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Leibniz-Uni hat bundesweit das teuerste Semesterticket

Ranking Leibniz-Uni hat bundesweit das teuerste Semesterticket

Teurer ist das Semesterticket in keiner anderen größeren Hochschule: An der Leibniz-Uni zahlen Studenten in diesem Wintersemester 243,06 Euro allein für die Semestercard. Der gesamte Semesterbeitrag liegt bei 425,06 Euro. Auch das ist im bundesweiten Vergleich der Spitzenwert.

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Ganz schön happig: An keiner anderen großen Hochschule zahlen Studenten mehr für den Nahverkehr als an der Uni.

Quelle: Irving Villegas

Hannover. Für die Untersuchung hat das Vergleichsportal Netzsieger die Semesterbeiträge der 40 größten deutschen Universitäten analysiert. Kleinere Hochschulen wurden nicht berücksichtigt - so fiel nicht auf, dass in Hannover das Semesterticket an der Medizinischen Hochschule geringfügig teurer ist (243,60 Euro) und der Gesamt-Semesterbeitrag an der Hochschule Hannover (HsH) mit 429,06 Euro teurer ist als der der Uni.

Ticket gilt landesweit

Bundesweit an zweiter Stelle folgen die Goethe-Uni Frankfurt mit 210 Euro und Mainz mit 204 Euro. Am günstigsten kommt das Semesterticket für Studenten in Kiel mit nur 57 Euro, Augsburg (60 Euro) und Würzburg mit 74 Euro. In Kiel können Studis sich mit den Karten allerdings nur innerhalb des Stadtgebiets bewegen, in Augsburg sogar nur in zwei Tarifzonen. Studenten der Leibniz-Uni kommen dagegen im Nahverkehr durch ganz Niedersachsen sowie in Hessen bis Kassel und in Nordrhein-Westfalen bis Bielefeld. Der Asta der Leibniz-Uni hat dafür mit dem Großraum-Verkehr Hannover sowie acht weiteren Verkehrsbetrieben Verträge geschlossen.

Bis zu 429,06 Euro Beitrag im Semester zahlen Studenten in Hannover. Von der MHH über die Leibniz-Universität bis zur Tierärztlichen Hochschule: So hoch sind die Beiträge in den verschiedenen Einrichtungen. 

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„Wir bekommen schon manchmal zu hören, dass es zu teuer ist“, räumt Asta-Sprecherin Marie Forster ein. Jedes Jahr stimmten aber auch alle Studenten der Uni ab, wie weit das Semesterticket sie bringen soll. Und die meisten befürworteten das Komplettpaket mit großer Reichweite. In dem Modell zahlen alle Studenten einen Anteil für jeden der beteiligten Verkehrsbetriebe - auch wenn sie nicht jedes Streckennetz nutzen. „Wir richten uns danach, was die Studenten wollen“, betont Marie Forster.

In der Kritik steht bei verschiedenen studentischen Hochschulgruppen der Leibniz-Uni aber seit Jahren der hohe Anteil für den Großraum-Verkehr Hannover (GVH), der inzwischen bei 134 Euro pro Semester liegt. In Verhandlungen sind die Studentenvertreter aber nicht weitergekommen. Auch der Anteil des Studentenwerks am Semesterbeitrag ist mit 95 Euro vergleichsweise hoch. „Das Land zahlt wenig für den Ausbau von Wohnheimen“, sagt Asta-Referent Patrick Bredl. Der Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover, Eberhard Hoffmann, bestätigt das. Für die Sanierung von Wohnheimen sowie für Neubauten ist der Semesterbeitrag vor einigen Jahren zweckgebunden zweimal angehoben worden.

75 Euro gehen direkt ans Land

Mit ihrem Semesterbeitrag zahlen alle Studenten in Niedersachsen außerdem 75 Euro Verwaltungskosten. „Die gehen direkt ans Land. Davon haben weder Studenten noch Hochschulen etwas“, stellt Hoffmann fest.

Anders als die Leibniz-Uni tauchen die anderen hannoverschen Hochschulen nicht in dem bundesweiten Ranking auf. Außer an der HsH zahlen alle Studenten der übrigen Hochschulen weniger Semesterbeitrag. Allerdings umfassen die Semestercards von Tierärztlicher Hochschule und Musikhochschule weniger Verkehrsverbünde. An der Medizinischen Hochschule und dem Standort Ahlem der HsH betreibt das Studentenwerk keine Mensa, deshalb fällt der Beitrag dort geringer aus.

Das Semesterticket-Modell mit großer Reichweite könnte sich nächstes Jahr aber sogar für alle Studenten in Niedersachsen und Bremen durchsetzen. Die Asten arbeiten seit mehreren Jahren daran. „Da ein landesweites Semesterticket an allen Hochschulen vieles vereinfacht, hoffen wir auf eine Kosteneinsparung“, sagt Asta-Mobilitätsreferent Patrick Bredl.

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