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Aus der Stadt Land verdient prächtig an Büroimmobilien
Hannover Aus der Stadt Land verdient prächtig an Büroimmobilien
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20:28 02.09.2012
„Das markante Gebäude hat es verdient, dass etwas Schönes daraus gemacht wird“: Immobilie an der Bornumer Straße. Quelle: Herzog
Hannover

Normalerweise werden bei Gebäudekäufen die Preise eher heruntergehandelt. Das Land macht derzeit in Hannover eine andere Erfahrung. Beim Verkauf einer großen Büro- und Lagerimmobilie nahe der Hanomag am Deisterkreisel war das Käuferinteresse so groß, dass statt der von Gutachtern kalkulierten 1,5 Millionen Euro nun mehr als 2,2 Millionen Euro Erlös bevorstehen. Den Zuschlag hat ein hannoverscher Immobilienentwickler erhalten. Er will das stilvolle Gebäude behutsam sanieren.

Linden-Süd ist sonst nicht die erste Adresse für Immobilienentwickler. Der vom Schnellweg durchschnittene Stadtteil hat vielerlei Probleme. Doch die Aufwertung, die das lange Zeit verwahrloste Hanomag-Gelände derzeit durch die Millionenspritzen des Münchener Eigentümers dibag und das Planungsgeschick der Architektengruppe agsta erfährt, scheint jetzt auch auf die Nachbarschaft auszustrahlen. Zwar gibt es noch keinen Kaufvertrag über die weiße Büroimmobilie in der Bredenbecker Straße / Ecke Bornumer Straße. Doch der zuständige Finanzminister hat den Landtag in einem Vermerk, der der HAZ vorliegt, über den unerwartet erfreulichen Verkaufserlös informiert. Das Angebot sei bereits „schlussverhandelt“, heißt es in der Drucksache.

Das Gebäude war 1922 als Verwaltungs- und Produktionsgebäude für die Hannoversche Maschinenbau Actien-Gesellschaft (Hanomag) auf drei nebeneinanderliegenden Flurstücken errichtet worden. 1981 kaufte das Land Niedersachsen die Liegenschaft für Universitätszwecke, denn während es der Hanomag immer schlechter ging, nahm die Zahl der Studierenden immer weiter zu. Inzwischen sind die Rechtswissenschaftler längst ausgezogen, nur noch wenige Einrichtungen der Hochschule nutzen Räume in dem großen Komplex mit rund 80000 Quadratmetern Nutzfläche.

Helmut Dannenberg, dessen Döhrener Firma Dannenberg Immobilien das Areal jetzt vom Land kauft, will sich auf Anfrage noch nicht zu Planungsdetails äußern. „Schließlich ist der Kaufvertrag noch nicht unterschrieben.“ Klar ist für ihn aber, dass es nach der Sanierung einen Mix aus Wohnen und Bürogewerbe im Gebäude geben soll. Und auf der großen Freifläche im Südteil des Geländes eine Art Park. „Das markante Gebäude hat es verdient, dass etwas Schönes daraus gemacht wird“, sagt er.

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