltern, die ihr Kind nur vier Stunden am Tag betreuen lassen wollen“, sagte Stefan Rauhaus, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Jugend, gestern im Jugendhilfeausschuss. Gabriele Jacob (CDU) fragte nach, ob der Bedarf an den Ganztagsplätzen mit achtstündiger Betreuung nicht noch größer sei. Rauhaus verwies darauf, dass die Kita-Träger sich nach den Anforderungen der Eltern richten. Die Verwaltung konnte aber nicht differenziert aufschlüsseln, wie viele Plätze es mit sechs und wie viele es mit acht Stunden Betreuung gibt.
Neue Kindergartenplätze: Zum August bieten die Kindergärten 300 zusätzliche Plätze für Drei- bis Sechsjährige an. Der Rat hatte das Sofortprogramm im Frühjahr kurzfristig beschlossen. Damals zeigte sich ein Mangel an Kindergartenplätzen, auf die Eltern einen Rechtsanspruch haben. Die neuen Gruppen werden vorübergehend in Containern, aber auch in Kitas und Schulen untergebracht. Inzwischen sind für alle 300 Kindergartenplätze Orte und Träger gefunden. Der Ausschuss stimmte den Planungen zu.
Zentrale Kita-Anmeldung: Mit den Stimmen von SPD und Grünen beschloss der Ausschuss eine Anhörung mit Experten aus anderen Städten zu einer zentralen Anmeldestelle für Kita-Plätze. Die FDP hatte bereits im März eine zentrale Anmeldung gefordert, da Eltern ihr Kind aus Sorge, keinen Platz zu finden, häufig mehrfach anmelden. Jugenddezernent Thomas Walter verwies darauf, dass es in Krippen und Horten bisher nicht genügend Plätze gibt. Dieses Problem könne auch eine zentrale Anmeldung nicht lösen.
Verlängerte Öffnungszeiten in Kitas: Die Stadt testet seit 2008 in zwei Kindergärten erweiterte Öffnungszeiten, damit Berufstätige, die besonders frühe oder späte Arbeitszeiten haben, ihr Kind besser unterbringen können. Das Modell soll zum August auf drei weitere Kitas ausgedehnt werden. Die Kinder selbst werden maximal zehn Stunden betreut.
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