Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Leibniz-Uni feiert Geburtstag des Namensgebers
Hannover Aus der Stadt Leibniz-Uni feiert Geburtstag des Namensgebers
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 04.07.2016
Große Bühne: Zum 370. Geburtstag des Universalgenies feiert die Leibniz-Uni den zehnten Jahrestag ihrer Umbenennung.  Quelle: Behrens
Anzeige
Hannover

Es soll Studenten geben, die beim Namen ihrer Universität einfach zwanghaft an Kekse denken müssen. Es gibt sicher Schlimmeres. Viele halten es jedoch schlicht für „cool“, dass die Uni Hannover sich vor exakt zehn Jahren nach Gottfried Wilhelm Leibniz benannt hat. Der Universalgelehrte taugt zur Identifikation, darin sind sich Studenten und Dozenten heutzutage überwiegend einig. Eine „geniale Idee“ sei die Namenswahl gewesen, lobt Sepp Heckmann, Ex-Messechef und lange im Hochschulrat der Leibniz-Universität engagiert. „Der Name gibt der Uni eine neue erkennbare Identität. Insgesamt ist das Selbstbewusstsein damit deutlich gewachsen.“

Zum 370. Geburtstag des Gelehrten am 1. Juli feierte die Leibniz-Uni gestern mit rund 450 Gästen ihren Namenspatron und natürlich auch sich selbst mit einem Festakt im Welfenschloss. Dabei war die Umbenennung am 1. Juli 2006 keineswegs ein Selbstläufer, wie Ex-Unipräsident Erich Barke im Rückblick schilderte. Barke, Ende 2005 zum Präsidenten ernannt, stieß auf eine „mittelmäßige Uni mit erheblichen Kommunikationsproblemen“. Geistes- und Naturwissenschaften standen sich misstrauisch gegenüber. „Die Uni wurde von außen als gesichtslos wahrgenommen“, erinnert der damalige Uni-Präsident. Für den neuen Namen Leibniz konnten sich jedoch viele schnell erwärmen, vom Landtagspräsidenten bis zum Oberbürgermeister. Keksfabrikant Bahlsen sowieso.

Geplant war die Umbenennung für den 5. Mai 2006, zum 125-jährigen Bestehen der Uni. Allerdings grätschte kurz davor die Leibniz-Akademie dazwischen - sie hatte sich ihren Namen schützen lassen und wollte Fachhochschule werden. Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg scheiterte mit einem Schlichtungsversuch. Am Ende einigte man sich, wie bekannt, dann doch.

„Der Name hat für die richtige Aura gesorgt“, bilanziert Oberbürgermeister Stefan Schostok. Leibniz stehe für Interdisziplinarität, Innovation und Weltoffenheit und er habe neben anderem durchaus auch Wert auf die praktische Anwendung von Wissen gelegt. Schostok nimmt dies als Beleg, dass die anwachsenden Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Hannover das Gefallen des Gelehrten gefunden hätten.

Einen besseren Namenspatron für eine Universität dürfte es kaum geben, ließ Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic per Videobotschaft ausrichten. Auch Uni-Präsident Volker Epping erinnerte daran, dass Leibniz in allen damals bekannten Wissensgebieten aktiv war und deshalb fast jeden Forscher in seinem Gebiet anspreche. „Heute brauchen wir über 300 Professoren, um die Themenfelder beackern zu können.“ Die Welt sei allerdings auch komplexer geworden. „Leibniz steht aber vor allem für das Prinzip, dass viele Probleme nur durch das Zusammenwirken verschiedener Disziplinen zu lösen sind“, betonte Epping. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hat die Uni inzwischen erheblich ausgeweitet, so in Kooperationen mit der Medizinischen Hochschule bei der Biomedizintechnik. Dass angesichts des nicht jedem geläufigen Namens Leibniz manchmal Post für eine „Leipzig-Uni“ ankommt, lässt sich dabei ganz gut verschmerzen.

Aus der Stadt Romanautorin Maja Loewe - Fantasy aus Döhren

Seit sie Mutter ist schreib Maja Loewe Fantasy-Romane. Jetzt hat sie ihr Buch "Die Augen des Iriden" veröffentlicht: Es geht um den 16-Jährigen Henry, der einem gefährlichen Geheimbund auf die Schliche kommt. Für den Roman wurde sie für den Deutschen Phantastik Preis nominiert.

Martina Sulner 04.07.2016
Aus der Stadt Ausländische Fans in der Region Hannover - Hier wohnen die EM-Teilnehmer in der Region

In den 20 Städten und Gemeinden rund um Hannover wohnen Menschen aus allen Ländern, die noch bei der EM vertreten sind. Allerdings stehen im Viertelfinale 568 230 Deutschen nur 3850 Italiener gegenüber. Eine Übersicht.

04.07.2016
Aus der Stadt Interview: Hochzeitsplaner bei der Arbeit - Warum wollen eigentlich alle in Weiß heiraten?

Mit viel Organisationstalent: Claudia Nitziol und Kai Lüpkes über ihre Arbeit als Hochzeitsplaner. Im Interview erzählen sie, warum der Trend in Richtung Open-air-Hochzeit geht und warum Beiträge von Gästen out sind.

Martina Sulner 04.07.2016
Anzeige