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Aus der Stadt Lehrerin Beate Brase begleitet einen Nasa-Testflug
Hannover Aus der Stadt Lehrerin Beate Brase begleitet einen Nasa-Testflug
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14:35 30.11.2015
Von Saskia Döhner
Astronautentraining hat Beate Brase hinter sich, jetzt fliegt sie. Quelle: Herzog (Archiv)
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Hannover

Langstreckenflüge erreichen nur eine Höhe von zehn Kilometern. An Bord der Boeing 747 sind rund 20 Wissenschaftler der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) – und ein riesiges Teleskop mit einem Durchmesser von 2,7 Metern und einem Gewicht von 17 Tonnen. Es wird ausgefahren und dann wird dort, oberhalb der Wasserdampfhülle, die die Erde umschließt, per Infrarotstrahlung nach Spuren von neuen Galaxien, neuen Sternen und außerirdischem Leben gesucht. Zehn Stunden dauert jeweils ein Testflug hoch über dem Pazifik. Mindestens zwei oder drei dieser Flüge will Brase in der nächsten Woche begleiten. Sie ist die einzige Lehrerin aus Niedersachsen, die mit an Bord ist. „Botschafterin für die Schulen“ ist der Titel ihrer Sofia-Mission.

„Es ist toll, hautnah dabei zu sein“, sagt Brase, „ich kann dann meinen Schülern direkt von den Ergebnissen berichten, in den Schulbüchern werden diese Resultat erst in 20 Jahren stehen.“ Überhaupt sei es bedauerlich, dass in den niedersächsischen Lehrplänen kein Platz für Astronomie sei; dabei würde dies Schüler gerade besonders interessieren. Gern würde sie daraus auch Unterrichtsmaterialien für andere Lehrer zusammenstellen.
Wie sich Schwerelosigkeit anfühlt, hat die Pädagogin schon erlebt. Bereits zweimal hat sie an einem Astronautentraining der Nasa teilgenommen, das Massachusetts Institute of Technology (MIT) wählte sie 2013 zum „Lehrer des Jahres“, die Stiftung NiedersachsenMetall hatte sie zuvor als „Mint-Lehrerin“ ausgezeichnet, die Schülern Naturwissenschaften besonders fesselnd vermittelt.

„Physik kann man in jedem Fach beibringen“, betont Brase. Zum Beispiel im Sportunterricht. „Die Hebelgesetze lassen sich beim Aikido ganz anschaulich erleben.“ Oder auch die Verbindung mit ethischen Fragen: Was darf man forschen, was sollte man lieber nicht hinterfragen? Es gehe nicht darum, Formeln auswendig zu lernen und Wissen anzuhäufen, sondern um das generelle Interesse an Naturwissenschaften. Bei dem Testflug freut sie sich am meisten auf das Gespräch mit den anderen Mitreisenden – auf die Ingenieure, Physiker, Chemiker und Piloten, die alle für die eine Sache brennen –  den Blick auf die Unendlichkeit. „Vielleicht sind wir ja dabei, wenn ein neuer Stern entsteht.“

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