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35-Jährige greift wahllos Passanten in Zügen an

Landgericht Hannover 35-Jährige greift wahllos Passanten in Zügen an

Seit Dienstag muss das Landgericht in einem sogenannten Sicherungsverfahren entscheiden, ob eine 35 Jahre alte Frau, die an einer paranoiden Schizophrenie leidet, in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen wird. Sie hatte 2014 viermal Passanten in Zügen und im Hauptbahnhof unvermittelt angegriffen und verletzt.

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Hannover. Die Angeklagte Diana P. wurde bereits sieben Jahre im Klinikum Wahrendorff behandelt wurde und erst im Mai dieses Jahres aus der Psychiatrie in Langenhagen entlassen. Beim Prozessauftakt zeigte sie sich jedoch uneinsichtig.

„Ich bin sieben Jahre behandelt worden, dabei muss ich doch geheilt worden sein“, erklärte sie nach der Verlesung der Anklageschrift. Die Staatsanwaltschaft wirft P. vor, im Juni, Juli und August vor zwei Jahren insgesamt fünf Personen grundlos angegriffen zu haben. Der wohl drastischste Fall ereignete sich am 9. Juni in einer S-Bahn, die vom Flughafen in Richtung Hauptbahnhof unterwegs war. Als ein zweijähriger Junge auf einen Sitz neben der Beschuldigten klettern wollte, soll sie ihn mit einem gezielten Tritt in Po und Beine zu Boden geschleudert haben.

P. ist jedoch der Meinung, dass sie nie einen der fünf Zeugen, die gestern alle vor der 12. Großen Strafkammer aussagten, angegriffen habe. „Ich habe sie beschimpft, weil sie mich zuvor gehänselt hatten“, erklärte sie stattdessen. „Die Leute sind nur so naiv, dass sie dann gleich denken, man hätte sie geschlagen.“ Besonders deutlich wurde ihre Krankheit, als der Vorsitzende Richter Michael Schweigert P. ein Überwachungsvideo aus dem Hauptbahnhof vorspielte. Darin ist deutlich zu sehen, wie die heute 35-Jährige auf zwei junge Mädchen zustürmt, eine der beiden ins Gesicht schlägt und gegen eine Wand drückt. „Das war ich nicht“, entgegnete die Beschuldigte daraufhin. „Wieso sollte ich so etwas tun.“ Der Prozess wird am kommenden Mittwoch fortgeführt.

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