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Bauprojekt

Lange 
Verzögerung am Kröpcke in Hannover

Von Conrad von Meding

Erstmals hat am Mittwoch der Investor des Kröpcke-Centers die deutlichen Zeitverzögerungen am 200 Millionen Euro teuren Bauprojekt in der Innenstadt bestätigt. Die Baustelle befindet sich demnach um mehr als fünf Monate im Verzug. Zu den Ursachen der Probleme gibt es weiterhin keine Angaben.
Die Baustelle am Kröpcke befindet sich um mehr als fünf Monate im Verzug.

Die Baustelle am Kröpcke befindet sich um mehr als fünf Monate im Verzug.

© Frank Wilde (Archivbild)

Noch im Januar hatte der Investor die Berichterstattung der HAZ über die offensichtlichen Verzögerungen scharf als „Stimmungsmache“ kritisiert. Damals hing die Baustelle nur etwa drei Monate hinter dem Zeitplan.

Seit Mittwoch ist klar: Nach den weitgehend abgeschlossenen Abrissarbeiten im Bereich des Kröpckes soll der eigentliche Rohbau für die fünf deutlich vergrößerten Geschäftsgeschosse nun überhaupt erst im Mai beginnen. Statt im Oktober 2010 soll der Rohbau laut neuem Plan dann im März 2011 abgeschlossen sein, wie die Stadt bestätigte. Wann das Bekleidungsgeschäft Peek&Cloppenburg seine erweiterten Räume endgültig in Betrieb nehmen kann, ist damit völlig offen. Derzeit läuft der Verkauf allerdings mit vollständigem Sortiment auf eingeschränktem Raum weiter – für Kunden locken wegen des Umbaus weiterhin teilweise starke Rabatte.

Der Investor von der Düsseldorfer Centrum Grundstücksgesellschaft Centrum will die Betonburg aus den siebziger Jahren vollständig umbauen. Im Herbst hat es eine weitreichende Umplanung gegeben, die auch mit der Stadt abgestimmt werden musste. Zur Begründung war damals in der Stadtverwaltung zu hören, der Hauptmieter Peek&Cloppenburg habe offenbar Änderungswünsche für seine Verkaufsetagen. Das wurde in der Hamburger Peek-Zentrale gestern dementiert: „Uns ist nichts von Umplanungswünschen bekannt“, sagte Sprecherin Katja Hünnekens. Der Investor ist nicht verpflichtet, sich zu den Gründen zu äußern. Er hat der Stadt nur zugesichert, die Baustelle bis spätestens 2013 zu beenden.

Baustart am Bahnhof im Sommer: Beim anderen hannoverschen Bauprojekt der Centrum, dem Umbau der Ernst-August-Markthalle gegenüber vom Hauptbahnhof, soll der aktuelle Zeitplan eingehalten werden. Dem Vernehmen nach gibt es weiterhin Schwierigkeiten mit Mietern, die nicht ausziehen wollen. Im Sommer werde der Umbau aber beginnen, ließ Centrum-Geschäftsführer Holger Wohner gestern ausrichten. Nach der Modernisierung sollen Textilgeschäfte in das Haus einziehen. Centrum hat in der Innenstadt schon mehrere Projekte erfolgreich abgewickelt.

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  • Schadensbegrenzung Flexi – 26.03.10
    Ich finde, dass der Umbau der E-A-M durch die Stadt auf Eis gelegt werden sollte. Zumindest solange, bis der erste Bauabschnitt des KC beendet ist. Bringt doch nix, überall Fassaden aufzureißen und Sanierungen zu beginnen, und es dann unbeendet sein zu lassen... Bald sieht's hier aus als hätte ein Krieg statt gefunden. Krieg der Investoren >_>
  • @ich tesa – 25.03.10
    Ohne die Erweiterung am Kröpke also keine Einkaufsmöglichkeit in H? Mit dem Maschsee (mal ohne das dortige Fest gesehen) hat H also nichts zu bieten? Auch so Sichtweisen...
  • Ihme-Zentrum / KC / Bredero CC – 25.03.10
    Ich hoffe, dass damit jedem mal klar ist, dass diese Phantasterei von den Stadtbauräten Hillebrecht und Adrian endgültig gescheitert ist. Erst alles abreißen und dann mit Megaklötzen vollkleistern.

    Und wir haben noch Glück gehabt: Der Aegi, die List und Linden sollten eigentlich ja noch mehr Betonburgen bekommen. Gut, dass es anders kam.

    In 20 Jahren ist übrigens die Ernst-August-Galerie eine Ruine.
  • @Beamter paulchen – 25.03.10
    Jawohl immer auf andere! Nein, diese Verzögerung hat die gleichen Gründe wie das Chaos am Ihmezentrum.
    Spekulanten und Zocker haben sich verrechnet und lassen jetzt alles fallen wie eine heiße Kartoffel.
    Aber unsere Rathauscrew kennt sich mit sowas ja nicht aus, die haben andere Probleme, wie zum Beispiel die Umweltzone und wie man verhindert, dass Kunden in die Stadt kommen! Man ist mir schlecht!!
  • Ruine im Stadtzentrum ich – 25.03.10
    Wir sollten das mal postiv sehen. Eine Ruine in der Innenstadt bedeutet, dass mehr Leute im Umkreis unterwegs sein sollten. Und da die ganzen Plakettensünder ja sowieso nur noch nach Herrenhausen dürfen, könenn wir uns doch dort demnächst ein schönes Schloss ansehen. Dort kann man zwar nix kaufen, macht aber nix.
    Diese Stadt hat bald gar nix mehr zu bieten, als ihr beschissenes Maschsee- und Schützenfest.
    Wenn ich hier nicht arbeiten müsste...
  • Ihmezentrum II ben – 25.03.10
    Der Investor verschleiert seine Zahlungsunfähigkeit. Erst Handwerkerklagen wegen Nichtzahlung. Dann wird die Bautätigkeit nahzu eingestellt und die Begründung lautet Änderungswunsch. Das Ding wird nie fertig und die Stadt hat den nächsten Fall Ihmezentrum. Anstatt die wahren Gründe und die Solvenz des Investors zu ergründen, mutet die Stadt den Besuchern diese Ruine auch bis 2013 zu.
  • Transparenz! Patrick Ziemke - PIRATEN Region Hannover – 25.03.10
    Der Umbau hat sich nun bereits um ein halbes Jahr verzögert. Jeder zusätzliche Tag bedeutet Einschränkungen für uns Hannoveraner am Kröpcke. Die Leute haben ein Anrecht darauf zu erfahren, was die Gründe für die Verzögerungen sind. Schließlich geht es hier um ein Bauprojekt im Herzen Hannovers. Die Verwaltung sollte massiv darauf drängen, die Gründe vom Investor zu erfahren! Das Stichwort ist TRANSPARENZ!
  • Mein reden ... Ruinenbewohner – 24.03.10
    ... schon seit letztem Jahr.

    Hannover gleich Stadt der Ruinen.

    P.S. Die nächste Ruine ist da dann auch schon vorgeplant, E-A-M.
  • Gründe Beamter – 24.03.10
    die Gründe liegen im Bauamt Hannover. Dort ist man nicht in der Lage oder Willens die Bauanträge zeitnah zu bearbeiten !
  • Dejavu? zum Löschen vorgemerkelt – 24.03.10
    Ihmezentrum reloaded?

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