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Uni will Sporthalle für Flüchtlinge räumen

Unterkünfte dringend gesucht Uni will Sporthalle für Flüchtlinge räumen

Die Leibniz-Universität will dem Land eine Sporthalle für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen. „Wir könnten eine ganze Halle umbauen und hergeben. Das wäre recht schnell machbar“, kündigte Uni-Präsident Volker Epping am Dienstag an. Das Land sucht dringend nach Unterkünften.

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Das Land sucht vor dem Winter dringend weitere Gebäude als Unterkünfte – auch an den Hochschulen.

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat am vergangenen Donnerstag alle Hochschulen im Land nach geeigneten Liegenschaften gefragt – mit der Bitte um Antwort innerhalb einer Woche. Angesichts des nahenden Winters sucht das Innenministerium dringend Gebäude, die kurz- oder mittelfristig für eine vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind. „Das Innenministerium muss dann noch prüfen, ob die vorgeschlagenen Räumlichkeiten infrage kommen“, sagt Margit Kautenburger, Sprecherin des Wissenschaftsministeriums.

An der Leibniz-Uni haben die beteiligten Fachabteilungen die Halle 2 des Zentrums für Hochschulsport am Moritz­winkel ins Auge gefasst. In dem 675 Quadratmeter großen Gebäude laufen Kurse zur sportpraktischen Ausbildung für angehende Lehrer. „Das dürfen wir natürlich nicht gefährden. Die Studenten haben einen Rechtsanspruch auf ihre Seminare“, betont Epping. Als Ersatz sucht die Leibniz-Uni deshalb Ausweichmöglichkeiten und will Gespräche mit dem Bundesleistungszentrum aufnehmen, das über die notwendige Ausstattung mit Geräten verfügt.

Für die Halle am Moritzwinkel sind Umbauten notwendig, sollte das Land sie als geeignet einstufen. Der Zugang zur Nachbarhalle muss geschlossen sowie ein Notausgang angelegt werden. Außerdem müsste die Uni Sanitärcontainer anmieten, da die vorhandenen Duschen und Toiletten nicht ausreichen. „Ich bin dankbar, dass bei uns alle beteiligten Abteilungen an einem Strang ziehen“, sagt Epping.

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat ebenfalls geprüft, ob es Möglichkeiten zur Unterbringung gibt. „Wir sind aber eine Campus-Hochschule, bei der alle Funktionsbereiche auf sehr engem Raum ineinandergreifen“, schränkt MHH-Sprecher Stefan Zorn ein. Einzig eine Bewegungshalle könnte unter Umständen geeignet sein und bis zu zwölf Familien Platz bieten. „Die Halle wird aber stark für den Hochschulsport genutzt. Dafür müssten wir mit allen hannoverschen Hochschulen eine Lösung finden.“

Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums hat die Hochschule Hannover eine früher als Turnhalle genutzte Fläche von rund 300 Quadratmetern benannt, deren bauliche Eignung allerdings noch durch das Staatliche Baumanagement Hannover bestätigt werden müsste. Bisher haben sich außerdem die Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel und die TU Clausthal mit Vorschlägen gemeldet.     

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