Hannovers ehemalige Bischöfin Margot Käßmann wird an diesem Mittwoch offiziell aus ihrem Amt verabschiedet. Die beliebte Theologin war am 24. Februar als Bischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche von Deutschland (EKD) zurückgetreten. Sie war nach dem Überfahren einer roten Ampel mit 1,54 Promille am Steuer ihres Dienstwagens gestoppt worden. Bis zur Wahl eines Nachfolgers im Herbst hat der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen vorübergehend die Leitung der Landeskirche übernommen.
Käßmanns weiterer Weg ist noch ungewiss, auch wenn Kirchenvertreter sie gerne wieder in verantwortlicher Position sähen. Die Kandidatensuche für ihre Nachfolge hat bereits begonnen. Die Mitarbeitervertretung hat den Kirchensenat zwar aufgefordert, auch die zurückgetretene Theologin für eine zweite Amtszeit vorzuschlagen. Käßmann selber hat sich dazu aber nicht geäußert. Auch als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten wird Käßmann genannt, die EKD wollte das aber nicht kommentieren.
Weiteres Thema bei der Tagung der deutschlandweit größten Landeskirche ist die Zukunft der evangelischen Kirche in Niedersachsen. Nach einer gescheiterten Fusion der fünf Landeskirchen hatte die hannoversche Kirche mit der Aufkündigung der seit 1971 praktizierten Kooperation gedroht. Die kleineren Kirchen werteten dies auch als Druckmittel. Sie sind statt an einer Angliederung an Hannover an einer Fortführung der Konföderation interessiert.
Die Landeskirche in Hannover will nun untersuchen, welche Auswirkungen ein Ende der Kooperation mit sich bringt. Die Kirchen in Niedersachsen debattierten über andere Strukturen, da sie bis 2030 einen Rückgang der Mitglieder um ein Drittel und der Finanzen um die Hälfte erwarten.
dpa
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Kommentare
@Virgin Glasshaus – 01.06.10
Viele die hier jetzt gegen Frau Käßmann wettern, haben Sie zuvor Idealisiert und nicht als Mensch betrachtet.Den Fehler Alkohl würden Sie Ihr vieleher vergeben, als das Sie sich als Mensch erwiesen hat.
Dabei spielt es sogar eine untergeordnette Rolle, wie man vorher zu Ihr gestanden hat.
Entäuschte Anhänger und Inhaltlich Feinde geben sich bei so einer Gelegenheit ein Stelldichein.
Bedenklich finde ich hierbei die Tendenz bei dem Einen "Übermoral" einzufordern und bei anderen alles unter den Teppich zu kehren( Steuerhinterziehung als Finanzminister/Innenminister;ex"Kultursekretärin" aka Kanzlerin; Vetternwirtschfat bei einem Fallschirmspringenden FDP Minister u.s.w.)
Da echauffiert sich kaum einer der Pharisäer hier.
Und ehrlich, wenn Ihr die Lehren an die Ihr vorgebt zu glauben Respektieren würdet, gäb es garkeine Diskussion.Jesus kannte da nur eine Antwort.
Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein.
so nix weiter.
ardilla Nur eine Frage – 01.06.10
Was ist mit Deiner Integrität? Bitte outen? Wahrscheinlich ein Gutmensch oder ein Mutter Teresa-Effekt oder nur ein Besserwisser oder... Ich sage es nicht, das müßte dann mit ziemlicher Sicherheit gelöscht werden. Trotzdem: Trauriger Zeitgenosse!Mensch Käßmann You were on my mind – 01.06.10
Alles Gute für Sie. Ich gehöre zwar keiner Glaubensgemeinschaft an, würde mir aber trotzdem wünschen, dass Sie weiterhin Ihr Wort erheben. Vielen Dank noch einmal für Ihre Predigt zu Robert Enke. Keiner hätte in dieser schweren Zeit mehr Trost spenden können.Käßmann Virgin – 01.06.10
Natürlich polarisiert Frau Käßmann. Das zeichnet einen Menschen mehr aus solche, die hier dümmliche Kommentare abgeben und nichts auf die Reihe bekommen. Ich verfolge die Kommentierungen seit langem und frage mich, warum soviele Menschen hier ihren Frust gegen eine Person, die einmal einen Fehler gemacht hat, loslassen müssen.Guter Versuch... Sascha Aust | HAZ.de – 01.06.10
@ ardilla: Das war auch nicht der Grund dafür, dass Ihr Kommentar gelöscht wurde, sondern die Beleidigung gegen Frau Käßmann, die Sie im zweiten Satz untergebracht hatten. Tssss...Frau Käßmann soll Bundespräsidentin werden ardilla – 01.06.10
Frau Dr. Käßmann würde Deutschland als Bundespräsidentin sehr gut repräsentieren. Die Mehrzahl der Deutschen ist überzeugt von ihrer Integrität.Bitte, liebe HAZ, nicht löschen.Frau Käßmann soll Bundespräsdidentin werden ardilla – 01.06.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen@all René – 01.06.10
Hi, ist ja alles relativ, der eine findet es schlimmer, der andere weniger schlimm. Ich glaube, wir alle können uns da keine wirklich "richtige" Aussage treffen. Was man von der guten Frau gesehen hat, war immer vorbildlich - bis auf diesen einen Fehler. Als Otto-Normalverbraucher hätte man sicher verziehen, bei jemandem der im Rampenlicht steht ist es halt leider nur schwer möglich, bis undenkbar, Kirche ist halt nochnmal schwieriger...@ Glashaus Wettberger – 01.06.10
Ihre Moral möchte ich nicht besitzen, ich gehöre zu denen, die keinen Schluck trinken wenn sie mit dem Auto unterwegs sind, das ist schlicht eine Frage der Selbstachtung und Verantwortung gegenüber Anderen, wenn Sie verstehen was das ist...@Glasshaus Karl Breuer – 01.06.10
Als Bischöfin kann man eben nicht immer vom Wassertrinken predigen und selbst Wein saufen (und dabei noch eine rote Ampel überfahren). Das Thema ist doch wohl durch - oder haben Sie es noch immer nicht begriffen?@Glashaus Peter2 – 01.06.10
Glashaus, Sie haben noch immer nicht bemerkt, dass das gar nicht das Thema ist.Leben Sie weiter in Ihrer durch nichts zu beeinflussenden Welt!
@ alle steinewerfer hier Glasshaus – 01.06.10
Wie gerne würd ich mal wissen , wie viele selber schon mal Betrunken Auto gefahren sind.Wer hat schonmal den Zündschlüssel nach 2-3 Glass Wein umgedreht und ist gefahren?
Natürlich keiner.
Heuchler.
Hicks Wolfgang – 01.06.10
Hoffentlich wird beim Abschied Traubensaft gereicht!@ haz Redaktion icke – 01.06.10
Liebe Redaktion,auch ich schließe mich dem Wunsch an:
Wir wollen uns jetzt ein wenig von der öffentlichen Person Käßmann erholen.
Ganz genau Dagmar Peter – 01.06.10
Und bitte keine Meldungen darüber das einige auf die Idee gekommen sind, sie solle nochmals als Bischhöfin kandidieren oder das Amt der Bundespräsidentin. Diese Hirnrissigen Ideen müssen nicht weiter kommentiert werden!Verabschiedung Dagmar – 01.06.10
Eine Verabschiedung ist eine Verabschiedung und das sollte man wörtlich nehmen. Wir wollen uns jetzt ein wenig von der öffentlichen Person Käßmann erholen.