Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Lichtfestival "Ihme-Vision" fällt 2016 aus
Hannover Aus der Stadt Lichtfestival "Ihme-Vision" fällt 2016 aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 31.08.2016
Von Jutta Rinas
Im vergangenen Jahr hatten Lichtinstallationen das Ihme-Zentrum zum Leuchten gebracht. Quelle: Tim Schaarschmidt
Anzeige
Hannover

Vier Kreative, darunter der Lichtkünstler Franz Betz und die umtriebige hannoversche Kunstproduzentin Iyabo Kaczmarek, hatten es 2015 aus der Taufe gehoben, um die Lindener Betonburg mithilfe von aufwendigen Lichtprojektionen und einem Filmfestival in ein neues Licht zu setzen. Jetzt stellt sich heraus: Das Festival, das am 2. und 3. September über die Bühne gehen sollte, fällt aus. Jedenfalls in diesem Jahr. Die Künstler hatten zwar eine dem hohen Anspruch entsprechende Summe eingeworben, nach Angaben von Lichtkünstler Betz rund 30 000 Euro. Das sind 10 000 Euro mehr als 2015, darunter öffentliches Fördergeld von Stadt und Region. Auch das Stiftungsmanagement der Sparkasse ist unter den Sponsoren.

Zur Galerie
Die Kunstszene Hannovers beleuchtet das Ihmezentrum und zeigt Kurzfilme rund um den Betonklotz.

An der inhaltlichen Konzeption aber scheiterte man. Aus Zeitgründen. „Wir haben alle entweder Vollzeit-Brotberufe oder waren mit eigenen Projekten ausgelastet“, sagt Betz. Auch die finanzielle Abwicklung der Ihme-Vision 2015 habe mehr Zeit gekostet als gedacht. Zeit, die letztlich bei der Durchführung des Ihmefestivals 2016 gefehlt habe. Um ein derartiges „Leidenschaftsprojekt“ durchzuziehen, brauche man länger als ein Jahr, sagt auch Kaczmarek. „Wir hätten uns in diesem Jahr einfach wiederholen können. Aber das war nicht der Anspruch.“

Wohin der Anspruch die Künstler 2017 führen wird, ist allerdings noch ungewiss. Lichtkünstler Betz betont, dass das „Größer, Weiter, Spektakulärer“ nicht mehr im Zentrum der Überlegungen stehe. Der technische und finanzielle Aufwand, um ein so hohes Gebäude wie das Ihme-Zentrum ansprechend zu illuminieren, sei enorm. Stand der Planungen jetzt sei, dass eher kleinere „Interventionen“ und Walking Acts das Festival 2017 prägen werden: „Das hat schon 2015 am besten funktioniert.“ Mit der Wiener Künstlergruppe Framer Filmkollektiv, die Performances mit Lichtmaschinen aus alten Filmprojektoren mit Musik kombiniere, wolle man beispielsweise zusammenarbeiten.

Geld jedenfalls ist weiterhin vorhanden. Die Förderer von Stadt, Region und dem Stiftungsmanagement der Sparkasse Hannover bedauern zwar allesamt, dass es 2016 nicht zu einer Neuauflage kommt. Im Zweifel habe der Anspruch, das Festival weiterzuentwickeln aber Vorrang davor, unter allen Umständen 2016 zu liefern, heißt es unisono. Durch eine Verlängerung des Projektzeitraums ins Jahr 2017 oder mithilfe eines neuen Antrags könnten die Künstler das Geld erneut abrufen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Fest der Kulturen, das Whitestock-Festival, das Fest der Sinne in Laatzen, die Oper auf dem Lande im Edelhof Ricklingen, das 30. Musikfestival in Zytanien, Konzerte auf der Gilde Parkbühne und leider auch mehrere schwere Unfälle – das war am Wochenende in Hannover los.

28.08.2016

Weil bei Lehrte ein Blitz in die Bahn-Oberleitung eingeschlagen ist, ist es am Sonntag im Raum Hannover zu massiven Störungen im Zugverkehr gekommen. Mehrere S-Bahnen und Fernzüge waren betroffen. Wann die Störung behoben werden kann, war zunächst nicht klar.

28.08.2016

Ein vierjähriges Mädchen musste am Sonnabendnachmittag im Lister Bad wiederbelebt werden. Eine Arzthelferin und der Bademeister konnten das Kind reanimieren, es wurde in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gebracht. Die Vierjährige ist inzwischen auf dem Weg der Besserung.

29.08.2016
Anzeige