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Landeskirche gibt vier Millionen Euro

Für Flüchtlingshilfe Landeskirche gibt vier Millionen Euro

Die Landeskirche Hannovers investiert rund vier Millionen Euro in die Flüchtlingsarbeit. Das Gros davon, drei Millionen Euro, bekommen die 52 Kirchenkreisen zur Verfügung gestellt: „Sie entscheiden vor Ort, wie genau das Geld eingesetzt wird“, sagt Jörn Surborg, der Vorsitzende des zuständigen Landessynodalausschusses.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Der größte Anteil – etwa 200.000 Euro – soll an den Stadtkirchenverband Hannover gehen.

Landesbischof Ralf Meister dankte den zahlreichen Flüchtlingshelfern für ihr Engagement: „Zurzeit erleben wir, wie erwachsen unsere Zivilgesellschaft ist“, sagte er. Kirchengemeinden müssten die Flüchtlingsarbeit auf lokaler Ebene flexibel und gemeinsam mit den Behörden anderen Gruppen angehen. Zugleich verzeichnete Meister angesichts der Flüchtlingskrise wachsende soziale Spannungen: Die Kirche müsse Foren schaffen, in denen auch Ängste geäußert werden dürfen, sagte er: „Wer Vorbehalte gegen die Aufnahme von Flüchtlingen hat, darf dort nicht sofort in eine rechte Ecke gesetzt werden.“

Der Vorstandssprecher des Diakonischen Werks, Christoph Künkel, übte unterdessen scharfe Kritik am Wissenschaftsministerium: Diesem sei es bislang nicht gelungen, ehrenamtlichen Helfern kostenlos Lehrmaterial für Flüchtlingssprachkurse an die Hand zu geben. Er habe solche Materialien schon vor Monaten gefordert – doch ohne Erfolg: „Das ist skandalös“, sagte Künkel.

„Sprache ist der Schlüssel zur Integration“, sagt auch Kerstin Gäfgen-Track, Leiterin der Bildungsabteilung der Landeskirche. Daher will die Kirche neben 180 Sprachkursen auch 40 Kurse organisieren, in denen ehrenamtliche Helfer als Sprachlehrer qualifiziert werden. Außerdem soll es mehr Kurse geben, in denen Lehrkräfte den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern erlernen.     

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