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Leiharbeit in MHH hält sich in Grenzen

Reaktion auf Brandbrief Leiharbeit in MHH hält sich in Grenzen

Nach dem Brandbrief den Betriebsräte hannoverscher Kliniken an den Bund geschrieben haben, relativiert die MHH die Vorwürfe der Gewerkschafter. Der Einsatz von Leiharbeitern als Krankenschwestern und Pfleger in der MHH halte sich in Grenzen.

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Die Leiharbeit an der MHH hält sich in Grenzen.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. Nach dem Brandbrief, den Betriebsräte hannoverscher Kliniken an den Bund geschrieben haben, relativiert die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) die Vorwürfe der Gewerkschafter. Der Einsatz von Leiharbeitern als Krankenschwestern und Pfleger in der MHH halte sich in engen Grenzen, sagt Vizepräsident Andreas Tecklenburg. „Damit werden nur punktuelle Ausfälle ausgeglichen, ich sehe da nichts Schlimmes dabei.“ In den ersten acht Monaten hat die MHH nach seinen Angaben insgesamt 60 Millionen Euro Personalkosten für die Pflege ausgegeben, davon seien lediglich 480 000 Euro an Leiharbeitsfirmen geflossen. Wenn sich eine Krankenschwester nach ihrer Ausbildung in der MHH für eine Mitarbeit in einer Leiharbeitsfirma entscheide, könne man das nicht verhindern.

Wie berichtet, beklagt der Personalrat der MHH die Überlastung der Pflegekräfte auf einigen Stationen, vor allem auf der Kinderstation und in den intensivmedizinischen Bereichen. Nach Ansicht des Personalrates könnten diese Bereiche „nur noch mit teurer Leiharbeit aufrechterhalten werden“, wie Personalratschef Simon Brandmaier sagt. Dort könnten nur noch die „fitten und voll flexiblen Mitarbeiter“ eingesetzt werden. Viele Krankenschwestern und Pfleger an der MHH hielten den Druck nicht aus und verließen das Haus deshalb.

Man müsse nun aufpassen, dass nicht noch mehr Mitarbeiter zu den Leiharbeitsfirmen abwanderten. Denn dort könnten die Mitarbeiter über ihren Dienstplan bestimmen und erhielten außerdem mehr Geld, als wenn sie bei der MHH angestellt wären. Die Mitarbeiter bei den Leiharbeitsfirmen bekämen die beliebten Dienstzeiten. Dagegen müssten die Pflegekräfte der MHH auf die unbeliebten Dienste wie in den Nächten oder an den Wochenenden ausweichen.

Tecklenburg sieht das gelassener. Es sei nicht geplant, die Leiharbeit in der MHH auszuweiten, sagt er. Es gebe jedoch immer wieder Situationen, in denen Leiharbeiter das Stammpersonal ersetzen müssten. Das komme vor, wenn es beispielsweise auf einer Station gleichzeitig mehrere Krankheitsfälle gebe.

Nach Ansicht von Betriebs- und Personalräten herrscht in den Krankenhäusern der Landeshauptstadt ein Dauernotstand. Die Pflegekräfte seien völlig überlastet, oft arbeite nur noch eine Notbesetzung. Das habe schwerwiegende Auswirkungen auf die Patienten: Das Krankenhaus werde selbst zu einem Gesundheitsrisiko.

MHH-Vizepräsident Tecklenburg betont, die MHH tue viel, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten. Die Belastung der Pflegekräfte werde immer größer. Derzeit gebe es noch ausreichend Nachwuchs. Aber die MHH habe große Sorge, dass sich künftig nicht mehr genügend junge Leute für diesen Beruf entscheiden.

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