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Aus der Stadt Landesbehörde stoppt Brückenausbau in Hannover
Hannover Aus der Stadt Landesbehörde stoppt Brückenausbau in Hannover
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23:00 20.03.2011
Von Tobias Morchner
Die Schwanenburgbrücke in Hannover-Herrenhausen gilt als einer der Unfallschwerpunkte der Stadt. Quelle: Martin Steiner (Archivbild)

So kündigten es die Verkehrsexperten der Behörde bei der Vorstellung der Unfallstatistik in der vergangenen Woche an.

Doch die Landesbehörde für Straßenbau legt diese Pläne jetzt vorerst auf Eis. „Ich halte es für unwahrscheinlich, dass an der Brücke in diesem Jahr noch etwas getan wird“, sagt Joachim Ernst, der Regionalleiter der Baubehörde. Erste Berechnungen hatten ergeben, dass die alte Betonkonstruktion womöglich zusätzliche Anbauten statisch nicht mehr verkraften kann. Denn um die Brücke sicherer zu machen, soll eine zusätzliche Einfädelspur seitlich an die Fahrspur Richtung Norden, also zwischen der Limmerstraße und dem Bremer Damm, angebaut werden. Eine halbe Million Euro und mehr als sechs Wochen Bauzeit sind dafür veranschlagt. Doch damit allein ist es nicht getan. Wegen der zusätzlichen Fahrbahn muss auch die sogenannte Entwässerungsrichtung der Brücke umgekehrt werden. „Bisher fließt das Regenwasser seitlich links und rechts ab“, erklärt Joachim Ernst.

Wegen der neuen Einfädelspur muss die Feuchtigkeit künftig in der Mitte der Bauwerks abgeleitet werden. Für die Änderung des Gefälles muss auf der Brücke zusätzlich „ein dickes Paket Asphalt“ verbaut werden, wie es Joachim Ernst etwas flapsig formuliert. Die Statiker haben nach den ersten Überprüfungen der Brückenkonstruktion Zweifel, dass das Bauwerk diese zusätzlichen Lasten tatsächlich tragen kann. Aus diesem Grund sind neue Analysen notwendig, die in jedem Fall den Beginn der Arbeiten im Sommer unmöglich machen. Möglicherweise kommt dabei aber auch heraus, dass es sinnvoller und kostengünstiger ist, die alte Brücke vollständig abzureißen und an gleicher Stelle eine neue, breitere zu errichten.

Die Polizei bedauert die Verzögerungen im Ausbau der Brücke. „Dann müssen wir uns für die Übergangszeit etwas anderes überlegen, um die Unfälle an dieser Stelle zu reduzieren“, sagt Gerd Schöler, Verkehrssicherheitsberater der Polizeidirektion. Denkbar sei im Extremfall sogar, die Auffahrt Limmerstraße vorläufig für den Verkehr zu sperren. „Aber darüber muss die Unfallkommission entscheiden“, erklärt der Hauptkommissar.

Sperrung am Ostkreuz: Am Wochenende wird die Autobahn 2 im Bereich des Kreuzes Hannover-Ost vollständig für den Verkehr gesperrt. In diesem Bereich wird eine alte Autobahnbrücke abgerissen. Die Sperrung beginnt am Freitagabend gegen 18 Uhr. Sie endet am Sonntagnachmittag. Eine Umleitung wird eingerichtet. Die Vorbereitungen für den Abriss der ersten Brückenhälfte hatten bereits Anfang des Monats begonnen. Der gesamte A-7-Verkehr fließt seitdem über den vorerst verbleibenden Teil der alten Brücke. Im März 2012 soll das erste neue Brückenelement stehen und der Abbruch der zweiten alten Brückenhälfte beginnen.

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