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Ein Oscar für das Ehrenamt

Leinestern Ein Oscar für das Ehrenamt

Das Freiwilligenzentrum und die Stiftung Sparda-Bank haben den Leinestern für ehrenamtliches Engagement vergeben. Ausgezeichnet wurden die Üstra, die Feuerwehr Hannover und die Wilhelm-Hirte-Stiftung, das Projekt "Clownswohnung sowie Pastor Hans-Jürgen Meyer, Rita Welker und Nina Traulsen.

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Das Freiwilligenzentrum und die Stiftung Sparda-Bank haben den Leinestern für ehrenamtliches Engagement vergeben.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Zum Wesen ehrenamtlicher Tätigkeit gehört es, dass viele Menschen sie regelmäßig und mit viel Engagement ausüben, ohne dass sonderlich Aufhebens davon gemacht würde. In Hannover ist das alle zwei Jahre anders. Dann zeichnen das Freiwilligenzentrum und die Stiftung Sparda-Bank Ehrenamtliche, zukunftsweisende Projekte und gesellschaftlich aktive Unternehmen mit dem „Leinestern“ aus. Warum das eine gute Sache ist, sagte Johannes Janke, Vorstandsvorsitzender des Freiwilligenzentrums: „Dreiviertel aller ehrenamtlich Tätigen wünschen sich mehr Anerkennung. Das hat eine Umfrage ergeben.“
   

Edelgard Bulmahn, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. 

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Die Gala zur Preisverleihung am Sonnabend im Maritim Airport Hotel in Langenhagen nahm in Rahmen und Ablauf durchaus Anleihen bei der Oscarverleihung in Hollywood. Oberbürgermeister Stefan Schostok nannte den Leinestern, der in Gestalt einer leicht putzigen Statue daherkommt, einen „kleinen Kerl, der gut zu Hannover passt.“ Die Preisträger seien Helden des Alltags, erklärte Moderator Andreas Kuhnt.

Drei Kategorien

Leinesterne gab es in drei Kategorien. Den Preis für Unternehmensengagement erhielten gemeinsam die Üstra, die Feuerwehr Hannover und die Wilhelm-Hirte-Stiftung, weil sie Hannovers Tunnelstationen der Stadtbahn mit Defibrillatoren bestückt haben. Die Geräte können helfen, Menschen vor dem plötzlichen Herztod zu bewahren.

In der Kategorie  „Projekt des Jahres“ nahmen Petra Volk, Geschäftsführerin des Kulturtreffs Roderbruch, und Horst Schneider alias Clown Fidolo, den kleinen Bronzemann entgegen. Sie haben in einem Hochhausblock die sogenannte Clownswohnung eingerichtet, in der sozial benachteiligte Kinder etwas zu Lachen haben.

Freiwillige des Jahres dürfen sich drei Hannoveraner nennen. Pastor Hans-Jürgen Meyer ist einer von ihnen. Er setzt sich für die Belange von Homosexuellen innerhalb der Kirche ein und nahm dafür zwischenzeitlich ein langjähriges Berufsverbot in Kauf. Rita Welker hat den Kulturtreff Roderbruch, den ältesten der Stadt, mitbegründet und gilt als dessen gute Seele. Nina Traulsen kümmert sich beim Sportverein Eintracht Hannover um Turnkinder. Die 22-Jährige Studentin sagte bei der Preisverleihung einen Satz, der als ein Motto der Veranstaltung gelten kann: „Ich nehme den Leinestern stellvertretend für die vielen Helfer in allen Vereinen entgegen.“

Die Initiatoren verstehen den Leinestern nicht nur als Dankesveranstaltung, sondern auch als Anreiz für Menschen, sich ebenfalls freiwillig zu engagieren. Das machen die Hannoveraner nach Angaben von Johannes Janke schon ganz gut. Laut Statistik sind im Bundesgebiet 36 Prozent aller Bürger ehrenamtlich tätig, in der Landeshauptstadt 41 Prozent.  

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