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Lichtfestival "Ihme-Vision" fällt 2016 aus

Spektakel am Ihme-Zentrum Lichtfestival "Ihme-Vision" fällt 2016 aus

Die Ankündigung war vollmundig: Größer, vielfältiger, bunter, spektakulärer sollte das Lichtfestival Ihme-Vision in diesem Jahr werden. Doch es ist am eigenen Anspruch gescheitert. Für 2017 gibt es einen neuen Anlauf.

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Im vergangenen Jahr hatten Lichtinstallationen das Ihme-Zentrum zum Leuchten gebracht.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Vier Kreative, darunter der Lichtkünstler Franz Betz und die umtriebige hannoversche Kunstproduzentin Iyabo Kaczmarek, hatten es 2015 aus der Taufe gehoben, um die Lindener Betonburg mithilfe von aufwendigen Lichtprojektionen und einem Filmfestival in ein neues Licht zu setzen. Jetzt stellt sich heraus: Das Festival, das am 2. und 3. September über die Bühne gehen sollte, fällt aus. Jedenfalls in diesem Jahr. Die Künstler hatten zwar eine dem hohen Anspruch entsprechende Summe eingeworben, nach Angaben von Lichtkünstler Betz rund 30 000 Euro. Das sind 10 000 Euro mehr als 2015, darunter öffentliches Fördergeld von Stadt und Region. Auch das Stiftungsmanagement der Sparkasse ist unter den Sponsoren.

Die Kunstszene Hannovers beleuchtet das Ihmezentrum und zeigt Kurzfilme rund um den Betonklotz.

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An der inhaltlichen Konzeption aber scheiterte man. Aus Zeitgründen. „Wir haben alle entweder Vollzeit-Brotberufe oder waren mit eigenen Projekten ausgelastet“, sagt Betz. Auch die finanzielle Abwicklung der Ihme-Vision 2015 habe mehr Zeit gekostet als gedacht. Zeit, die letztlich bei der Durchführung des Ihmefestivals 2016 gefehlt habe. Um ein derartiges „Leidenschaftsprojekt“ durchzuziehen, brauche man länger als ein Jahr, sagt auch Kaczmarek. „Wir hätten uns in diesem Jahr einfach wiederholen können. Aber das war nicht der Anspruch.“

Wohin der Anspruch die Künstler 2017 führen wird, ist allerdings noch ungewiss. Lichtkünstler Betz betont, dass das „Größer, Weiter, Spektakulärer“ nicht mehr im Zentrum der Überlegungen stehe. Der technische und finanzielle Aufwand, um ein so hohes Gebäude wie das Ihme-Zentrum ansprechend zu illuminieren, sei enorm. Stand der Planungen jetzt sei, dass eher kleinere „Interventionen“ und Walking Acts das Festival 2017 prägen werden: „Das hat schon 2015 am besten funktioniert.“ Mit der Wiener Künstlergruppe Framer Filmkollektiv, die Performances mit Lichtmaschinen aus alten Filmprojektoren mit Musik kombiniere, wolle man beispielsweise zusammenarbeiten.

Geld jedenfalls ist weiterhin vorhanden. Die Förderer von Stadt, Region und dem Stiftungsmanagement der Sparkasse Hannover bedauern zwar allesamt, dass es 2016 nicht zu einer Neuauflage kommt. Im Zweifel habe der Anspruch, das Festival weiterzuentwickeln aber Vorrang davor, unter allen Umständen 2016 zu liefern, heißt es unisono. Durch eine Verlängerung des Projektzeitraums ins Jahr 2017 oder mithilfe eines neuen Antrags könnten die Künstler das Geld erneut abrufen.

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