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Sechs Jahre Haft für brutalen Taxi-Überfall

Prozess am Landgericht Sechs Jahre Haft für brutalen Taxi-Überfall

Weil er einen Taxi-Fahrer brutal verprügelt hat, muss ein 30-Jähriger für knapp sechs Jahre in Haft. Der Mann hatte dem Fahrer zunächst gedroht, dass er ihn umbringen würde. Anschließend prügelte er auf den Kopf des 49-Jährigen ein.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. An einem Märzabend dieses Jahres stieg Valon L. in ein Taxi, drohte, den Fahrer umzubringen, und prügelte wenig später wie von Sinnen auf den Kopf des 49-Jährigen ein. Gestern bekam der 30-jährige Täter die Quittung: Die 19. Große Strafkammer des Landgerichts verurteilte ihn wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten. Die ersten elf Monate wird der alkoholkranke Täter in einer Entziehungsanstalt verbringen. Die Kammer ging mit ihrem Urteil 15 Monate über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus; Verteidiger Christian Neumann hatte auf eine Haftstrafe unter zweieinhalb Jahren plädiert. „Das war ein überaus brutaler Raub“, begründete der Vorsitzende Richter Stefan Joseph das erhebliche Strafmaß.

Valon L. war nahe einem Autohaus in Letter in das Taxi gestiegen, wurde schnell aggressiv und begann, nach Wertsachen zu suchen. Nach kurzer Fahrt stoppte der 49-Jährige, doch nun drohte der angriffslustige Kunde, ihm mit einem Schraubenzieher ein Auge auszustechen. Als L. versuchte, mit der Geldbörse des Taxifahrers zu flüchten, hielt ihn dieser fest, wollte dem Räuber die 500 Euro in der Börse nicht überlassen. Es kam zu einem Kampf, in dessen Verlauf L. den Fahrer zusammenschlug; dabei brachte er ihm auch eine Schädelprellung bei.

Mehrere Passanten, die das Geschehen am Straßenrand beobachteten, konnten den Wüterich nicht aufhalten. Einem der Zeugen rief L. in drohendem Ton zu, er sei Albaner; dieser entpuppte sich als Landsmann, der den Räuber aber auch in seiner Muttersprache nicht zur Besinnung bringen konnte. Der Täter floh, konnte jedoch schon am nächsten Tag gefasst werden.

Das Gericht wies darauf hin, dass L. erst vor Kurzem weitere Straftaten begangen hatte. Bei dem Raub in Letter sei der 30-Jährige aufgrund von Alkohol- und Drogenkonsum vermindert steuerungsfähig gewesen, aber keineswegs schuldunfähig. Joseph wies auch auf die schweren Folgen der Tat hin: Der Fahrer hat seither Kopfschmerzen und psychische Probleme. Dank seines verständnisvollen Arbeitgebers kann er seinen Job mit gewissen Einschränkungen aber weiterhin ausüben.

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