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Aus der Stadt Laura geht auf Abschlussfahrt
Hannover Aus der Stadt Laura geht auf Abschlussfahrt
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20:28 01.09.2009
Von Bärbel Hilbig
Lösung in Sicht: Laura Isbanner. Quelle: Martin Steiner

Rechtsanwältin Sandra Stobbe von der Kanzlei Willig, Koch & Kollegen hatte kurz vorher beim Sozialgericht gegen die Krankenkasse und ergänzend gegen die Stadt Hannover eine einstweilige Anordnung beantragt. Beide hatten die Anträge von Lauras Mutter Bettina Isbanner zuvor abgelehnt.

„Wir sind unendlich erleichtert“, sagt Bettina Isbanner. Laura ist von Geburt an querschnittsgelähmt. Ohne medizinische Rundumbetreuung hätte sie die Fahrt der Integrierten Gesamtschule Roderbruch, auf der auch zahlreiche Ausflüge geplant sind, nicht mitmachen können. „Behinderte Kinder dürfen nicht ausgeschlossen werden. Sie müssen das gleiche Recht wie nichtbehinderte Kinder haben“, sagt Rechtsanwältin Sandra Stobbe.

Die DAK hatte am Montag nach Anfragen von HAZ und Rechtsanwältin zunächst nur die medizinischen Kosten übernehmen wollen, die auch in Hannover anfallen. Neben täglich acht Stunden Nachtwache sind das pflegerische Aufgaben, die mehrmals am Tag ambulant geleistet werden. Während der Reise wäre dieser ambulante Dienst nicht möglich.

Die Stadt zahlt eine Hilfskraft, die Laura in der Schule zur Hand geht. „Wir wären bereit gewesen, uns mit der DAK über die Aufteilung der Kosten für Begleiter auf der Klassenfahrt zu einigen“, sagt Hans-Joachim Sbresny, Fachbereichsleiter Soziales. Die DAK habe jedoch den Antrag der Familie komplett abgelehnt. „Wir wären allein auf den Kosten sitzen geblieben“, sagt Sbresny.

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