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Frauenklinik soll zum Höchstpreis verkauft werden

Ohne soziale Vorgaben Frauenklinik soll zum Höchstpreis verkauft werden

Eigentlich sind sich SPD, Grüne und FDP im Rat einig: Wo es geht, sollen bei Bauvorhaben 25 Prozent der Wohnungen als geförderter Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten entstehen. Aber bei einem besonderen Filetstück, dem Gelände der ehemaligen Landesfrauenklinik in der Nordstadt, gilt diese Maxime plötzlich nicht mehr.

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Das KRH will das frühere Klinikgrundstück zum Höchstpreis verkaufen.

Quelle: Archivbild

Hannover. Das Klinikum Region Hannover (KRH) will das Grundstück mit dem denkmalgeschützten Gründerzeitgebäude zum Höchstpreis verkaufen und hat dafür im August ein Bieterverfahren gestartet. Über einen neuen Bebauungsplan hätte die Stadt dennoch Einfluss nehmen können. Ein Entwurf dafür war im September in die zuständigen Ratsausschüsse gegangen. Die Grünen wollten Nachbesserungen erreichen und sich zuvor beraten. Ein Beschluss wurde deshalb vertagt.

Doch inzwischen hat die Stadtverwaltung den B-Plan-Entwurf sang- und klanglos zurückgezogen. Die Grünen fühlen sich düpiert. Neben 25 Prozent gefördertem Wohnungsbau wollten sie, dass die Hälfte des Geländes statt zum Höchstpreis zu einem Festpreis vergeben wird und dafür das Konzept des Investors eine Rolle spielt. Auf diesem Weg bietet sich die Chance, zum Beispiel Baugemeinschaften oder Genossenschaften zum Zuge kommen zu lassen. Außerdem sollten durch eine erhöhte Geschossflächenzahl mehr Wohnungen entstehen. „Die Wohnungslage in Hannover ist prekär. Eine leichte Verdichtung wäre deshalb sinnvoll“, erklärt Elisabeth Clausen-Muradian, baupolitische Sprecherin der Grünen.

Sie mutmaßt, dass die Region auf die Stadtverwaltung eingewirkt hat, auf einen B-Plan zu verzichten. „Auch die Region hat eine Verantwortung für den Wohnungsmarkt. Dass ihre Tochter KRH auf einem Verkauf zum Höchstpreis beharrt, ist harter Tobak.“ Die Stadtverwaltung argumentiert jetzt, dass auf dem gut 15 000 Quadratmeter großen Grundstück auch ohne Bebauungsplan Baurecht besteht. Ein Investor muss sich bei der Bebauung an der Umgebung und am Denkmalschutz orientieren.

Beim Klinikum haben sich im Zuge der öffentlichen Ausschreibung mehrere Interessenten gemeldet, mit denen Verhandlungen laufen. Der Verkaufserlös dürfte dem verschuldeten Krankenhausverbund zur Tilgung dienen.

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