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Land will Derby-Kosten nicht von Vereinen zurück

Niedersachsen-Derby Land will Derby-Kosten nicht von Vereinen zurück

Im Gegensatz zu Bremen wird sich Niedersachsen auch in Zukunft nicht das Geld für die Großeinsätze der Polizei bei Problemspielen von den Vereinen zurückholen. Innenminister Boris Pistorius hält die Sicherheit im öffentlichen Raum für eine Staatsangelegenheit. Trotzdem fordert er eine bessere Terminierung solcher Spiele.

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Trotz schärferer Kontrollen wurde Pyrotechnik in der Nordkurve gezündet.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) erwartet von den Fußballverbänden künftig eine noch bessere Abstimmung über die Terminierung sogenannter Problemspiele wie etwa das Niedersachsenderby und das anschließende Nordderby am vergangenen Sonnabend und Sonntag. „Wir müssen künftig eine bessere und frühere Abstimmung mit der Deutschen Fußballliga erreichen“, sagte Pistorius der HAZ. Darüber habe er auch am Wochenende noch einmal mit dem Präsidenten des Ligaverbandes, Reinhard Rauball, gesprochen.

Trotz seiner Kritik an der Terminplanung der DFL bekräftigte Pistorius, dass Niedersachsen auch in Zukunft nicht daran denke, sich die Kosten der gewaltigen Polizeieinsätze wieder von den Vereinen zurückzuholen, wie es das Land Bremen praktizieren möchte. Unabhängig von den Streitereien vor Gericht um diese Frage bleibe die Sicherheit im öffentlichen Raum eine Staatsangelegenheit, meint der Innenminister. „Veranstaltungen können nicht davon abhängig sein, ob ich mir die Rechnung für den Polizeieinsatz leisten kann. Insgesamt hoffe ich aber sehr, dass zukünftig mehr Rücksicht auf die Interessen der Länder und damit auch die der Beamtinnen und Beamten genommen wird. In dieser Konstellation war das hart an der Grenze“, sagte er der HAZ.

„Haben uns defensiver verhalten“

Insgesamt verlief das Derby jedoch friedlicher als das im November 2013, als beide Vereine zuletzt in Hannover aufeinander trafen. „Beim Derby gegen Braunschweig in der 1. Liga waren wir zu aufgeregt in der Vorbereitung. Das hat sich damals auch auf die Fans übertragen und zu den vielen unschönen Begleiterscheinungen geführt“, sagt 96-Chef Martin Kind. In der Rückschau bewertet er die Vorgänge damals so: „Vielleicht sind wir das Derby damals im Vorfeld zu aktiv angegangen. Dieses Mal haben wir uns defensiver verhalten, aber dennoch gezielt vorbereitet. Das ist meiner Meinung nach der Unterschied.“

Dennoch zündeten auch 96-Fans im Stadion Pyrotechnik, hüllten Teile des Stadions zeitweise in dichten Rauch. Wie das trotz der engmaschigen Kontrollen passieren konnte? „Wenn wir es wüssten, würden wir es verhindern“, sagt Kind.

von Michael B. Berger und Christian Purbs

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