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Land denkt an Neubauten für die MHH

Sanierungsbedarf Land denkt an Neubauten für die MHH

it einem finanziellen Kraftakt will das Land Niedersachsen die Gebäude der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sanieren. Man müsse eine Lösung „ohne Flickschusterei“ finden, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der HAZ.

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Quelle: Droese/Archiv

Hannover/Göttingen. Im Gespräch ist auch, Teile der Kliniken durch Neubauten zu ersetzen. Die Krankenhäuser sehen einen Investitionsbedarf in Milliardenhöhe.

Die Baumängel bei den beiden Kliniken, die in etwa derselben Zeit entstanden sind, seien „seit Jahrzehnten bekannt“, sagte Weil. „Deshalb haben wir eine Lenkungsgruppe eingesetzt, die sich mit kreativen wie auch praktikablen Lösungen befasst.“ Die Lenkungsgruppe der Landesregierung, in der außer dem Wissenschafts- und dem Finanzministerium auch die Oberfinanzdirektion und die beiden Universitätskliniken vertreten sind, hat vor einigen Wochen damit begonnen, die Höhe der notwendigen Investitionen zu analysieren. Die MHH geht nach eigenen Angaben von einem Bedarf von rund einer Milliarde Euro aus. Bei der UMG in Göttingen dürfte er ähnlich hoch sein.

Der Ministerpräsident betonte, dass er sich noch nicht auf eine Zahl festlegen wolle. Er betonte aber auch mit Blick auf die MHH: „Wenn man sich anschaut, wie groß der Krankenhauskomplex ist und wie der derzeitige Zustand, dann landet man bei sehr eindrucksvollen Beträgen.“ Dass mit der Klinik etwas geschehen müsse, sei ihm schon zu seiner Zeit als Hannovers Oberbürgermeister bewusst gewesen.

Beide Hochschulkliniken stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren und haben mit Verschleiß und Mängeln an der Bausubstanz zu kämpfen. „Besonders dringend ist es in der Kinderklinik“, sagte MHH-Sprecherin Simone Corpus. Der Altbau sei aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr sanierungsfähig – daher müsse möglichst schnell ein Neubau realisiert werden. Darüber sei sich die Hochschulklinik mit dem Wissenschaftsministerium des Landes einig.

„Aber auch das zentrale Bettenhaus, das Kernstück der MHH, muss saniert werden“, sagte Corpus. Derzeit werde zwischen der Medizinischen Hochschule Hannover und der Landesregierung diskutiert, ob das Gebäude modernisiert werden könne – oder ob ein Neubau besser wäre. Das MHH-Präsidium zumindest „hält den Ersatzneubau für zielführender“, erklärte Corpus.

Auch die Universitätsklinik in Göttingen sieht einen großen Nachholbedarf bei der Bausubstanz. „Wir sind das einzige Uniklinikum, das seit 40 Jahren keinen klinischen Neubau bekommen hat“, sagte Sprecher Stefan Weller. Dies mache sich bei Fenstern, Kabeln oder Rohrleitungen bemerkbar, die dringend erneuert werden müssten. Für zwei besonders dringliche Bauvorhaben gebe es bereits eine Vereinbarung mit dem Land: So solle ein Bettenhaus neu errichtet werden, ebenso wie ein zentrales Operationsgebäude. Diese beiden Bauprojekte seien denn auch nicht mehr Teil der Analyse durch die Lenkungsgruppe.

Von Michael B. Berger und Heiko Randermann

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