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Landgericht Hannover: Täter muss in die Psychiatrie

Elfjähriger vergewaltigt Landgericht Hannover: Täter muss in die Psychiatrie

Das Landgericht Hannover hat einen 23 Jahre alten Mann aus Montenegro, der im November 2009 einen elfjährigen Jungen in Vahrenwald vergewaltigt hat, zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt - er soll in einer Psychiatrie für Straftäter untergebracht werden.

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Quelle: Rainer Dröse (Archiv)

Ein 23-Jähriger, der im November 2009 einen elfjährigen Jungen in Vahrenwald vergewaltigt hat, muss eine Freiheitsstrafe von vier Jahren verbüßen. Das Landgericht Hannover entschied am Mittwoch, dass der vorbestrafte Mann aus Montenegro in einer Psychiatrie für Straftäter untergebracht werden soll. Damit folgte die Kammer der Empfehlung eines Sachverständigen. Dieser hatte nach einer zweiten Begutachtung des Angeklagten eine „suchtartige Steigerung“ seiner Pädophilie festgestellt. Damit sei er hochgefährlich. Der bereits einschlägig vorbestrafte 23-Jährige aus Montenegro hatte den Schüler im November vergangenen Jahres in Vahrenwald angesprochen und ihn dann in einem Hausflur schwer missbraucht. Die Vorsitzende Richterin Monika Thiele sagte, es handele sich um ein „abscheuliches Verbrechen“. Aufgrund des Gutachtens stellte sie aber eine eingeschränkte Schuldfähigkeit fest. Verteidigerin Tanja Brettschneider hatte in dem Prozess darauf hingewiesen, dass sich ihr Mandant ausdrücklich einer Therapie im Maßregelvollzug unterziehen wolle. „Er war und ist unfähig, das Unrecht seiner Tat einzusehen“, sagte Brettschneider. „Er will sich dem Problem aber stellen.“

Erschrecken hinterließen auch die Angaben über seine eigenen Erfahrungen mit Gewalt und Missbrauch, die der Angeklagte dem Gutachter geschildert hatte. Als Jugendlicher war der 23-Jährige in einem Asylbewerberheim in Laatzen-Rethen von Homosexuellen vergewaltigt worden. Dies, so gab der Befragte an, sei für ihn nicht so schlimm gewesen. Nebenklagevertreterin Doris Kahle sagte dazu: „Ich hoffe, dass er lernt, Mitgefühl mit sich selbst zu haben, erst dann kann er dies auch für andere empfinden.“ Wenn nicht, komme er aus der Psychiatrie wohl auch nach vier Jahren nicht frei.

Sonja Fröhlich

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