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Aus der Stadt Lange Schlangen vor dem Siloah-Krankenhaus
Hannover Aus der Stadt Lange Schlangen vor dem Siloah-Krankenhaus
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00:16 02.09.2014
Von Gunnar Menkens
Das Krankenhaus Siloah hatte heute seine Pforten für Besucher geöffnet. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Von 11 Uhr an strömten die Besucher ins neugebaute Siloah-Krankenhaus an der Ihmeaue, sie standen zeitweilig geduldig bis hinunter zur Straße, ehe sie vom Personal ins Gebäude hereingelassen wurden. Eine Staffelung die nötig war, damit sich die Menschen trotz großzügig geschnittener Räume nicht zu sehr auf den Füßen standen. Die Organisatoren überraschte dieser Andrang indes nicht: Beim Klinikum hatte man sich an Eröfffnungen anderer Krankenhäuser orientiert und kalkulierte so mit rund 10.000 Besuchern innerhalb des sechsstündigen Tag der offenen Tür.

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Lange Schlagen beim Einlass - das kennt man eigentlich nicht von einem Krankenhaus, das Menschen nach Möglichkeit meiden, wenn sie nicht gerade dort arbeiten.

Innen war zu besichtigen, was üblicherweise nur Fachpersonal zu Gesicht bekommt. Ein Operationssaal etwa, mit als Krankenschwestern ausstaffierten Schaufensterpuppen und umfangreichen Apparaturen. Auch hier lotste eine Mitarbeiterin des Klinikums wartende Besucher aus einer langen Reihe Meter um Meter in den Raum. Die Professoren der zwölf medizinischen Fachbereiche standen für Gespräche bereit, wer wollte, konnnte mit Faßzange und 3-D-Brille aus einer Paprika Gummibärchen herausoperieren.

In den Bettenhäusern konnten potenzielle Patienten sich anschauen, wie sie im Ernstfall zu Liegen kommen - meist in Zweibett-Zimmern mit jeweils eigenem Multimedia-Bildschirm am Bett. Das war für viele Besucher an diesem Tag auch ein Grund, sich das neue Siloah anzusehen: Besonders ältere Gäste erzählten, von diesem speziellen Interesse. Film und Texte informierten über die Geschichte des Krankenhauses. In der hellen und großen Kantine spielte eine Band, draußen im Hof gab es Dinge vom Grill.

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Acht Jahre lang hat es gedauert, ehe aus einem politischen Beschluss ein neues Hospital geworden ist.

Am nächsten Wochenende ziehen mehr als 400 Patienten aus dem Oststadtkrankenhaus-Heidehaus und dem alten Siloah in das neue Gebäude um, das dann nach achtjähriger Planungs- und Bauphase und Kosten von 200 Millionen Euro den Betrieb aufnimmt.

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