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Aus der Stadt Forscher aus Hannover hoffen auf Millionen
Hannover Aus der Stadt Forscher aus Hannover hoffen auf Millionen
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00:18 02.10.2017
Von Bärbel Hilbig
Im Exzellenzcluster Rebirthforschen 54 Teams an Wiederherstellung oder Ersatz von geschädigten Zellen, Gewebe und Organen. Prof. Axel Haverich ist Sprecher des Verbunds. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Im Rennen um Forschungsmillionen haben Hannovers Hochschulen einen beachtlichen Start hingelegt: Fünf Forschergruppen dürfen Vollanträge für die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellen. Insgesamt steht Niedersachsen nach der Vorrunde gut da: Zehn von 18 Forschergruppen, die Antragsskizzen einreichten, haben die erste Hürde genommen. Die Universität Göttingen ist viermal, die Technische Universität Braunschweig zweimal als Antrag- oder Mitantragsteller dabei. „Dieser großartige Erfolg ist ein Beleg für die hervorragende wissenschaftliche Arbeit und gelungene Profilbildung an den Universitäten in Niedersachsen“, betont Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić. Sie schreibt das auch dem eigenen Programm zur Förderung der Spitzenforschung in Niedersachsen zu.

Übersicht: Daran forschen Hannovers helle Köpfe

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) kommt mit allen drei Antragsskizzen weiter: Der neue Forschungsverbund Resist ergründet, wie sich Infektionen besser behandeln lassen. Die Hörforscher von MHH und Uni Oldenburg wollen im Verbund Hearing4All Diagnostik und Therapie für Menschen mit allen Formen von Hörstörungen verbessern.

Die Forschergruppen im Exzellenzcluster Rebirth entwickeln regenerative Therapien für Volkskrankheiten von Blut, Leber, Lunge und Herz. Sollte der Antrag erfolgreich sein, könnte Rebirth zum dritten Mal von der Exzellenzförderung profitieren. In den vergangenen zehn Jahren haben die Forscher 88 Patente angemeldet, 15 Erfindungen lizensiert und sieben Start-up-Unternehmen gegründet. 

Bundesweit kommen 88 von 195 Anträgen weiter

Mit ihrer Exzellenzstrategie wollen Bund und Länder Spitzenforschung an den Hochschulen stärken. Dazu gehört die Förderung von Forschungsverbünden, genannt Exzellenzcluster. Zum dritten Mal konkurrieren dabei Forscher aus ganz Deutschland um Millionenbeträge. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die den Wettbewerb organisiert, hat insgesamt 195 Antragsskizzen bekommen. Ein internationales Expertengremium hat jetzt 88 Projekte ausgewählt, die es in die nächste Antragsrunde geschafft haben. Die Wissenschaftler müssen ihre Anträge nun bis 21. Februar 2018 einreichen. Im September 2018 bekommen 45 bis 50 Forschungsverbünde den Zuschlag, sie werden ab 1. Januar 2019 zusammen jährlich rund 385 Millionen Euro erhalten. Die Cluster, die meist aus etlichen Forschergruppen bestehen, bekommen sieben Jahre lang Geld. Oft kooperieren Hochschulen mit anderen Forschungseinrichtungen.

Die Leibniz-Universität ist an Rebirth und Hearing4All beteiligt – und hat es dieses Mal außerdem geschafft, zwei eigene Projekte weiterzubringen. Die Gruppe Phoenix-D will optische Präzisionsgeräte kostengünstig digitalisiert fertigen – für schnellere Blutanalyse oder auch gezielte Unkrautvernichtung per Laser. Die Forscher von QuantumFrontiers entwickeln neue Messtechnologien auf Nanoebene. „Ich freue mich außerordentlich, dass es unseren Wissenschaftlern gelungen ist, diese entscheidende Hürde zu nehmen“, sagt Volker Epping, Präsident der Leibniz-Universität. Speziell diese erste Runde der Exzellenzstrategie unterliege einem immensen Wettbewerbsdruck. Epping dankte ebenso zwei Gruppen, deren Voranträge gescheitert sind.

MHH-Präsident Professor Christopher Baum spricht angesichts der Möglichkeit, drei Vollanträge zu stellen, von einem großartigen Ergebnis für seine Hochschule. „Damit sind wir im Bereich der Medizin bundesweit die erfolgreichste Universität.“
Für die Leibniz-Universität und die MHH sind mit diesem Zwischenstand noch alle Chancen offen, sich später als Exzellenzuniversität mit besonders üppiger Förderung zu bewerben. Die Möglichkeit dazu haben Universitäten, die zwei eigene bewilligte Exzellenzcluster vorweisen können, oder gemeinsam mit anderen drei Exzellenzverbünde.

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