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"Le Club": Die neue Show im GOP

Varieté "Le Club": Die neue Show im GOP

Mit "Le Club" zeigt das GOP den Stand der Dinge afrikanischer Akrobatik-, Zirkus-, und Varité-Kunst. Die Schau mit folkloristischen Elementen und modernen Interpretationen läuft noch bis zum 2. Juli.

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Quelle: Frank Wilde

Hannover. Tanzen ist wichtig. Bei „Le Club“, der neuen Show im GOP, wird eigentlich ständig getanzt. Es wird auch jongliert, geturnt und sich auf das Unmöglichste verbogen, doch jede Bewegung folgt einem inneren oder äußeren Rhythmus. „Le Club“ zeigt den Stand der Dinge afrikanischer Akrobatik-, Zirkus- und Varieté-Kunst. Und ist damit eine Abwechslung in einer Szene, in der oft osteuropäische Künstler dominieren. Spitzenleistungen werden hüben wie drüben gebracht, doch hier, im „Club“, ist es lässiger. Und es wird dabei viel gelacht.

Wenn der Äthiopier Girma Tsehai und sein Landsmann Tarik Usman an der Vertikalstange, dem Pole, raufklettern, runterrutschen und im 90-Grad-Winkel hängen, ohne die Hände zu benutzen, scheint ihnen das bei aller Mühe größten Spaß zu machen. Wenn der in den Niederlanden lebende Michael Evolution mit drei Basketbällen dribbelt oder sie in irrem Tempo zwischen seinen strampelnden Beinen hin- und herschiebt, grinst er von einem Ohr zum anderen. Botschaft: Seht her, ich kann’s, und ich liebe es!

Mit "Le Club" zeigt das GOP den Stand der Dinge afrikanischer Akrobatik-, Zirkus-, und Varieté-Kunst. Die Show läuft noch bis zum 2. Juli 2017.

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Werner Buss, Kreativdirektor des GOP, hat das Programm mit den Regisseuren Pierre Caesar und Markus Pabst zusammengestellt - und es ist kein Folkloreabend. Es gibt folkloristische Elemente wie die beiden wie unter Strom stehenden Tänzerinnen Adama Hawa Sow Ep Bodian und Mame Diarra Mbaye oder die charismatische Sängerin Awa Diarra und ihre Band aus Burkina Faso.

Daneben aber bietet die Show sehr moderne Interpretationen typischer Varieté-Kunst wie von dem südafrikanischen Kortosionskünstler Jade Lee Petersen oder der in New York lebenden Hula-Hoop-Künstlerin Michele Clark. Was sie im flackernden Licht zu pulsierender Musik mit den Reifen alles anstellt, ist akrobatisch, ästhetisch und - natürlich - tänzerisch. Dass Clark als Weltbeste in ihrem Genre gilt, mag man angesichts dieser atemberaubenden Darbietung gern glauben. Und Publikumsliebling Girma Tsehai, der einst seine Karriere im hannoverschen GOP begann, hat so ziemlich alles drauf. Er ist ein kleines Kraftpaket, jongliert mit Bällen nach oben, nach unten und an schrägen Flächen. Und er macht sich nackig. Fast. Er trägt immerhin einen Hut. An der richtigen Stelle. Und dann zwei und drei und vier. Sie wandern pausenlos über seinen Körper, aber alles bleibt jugendfrei.

Das Premierenpublikum brauchte einen Moment, um sich auf den ungewöhnlichen Rhythmus, das Tempo und die Direktheit des Abends einzustellen. Doch schon vor der Pause hatte das Ensemble seine Zuschauer so locker gemacht, dass alle zum Groove der Band auf ihrer Tischdeko oder auf Flaschen herumklöppelten. Spätestens von da an waren sie angesteckt vom Zauber und von der Fröhlichkeit dieses Abends.

Infos

„Le Club“ ist bis zum 2. Juli in Hannover geöffnet. Infos und Tickets: www.variete.de.

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