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Aus der Stadt Leser reisen per Bulli in die Vergangenheit
Hannover Aus der Stadt Leser reisen per Bulli in die Vergangenheit
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00:23 17.01.2016
Die HAZ-Leser staunen über die liebevoll restaurierten Bulli-Oldtimer. Quelle: Surrey
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Hannover

Dieses Jahr feiert das Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in Stöcken 60-jähriges Bestehen. Am 8. März 1956 startete die Serienproduktion eines Kult-Transporters: Bis 1967 liefen 1,8 Millionen Bullis der ersten Generation vom Band. Und während man in Wolfsburg über die Folgen des Abgas-Skandals diskutiert, werden in Limmer noch immer einige der ersten Bullis so liebevoll gepflegt und restauriert, dass man damit auf Zeitreise gehen möchte. Rund 50 HAZ-Leser ließen sich darauf ein und besuchten am Donnerstag die nicht öffentlich zugängliche California-Fertigung sowie das Zentrum von VWN Oldtimer. Den Ausflug hatten sie bei der Aktion „Mit der HAZ Großes erleben“ gewonnen.

Zunächst erklärten Tobias Twele, Michael Ludwig und Gerolf Thienel als Standortverantwortliche und Besucherführer den Umbau von VW-Bussen zu Reisemobilen samt Campingstühlen und Küchenbauteilen aus der Luft- und Raumfahrt. Seit 2004 leistet VWN den Ausbau des T5 und T6 zum Camping- und Freizeitfahrzeug selbst. 195 Mitarbeiter fertigen in der früheren Brinkmann-Halle 50 Autos am Tag. Bulli-Fahrer seien besondere Kunden. „Der California ist wohl das emotionalste Fahrzeug auf vier Rädern in Hannover. Ich sage meinen Mitarbeitern immer, dass sie sich Zeit nehmen müssen. Oft erzählen die Kunden von ihren Fahrzeugen von T1 bis T5 und von ihren Reisen damit“, sagte Twele. Auch am Donnerstag ging es um Reisen nach Island, Nächte an Lagerfeuern und Bulli-Fahrer, die sich untereinander grüßen und bei Pannen helfen.

Emotional wurde es auch beim Besuch des Oldtimer-Bereichs. Auf 7000 Quadratmetern entdeckten die Besucher rund 100 restaurierte Fahrzeuge, etwa einen T1 von 1957, der einst als Werbe- und Transportwagen für einen Herrenausstatter diente. Die HAZ-Leser begutachteten auch einen T2 von 1979 in der Farbe Silbermetallic, die ihm die Bezeichnung „Silberfisch“ einbrachte, und einen T3 von 1987 mit mehr als 830.000 Kilometern auf dem Tacho und einer Seilwinde. „Ein großartiger Ausflug“, sagte ein Leser.

Zum Werksgeburtstag soll es weitere Aktionen von VWN geben. Am 9. März beginnt die Ausstellung „Die Bullibauer“ im Historischen Museum. Und schon 2017 müsste erneut gefeiert werden. Dann jährt sich das große Bulli-Treffen in Hannover zum zehnten Mal.     

Von Jan Sedelies

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