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Schüler erinnern am 300. Todestag an Leibniz

Neustädter Kirche Schüler erinnern am 300. Todestag an Leibniz

Vor 300 Jahren starb Hannovers größter Gelehrter - zum Auftakt mehrerer Gedenkveranstaltungen erinnerten Schüler der Leibnizschule in der Neustädter Kirche an Gottfried Wilhelm Leibniz.

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Redner und Schüler erinnern zum 300. Todestag an Gottfried Wilhelm Leibniz.

Quelle: Villegas

Hannover. Er ist wieder da. Als Zeitreisender kreuzt der leibhaftige Gottfried Wilhelm Leibniz plötzlich in einer TV-Quizshow auf, in der es das Thema Leibniz geht. Und prompt zeigt sich, dass verkopfte, ehrfürchtige Experten mit dem realen Gelehrten weit weniger warm werden als unbefangene, neugierige Laien. Mit dem Theaterstück "Die Erbschaft", das Schüler der Leibnizschule unter der Regie ihres Lehres Matthias Behne inszenierten, begannen am Morgen in der Neustädter Hof- und Stadtkirche die Gedenkfeierlichkeiten zu Leibniz' 300. Todestag.

Vor 300 Jahren starb Hannovers größter Gelehrter - zum Auftakt mehrerer Gedenkveranstaltungen erinnerten Schüler der Leibnizschule in der Neustädter Kirche an Gottfried Wilhelm Leibniz.

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Vor rund 200 Besuchern - darunter viele Leibnizschüler - erinnerte Pastorin Martina Trauschke an die Aktualität des großen Gelehrten: "Seine Leidenschaft für die Vernunft hat noch immer Leuchtkraft", sagte sie. Als Präsident der Leibniz-Gesellschaft würdigte Erich Barke das Universalgenie: Leibniz sei mit seinen Erfindungen und Ideen oft gescheitert, sagte Barke: "Er hat aber nie aufgegeben, sondern weitergearbeitet." Mit dieser Haltung sei Leibniz ein Vorbild für junge Menschen: "Erfolgreich Scheitern ist ein Rezept", sagte Barke, "denn man wird mit jedem Scheitern klüger."

Kurt Veith, der Leiter der Leibnizschule, lobte in einer Rede die Neugier, die Weltoffenheit und die Toleranz von Leibniz: "Er wollte mehr als Karriere machen, er wollte etwas bewegen, die Welt verändern." Obwohl Leibniz ihn vielen Bereichen nicht erfolgreich gewesen sei, sei er doch kein Versager: "Er ist authentisch seinen Weg gegangen, und das macht ihnl zum Vorbild für alle jungen Menschen."

Gleich mehrere öffentliche Veranstaltungen würdigen Leibniz an diesem 14. November, seinem 300. Todestag: Um 17 Uhr steht eine Kranzniederlegung in der Neustädter Hof- und Stadtkirche mit Ministerpräsident Stephan Weil auf dem Programm. Dabei spricht auch Leibniz-Biograf Eike Christian Hirsch zu Leibniz’ Harmonielehre. Die Komposition „Longue Distance“ des französischen Komponisten Frédéric Durieux wird von den Musikern Udo Grimm und Guowei Yan uraufgeführt.

Für den Abend steht ein öffentliches „Salonkonzert“ in der Neustädter Kirche auf dem Programm. Dabei lesen die Schauspieler Dieter Hufschmidt und Elisabeth Hoppe aus Briefen, die Leibniz und die fürstlichen Damen aus seiner Umgebung einander schrieben. Dazu intoniert der Chor der Leibniz Universität unter der Leitung von Tabea Fischle passende Stücke. Um 21 Uhr haben die Besucher dann Gelegenheit, sich aus der Kirche in vier „Salons“ zurückzuziehen, um sich im ganz im Geiste Leibniz’ gesellig auszutauschen: Landtagspräsident Bernd Busemann öffnet sein Arbeitszimmer im Leineschloss, der Fürstenhof des Landeskirchenamtes und das Umweltministerium sind ebenso geöffnet wie das barocke Turmzimmer der Neustädter Kirche.

Um 22 Uhr, zur Todesstunde Leibniz’, werden dann die Glocken der Kirche läuten. Der Bläserkreis musiziert auf dem mit Fackeln illuminierten Platz, Prominente tragen Leibniz-Sätze vor.

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