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Land will Schüler besser auf den Beruf vorbereiten

Berufs- und Studienorientierung Land will Schüler besser auf den Beruf vorbereiten

Es kommt Arbeit zu auf Hannovers Schüler: Mehr Pflichtpraktika, Besuche im Berufsinformationszentrum und bei Jobmessen, Betriebserkundungen, eine „Potenzialanalyse“ für alle Schüler und verbindliche Teilnahmen beim Zukunftstag - Niedersachsen will vor allem Gymnasiasten früher mit dem Ernst des Lebens konfrontieren.

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Ausbildung oder Studium? Mehr Praktika sollen die Entscheidung erleichtern.

Quelle: Jens Büttner

Hannover. Die verschiedenen Elemente der Berufsorientierung sollen an allen allgemeinbildenden Schulen im Lehrplan festgeschrieben werden - bisher war das vor allem an Haupt-, Real- und Oberschulen der Fall. Berufsorientierung sei auch in der Sekundarstufe II wichtig, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) zum Auftakt einer Tagung an der Multimedia-BBS. Die duale Ausbildung sei eine Option für alle Schüler, auch für leistungsstarke Gymnasiasten.

„Wir setzen die Handlungsempfehlungen aus dem Bündnis Duale Berufsausbildung konsequent um und machen die Berufs- und Studienorientierung zum festen Teil der schulischen Arbeit in den Sekundarbereichen I und II“, sagte die Ministerin. Sie wünscht sich ein flächendeckendes Berufsorientierungsprogramm für alle Schulformen. Wichtig seien Praktika und Betriebserkundungen, damit die Jugendlichen einen „realistischen Einblick in die Arbeitswelt“ bekämen. Die rot-grüne Regierung hatte das Recht auf Ausbildung in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben. „Kein Schüler darf zurückbleiben, wir müssen alle mitnehmen“, sagte Heiligenstadt.

Wer schon als Schüler ausführlich über Berufs- und Studienmöglichkeiten informiert werde, breche später seltener eine Ausbildung oder ein Studium ab, sagte die Ministerin. Es gebe schließlich Tausende Studiengänge und Berufe. „Alle Schüler müssen über ihre vielfältigen Chancen nach ihrem Schulabschluss informiert sein, damit sie eine durchdachte, für sie individuell passende Berufswahlentscheidung treffen können.“

Bei der Fachtagung in der Multi-Media-BBS hatten gestern rund 260 Teilnehmer die Gelegenheit, sich über vorhandene, angedachte oder in Projekten bereits erprobte Maßnahmen zur Berufsorientierung zu informieren. Derzeit entwickelt das Land ein entsprechendes Arbeitspapier zur Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen: „Das ist noch kein Erlass“, betonte die Ministerin. Die Schulen seien aufgefordert, kräftig mitzudiskutieren.

Einzelne Schwerpunkte sollen dabei berufliche Beratung von Flüchtlingen, aber auch die Gleichberechtigung bei der Jobwahl sein. Lehrer sollen Schülern helfen, Bewerbungen zu schreiben und überhaupt das für sie passende Berufsbild zu finden. Heiligenstadt sagte, viele Akteure müssten zusammenarbeiten. Dabei seien Eltern genauso gefordert wie Pädagogen und Berater in der Arbeitsagentur oder den Jugendberufsagenturen.

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