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Aus der Stadt Ein Bau ohne Schnörkel
Hannover Aus der Stadt Ein Bau ohne Schnörkel
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18:34 18.09.2017
Zahlreiche Gäste verfolgen die Reden zur Eröffnung der Sophienklinik. Quelle: Mathias Klein
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Hannover

In dem Neubau mit markanten roten Fensterrahmen gibt es Ärzte aus acht Fachgebieten: Augenheilkunde, Chirurgie, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Orthopädie und Urologie. Der Umzug aus der Dieterichstraße (Mitte) und dem Standort in Vahrenwald war wegen des stetigen Wachstums der Klinik notwendig geworden. Die Sophienklinik ist nach eigenen Angaben eine der größten Belegarztkliniken Deutschlands. Der Krankenhausbetrieb auf der Bult startet in einer Woche, dann werden die bisherigen zwei Standorte geschlossen.

Der Neubau hat rund 30 Millionen Euro gekostet, etwa zwei Drittel davon kamen vom Land. Das sei gut investiertes Geld, sagte Ministerin Rundt. "Der Bau ist gelungen, das kann man schon sehen." Die gute gesundheitliche Versorgung sei ein wichtiger Standortfaktor für die Region Hannover, betonte Oberbürgermeister Stefan Schostok. Durch den Neubau erhalte die Gesundheitsversorgung in der Landeshauptstadt ein zusätzliches Gewicht. Städtebaulich gebe der Bau dem Bischofsholer Damm "ein besonders frisches Gesicht".

Die Vorbereitung des Baus inklusive der Grundstückssuche betrug 12 Jahre, berichtete Geschäftsführer Dr. Stephan J. Molitor, die reine Bauzeit von der Grundsteinlegung bis zur Inbetriebnahme lag bei eineinhalb Jahren.

Der dreigeschossige Bau mit einer Fläche von rund 4400 Quadratmetern umschließt einen Innenhof, der als Ort der Ruhe für die Patienten gedacht ist. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem eine Cafeteria und die OP-Abteilung. In den beiden Obergeschossen befinden sich die insgesamt 52 Patientenzimmer und der Verwaltungsbereich.

Mit der Eröffnung der Sophienklinik entwickelt sich das Gebiet am Rande des Stadtteils Bult zu einem medizinischen Zentrum. Direkt am Kinderkrankenhaus soll die gemeinsame Geburtsstation der Diakovere-Krankenhäuser Friederikenstift und Henriettenstiftung gebaut werden. An der Einmündung der Lindemannallee in den Bischofsholer Damm plant ein Investor zwei Hochhäuser, 30 und 21 Meter hoch. Dort soll es weitere Arztpraxen geben, zudem Schulungsräume für medizinisches Personal der benachbarten Kliniken.

Eine Zusammenarbeit zwischen der Sophienklinik und der Kinderklinik Auf der Bult gibt es bisher allerdings noch nicht. Wie der ärztliche Direktor des Kinderkrankenhauses, Thomas Beushausen, berichtete, sei zum Beispiel über eine Zusammenarbeit beim Patientenessen gesprochen worden. "Wir haben aber zu unterschiedliche Ansprüche", erläuterte er.

Von Mathias Klein

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